Oberhausener Leserinnen und Leser melden sich gerne zu Wort. Sie wenden sich mit E-Mails und Briefen an die Redaktion, um die Nachrichtenlage in Oberhausen zu kommentieren, Telekom-Werber, Architekten, Stadtplaner oder Radfahrer zu kritisieren, aber auch, um Lob und Dank loszuwerden. Die aktuellen Leserstimmen in der Übersicht:

Zu: Diskussion um die Radlerkreuzungen

Kein Thema ist wohl in den letzten Monaten so kontrovers diskutiert worden wie der Umbau der sogenannten „Radlerkreuzungen“. Ich selber fahre mit dem Rad mindestens so viele Kilometer wie mit dem Auto. Die genannten Vorteile für Radfahrer, in Bezug auf die Sicherheit der umgebauten Kreuzungen, kann ich nicht erkennen. Ich nutze weiterhin die Hochbordradwege und überquere die Kreuzungen über die Fußgängerampeln. Ob der Umbau der Kreuzungen von den Radfahrern angenommen wird, kann wohl nur eine genaue Beobachtung ergeben, mein Eindruck ist jedenfalls ein anderer. Den Radweg zu verlassen, je nach Verkehrslage volle Fahrbahnen mit Pkw zu kreuzen, um auf die neu angelegten Fahrradspuren zu kommen, ist vielen Radfahrern zu umständlich und unsicher.

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Bei den umgebauten Kreuzungen handelt es sich um Hauptverkehrswege, die gerade in den Nachmittagsstunden durch den Feierabendverkehr stark frequentiert sind. Die Folgen: Stau und Rückstau bis zur nächsten Kreuzung. Gleiches gilt auch für den öffentlichen Nahverkehr, der ebenfalls nicht vorankommt. Um zum Beispiel dem Stau an der Kreuzung Bebelstraße/Concordiastraße zu entgehen, weichen viele Pkw über die Würpembergstraße und Duisburger Straße aus, was hier dann ebenfalls zu Staus führt. Sowas kann man nicht als sinnvolle verkehrspolitische Maßnahme verkaufen. Bei einer derartigen Beschneidung durch den Umbau dieser Kreuzungen war das Chaos programmiert und es ist unverständlich, dass diese Maßnahmen, für viel Geld, dann trotzdem umgesetzt wurden. In Bezug auf die Sanierung maroder Straßen und Radwege hätte es sinnvollere Projekte gegeben. Ingo Schubeis

Zu: DRK baut Haus der Alleinerziehenden

Das Engagement des DRK für Alleinerziehende in Sterkrade ist zweifellos lobenswert – gerade bezahlbarer Wohnraum für diese oft benachteiligte Gruppe ist dringend nötig. Umso bedauerlicher ist es, dass an einem der Eingänge zur Innenstadt ein wenig ansprechender Steinklotz entstehen soll.

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In einer Zeit, in der die Sterkrader Innenstadt klimaresistent und zukunftsfähig umgestaltet werden soll, wäre ein gestalterisch anspruchsvollerer Bau – zum Beispiel mit Fassadenbegrünung – wünschenswert gewesen. Fördermittel und kreative Architekturansätze gibt es genug. Eine soziale Nutzung darf nicht automatisch eine - aus meiner Sicht 0815-Lösung - bedeuten. Simon Schäfer

Speziell für Alleinerziehende: Bis zum August 2026 soll dieses Gebäude an der Ecke Friedrichstraße/Steinbrinkstraße in Oberhausen-Sterkrade fertiggestellt sein. Einige Leser sehen den Baustil kritisch: „Das Engagement des DRK für Alleinerziehende in Sterkrade ist zweifellos lobenswert – gerade bezahlbarer Wohnraum für diese oft benachteiligte Gruppe ist dringend nötig. Umso bedauerlicher ist es, dass an einem der Eingänge zur Innenstadt ein wenig ansprechender Steinklotz entstehen soll.“ (© Visualisierung | Plassmeier)
Speziell für Alleinerziehende: Bis zum August 2026 soll dieses Gebäude an der Ecke Friedrichstraße/Steinbrinkstraße in Oberhausen-Sterkrade fertiggestellt sein. Einige Leser sehen den Baustil kritisch: „Das Engagement des DRK für Alleinerziehende in Sterkrade ist zweifellos lobenswert – gerade bezahlbarer Wohnraum für diese oft benachteiligte Gruppe ist dringend nötig. Umso bedauerlicher ist es, dass an einem der Eingänge zur Innenstadt ein wenig ansprechender Steinklotz entstehen soll.“ (© Visualisierung | Plassmeier)© Visualisierung | Plassmeier

Zu: Grüne verteidigen Markierungen an Radlerkreuzung vehement

Woher Herr Schindelasch von den Grünen die Erkenntnis gewinnt, dass die neuen Radverkehrsanlagen die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht haben und von der Bevölkerung gut angenommen werden, erschließt sich mir nicht. Als passionierter Radfahrer nehme ich zumindest die rote Fahrradspur zwischen den Autospuren für und als potenzielle Gefahrenquelle wahr, wenn ich an der Kreuzung Duisburger/Concordiastraße eingekeilt zwischen Autos stehe. Darüber hinaus erachte ich die Radwege auf der Bebelstraße als sinnvoll, jedoch in der Breite völlig überdimensioniert, was zu Lasten der Autofahrer geht, die auf eine Fahrspur verzichten müssen. Vor wenigen Tagen fand eine Befragung von Tausenden Oberhausenern zu ihrem Mobilitätsverhalten statt. Ich schlage vor, das Ergebnis dieser Befragung (also auch der Radfahrer) und damit auch die Bewertung der neuen Radwege abzuwarten. Bernhard Brüning

Zu: Glasfaserausbau in Oberhausen

Als Bürger von Oberhausen bin ich grundsätzlich froh über den Glasfaserausbau, der unsere Stadt zukunftsfähig machen soll. Schnelles Internet ist heutzutage laut Werbung ja unverzichtbar. In den letzten Wochen habe ich immer wieder beobachtet, dass auch nach 19 Uhr auf den Baustellen gearbeitet wird – und das wirft Fragen auf!

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Vor allem osteuropäische Arbeiter, die oft körperlich anstrengend arbeiten, sind dann noch aktiv. Während viele von uns den Feierabend genießen, sind diese Arbeiter immer noch auf den Baustellen, bewegen Steine und Sand und verlegen die heiß begehrten Zukunftskabel. Was mich besonders nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass viele dieser Arbeiter Familien zu Hause haben, mit denen sie nach einem langen Arbeitstag nicht zusammen essen oder Zeit verbringen können.

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Ich frage mich: Wer sorgt dafür, dass diese späten Arbeitszeiten im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben stehen? Da kann es doch nicht inflationär Ausnahmegenehmigungen geben, es handelt sich doch nicht um kritische Infrastruktur, sondern es geht in 99,9 Prozent der Fälle nur um bestmögliches Entertainment für uns Endnutzer! Als Stadt sollten wir nicht nur blind den Fortschritt fördern, sondern auch sicherstellen, dass er auf fairen und transparenten Bedingungen basiert. Michael Ladeur

Zu: München spart, in Oberhausen wird es teuer

Nur weil es um Schulen für eine bestimmte Anzahl an Schülerinnen geht, gibt es Unterschiede zwischen den Gebäuden, die im Artikel aber nur am Rande beleuchtet werden. Sollte man wirklich beide Projekte vergleichen? Mir fehlen da so einige Bestandteile. Schon unterschiedliche Unterrichtssysteme sind gravierend. Der blanke Vergleich von Zahlen - bringt das was? Für Schülerinnen? Oder ist das was für den Kämmerer? Genormte Schulen und Schulsysteme und Schülerinnen - sind das unsere Ziele? Harald Traud

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Zu: München spart, in Oberhausen wird es teuer

Im Artikel wird nach meiner Meinung haltlos in den Raum gestellt wird, dass Oberhausen im Vergleich zu München deutlich mehr Geld für den Bau der Gesamtschule an der Knappenschule ausgibt. Zu einem Artikel gehört journalistische Vorarbeit, diese wurde anscheinend nicht geleistet. Nach siebenjähriger Planungs- und Bauphase wurde das Gymnasium in München 2024 übergeben, es wurde auf der grünen Wiese gebaut. In Oberhausen wurde ein Gebäude für den Neubau abgerissen, ein nasses Fundament vorgefunden, was die höheren Baukosten erklären soll?! Mitnichten! Seit 2018 haben sich die Baukosten um 50 Prozent erhöht, also eine einfache Aufgabe 128 Millionen Euro plus 50 Prozent ist gleich 192 Millionen Euro. Im schlimmsten Fall sind in Oberhausen 157 Millionen Euro eingeplant, da frage ich mich, wo gespart wird. Gerd Sturm

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Zu: Schnellladesäulen der EVO

Schnelles Laden an der Danziger Straße: Christian Giese (Netzgesellschaft) zückt an der neuen EVO-Station den Stecker.
Schnelles Laden an der Danziger Straße: Christian Giese (Netzgesellschaft) zückt an der neuen EVO-Station den Stecker.© FUNKE Foto Services | Kerstin Bögeholz

Ja, der aktuelle Stand des Ladesäulen-Ausbaus der EVO ist gut. Als Oberhausener, wohnhaft im Österreich-Viertel, habe ich neben der Danziger Straße auch 11/22kw Säulen auf der Wehrstraße, Mühlenstraße und Dieckerstraße in Reichweite. Bemängeln muss ich die Preis-Transparenz und die Preise. Das DC-Laden kostet 69ct./kWh und am AC-Lader 59ct./kWh. Da gibt es eine Reihe auch in Oberhausen vorhandener Anbieter, die deutlich billiger sind: Jet 49ct., Aldi/Lidl/Kaufland 47ct., Shell 44ct. etc. - und das sind alles DC-Preise.

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Weder im Artikel noch auf der Homepage ist zu entnehmen, mit welcher App ich an diesen Säulen einen günstigeren Preis, als per Direktzahlung, bekommen kann. Warum wird für Kunden – wie viele andere lokale Anbieter es tun – nicht über eine (eigene) App ein sehr günstiger/marktgerechter Preis angeboten? Ja, ich verstehe, dass die Kosten für die Errichtung der Ladesäulen auch erstmal hereinkommen müssen, aber mit Preisunterschieden von mehr als 20ct./kWh lädt doch kaum jemand da - und den Unterschied von fast 250 Prozent zum Hausstrom kann man doch niemandem wirklich erläutern. So ist es schade, dass dieser Ausbau-Effekt so verpufft. Bernd Möller

Zu: Bau der neuen Gesamtschule - Schule an der Knappenstraße

Meine Enkel kommen diesen Sommer auf diese Schule. Mal gespannt, ob der Neubau bis zu ihrer Abiturfeier fertig wird.
Anette Friedhoff 

Zu: Schule vor 50 Jahren - Elsa-Mädchen haben Jungs nie vermisst

Ganz herzlich möchten wir uns bei der Oberhausener Redaktion über den sehr ausführlichen und wertschätzenden Bericht und die schönen Fotos zu unserem Treffen anlässlich unseres 50-jährigen Abiturs bedanken. Der Tag war in jeder Beziehung ein wunderschönes Treffen für uns alle. Alles hat mitgespielt: die gute Stimmung unter uns, das sonnige Wetter, das Programm und die tolle Location, wo wir zum Essen, Trinken und ´Klönen` den Tag haben lange ausklingen lassen.

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„Alstadener Biergarten“ ist für dieses besondere Restaurant mit seinem Wohlfühlambiente allerdings nicht der richtige Ausdruck. Diese „grüne Oase“ direkt an der ehemaligen Zeche Alstaden am Ruhrpark an der Solbadstraße ist ein wunderschönes Restaurant mit dekorativem Außen-, aber auch Innenbereich. An dieser Stelle nochmals einen großen Dank an Barbara und Peppe, die auch die Betreiber des Restaurants „La Conchiglia“ in der Stadtmitte sind, und dem gesamten Team. Angela Schnitter und Regina Trampnau und alle ehemaligen Mitschülerinnen

Zu: Neuer Papst - Spontanes Geläut für Leo XIV. in Oberhausen

Die katholische Kirche schafft Einheit unter einer Liturgie, in der nach wie vor alte und unvernünftige Lehrsätze und Dogmen das Leben im Glauben bestimmen. Das wird sich auch unter dem neuen Papst nicht ändern. Wenn der Katholikenratsvorsitzende Thomas Gäng dann noch zusätzlich an ihm positiv herausstellt, dass ihm das Festhalten an der Lehre wichtig ist, frage ich mich, ob nicht gerade das betonte „Festhalten an der Lehre“ - was auch immer darunter zu verstehen ist - die Entwicklung einer offenen und synodalen Kirche verhindert. Heribert Scheffler

Zu: Konzert von Joe Bonamassa in der Rudolf-Weber-Arena

Über Lautstärke sollte man sehr wohl diskutieren! Vor allem dann, wenn es an die Gesundheit geht und der Sound grottenschlecht ist. Wir sind quer durchs Ruhrgebiet nach Oberhausen gereist, um den „Saiten-Halbgott“ live zu erleben und haben das Konzert nach 20 Minuten bitter enttäuscht verlassen, denn statt des Gitarrensounds von Joe sind bei uns nur aberwitzig laute, wummernde Bassläufe angekommen.

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Selbst vom Schlagzeug war fast nur die Bassdrum wahrnehmbar. Ich habe mit zwei weiteren Besuchern gesprochen, die das vernichtende Urteil zum Konzert teilen, die Show allerdings mit Gehörschutz bis zum bitteren Ende ausgehalten haben. Bernd Baumhold

Zu: Trügerische Sicherheit für Radfahrer: Richard-Wagner-Allee

Die durchaus ernsthaften Bemühungen um eine Entschärfung der Radüberwege hat leider in der Praxis trotz der unübersehbaren Warnhinweise zu einer Verschärfung der Gefahrensituation geführt. Seit Wochen beobachte ich als überzeugter Radfahrer und bei gebotener Vorsicht, wie vor allem ins Tal rasende E-Bike-Fahrer, ohne nach rechts oder links zu schauen, über die ausgewiesenen Strecken „brettern“ - desgleichen einige unachtsame Autofahrer.

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Bezeugte Unfälle mit erheblichen Verletzungen wegen dieser unangepassten Geschwindigkeit hat es schon gegeben. Lebensgefahr programmiert! Sarkastisch könnte man sich fragen: Wann gibt es den/die ersten Toten? Mir bleibt nur der dringende Appell an die Verkehrsteilnehmer: Achtet aufeinander und reduziert radikal die Geschwindigkeit! Ulrich Samse

Zu: Nebenjobs - so hoch ist der Extra-Lohn für Oberhausens OB

Dass der Oberbürgermeister von Oberhausen wie seine Amtskollegen fast überall von der Sparkasse der Stadt und dem Sparkassenverband eine hohe Summe, hier 28.000 Euro, Verwaltungsratsvergütung erhält, ist ein Skandal der Sparkassen, die der Gemeinnützigkeit verpflichtet sind. Sie müssten eigentlich das Geld an Vereine und karitative Einrichtungen vor Ort ausschütten. Die Sparkassen verwenden ihre hohen Geldeinnahmen nicht für ihre Kunden und schütten oft ihre Überschüsse nicht oder nur in geringem Maße an ihre Träger, die notleidenden Kommunen aus. Das Sparkassengesetz muss dringend reformiert werden - im Sinne der auch breiten Bevölkerungsschichten genossenschaftlich verpflichteten Volksbanken, die da wesentlich sparsamer und kundennäher sind. Matthias Wilms

Zu: Telekom-Werber an den Haustüren

Zu den Artikeln „Glasfaser: Anwohner fühlen sich unter Druck gesetzt“, „Unmut über Glasfaser-Werber nimmt zu“, „Frau fühlt sich dreist überrumpelt“ und „Reingelegt in der eigenen Wohnung“:

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Immer behauptet die Telekom: „Die Gespräche finden grundsätzlich an der Haustür statt. Die Wohnung dürfen die Berater nur betreten, wenn sie dazu eingeladen werden“. Die Werber sind aber sehr raffiniert, sie behaupten beispielsweise, den WLAN-Router überprüfen zu müssen, und erschleichen sich so den Zugang zu der Wohnung. Am Ende wollen sie nur eines: einen Telekom-Vertrag abschließen. Das sind ganz linke Tricks, vor denen man nicht deutlich genug warnen kann! Petra Maria Mayer

Zuschriften an die Redaktion

Anmerkung der Redaktion: Bei den hier veröffentlichten Zuschriften unserer Leserinnen und Lesern handelt es sich um persönliche Meinungsäußerungen und Ansichten dieser Leser, die nicht der Auffassung der Redaktion entsprechen müssen. Wer uns seine Ansichten zu Oberhausener Themen mitteilen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Dafür muss man uns eine Mail mit einer Betreffzeile, um welches Thema und um welchen Artikel es geht, und seiner Meinung an die Redaktion-Mail-Adresse redaktion.oberhausen@funkemedien.de senden - mit vollständigem Namen und vollständiger Wohnadresse. Diese Zuschriften können auch in der Zeitung veröffentlicht werden. Es besteht keinen Anspruch auf Veröffentlichung dieser Zuschriften, die Redaktion behält es sich vor, Leserbriefe zu kürzen.

Zu: FDP will Radlerkreuzung verschwinden lassen

Ein Oberhausener Leser verteidigt die neuen Fahrbahnmarkierungen und Radlerspuren an der Kreuzung Concordiastraße/Duisburger Straße.
Ein Oberhausener Leser verteidigt die neuen Fahrbahnmarkierungen und Radlerspuren an der Kreuzung Concordiastraße/Duisburger Straße.© FUNKE Foto Services | Michael Dahlke

Herr Hoff von der FDP hält das „Experiment“ der Verkehrsführung an der Kreuzung Duisburger Straße/Concordiastraße (die im Übrigen keine „Radler-Kreuzung“ ist, sondern eine Kreuzung für alle Verkehrsteilnehmer) für gescheitert, genauso wie Herr Berg von der SPD. Angeblich, weil es „zu Staus und gefährlichen Situationen für alle Verkehrsteilnehmer“ kommt. Und Max Baum meint, dass sich dort „Radfahrer nicht sicher“ fühlen (fährt Herr Baum eigentlich Fahrrad?). Mir ist noch von keinem Unfall an dieser Kreuzung bekannt. Als Radfahrer bin ich jedenfalls dankbar über die neuen Fahrbahnmarkierungen, die endlich auch dem Radverkehr den notwendigen Platz auf der Fahrbahn einräumen. Die „gefährlichen Situationen“ entstehen dann, wenn diese von Autofahrern ignoriert werden, zum Beispiel um über die Fahrradspur geradeaus an den Linksabbiegern vorbei zu fahren.

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Ja, durch den Wegfall einer separaten Linksabbiegerspur kommt es zu erhöhten Wartezeiten für den Kfz-Verkehr. Und schon greift der alte Reflex, dass doch der Verkehrsfluss für Kfz wichtiger sei als die Bedürfnisse des Radverkehrs. Scheinbar ist es immer noch wichtiger, dass der Autofahrer in seinem vor Regen und Hitze geschützten Fahrzeug zügig vorankommt, als dem Radfahrer, der Wind und Wetter ungeschützt ausgesetzt ist, den notwendigen Raum auf der Fahrbahn zu geben. Stattdessen wird dieser auf unsichere und meist schlecht gepflegte Hochbordradwege verbannt, wo er oft nur mit etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit vorankommt. Dass die FDP in dieses Horn stößt, war ja zu erwarten, dass auch die SPD durch Herrn Berg auf diesen Zug aufspringt, ist traurig. Oberhausens Politiker sind scheinbar auf dem Weg zurück in die verkehrsplanerische Steinzeit. Klimawandel? War da was? Thomas Michel

Zum Thema: Mehr KOD-Kräfte und höhere Strafen

Brauchen die Mitglieder im Stadtrat immer Jahre, um klüger zu werden? Klugheit ist nämlich mehr von Vorteil als Intelligenz. Was nützt die Intelligenz, wenn keine Klugheit vorhanden ist? Da braucht es also eine „Pilotphase“, um zu testen. Benötige ich nicht, wenn durch Klugheit andere Großstädte längst bewiesen haben, dass die Einnahmen durch mehr KOD-Kräfte und höhere Strafen durchaus bis zu dreimal höher sein können.

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Da ich selbst einige Jahre im Stadtrat in Velbert tätig sein durfte, sind mir Haushaltspläne von Städten einigermaßen bekannt und daher kann ich eine berechtigte Kritik üben. Also: Direkt höhere Strafen, die den Betroffenen im Geldbeutel weh tun. Hier gilt es, das Sprichwort anzuwenden: „Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Aufklärung durch die Zeitung, Mitteilung in den jeweiligen Landessprachen an Vereine und Organisationen, übrigens auch deutsche Vereine sind damit gemeint, damit man nicht auf die Idee verfällt, aha, einer der nur die ausländischen Mitbürger bezahlen lassen will. Klaus Konradowski

Zum Thema „Wandel der Stadt Oberhausen“:

Die ehemalige „Wiege der Ruhrindustrie“ wandelt sich zu einem Freizeit- und Vergnügungspark. Man mag den Verlust vieler tausend gut bezahlter Arbeitsplätze bedauern, aber die Freizeit- und Vergnügungsindustrie hat derzeit Konjunktur: Das Centro, der Gasometer, Altenberg, das Bero-Center, die Turbinenhalle, das Stadttheater, die Luise-Albertz-Halle, die Golfanlage am Centro und weitere geplante Objekte (Babcock-Hallen) bringen Besucher (und Finanzen) in unsere Stadt, was wir auch dringend benötigen. Wenn die geplanten Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität in unseren Stadtzentren auch wirklich realisiert werden, wäre der Wandel von der Schwerindustrie zur Freizeitoase vollzogen und damit hätten wir eine hoffnungsvolle Zukunft. Norbert Heyer

Zum Leserbrief „Ein Taxi wäre günstiger“:

Wenn Herr Heyer bei der Berechnung der Kosten für eine Autofahrt in die Innenstadt gleich die Kosten für die Missachtung der gültigen Regeln (Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, Überschreitung der gültigen Parkdauer) mit einkalkuliert, zeugt das von einem interessanten Verhältnis zur Straßenverkehrsordnung. Daraus und aus ein paar neuen Fahrbahn Markierungen eine Priorisierung des Fahrrads abzuleiten, ist dann schon abenteuerlich. Der weitaus größte Teil unserer Straßen (Fahrbahnen, Parkplätze) ist immer noch für Kraftfahrzeuge optimiert und die Parkgebühren in Oberhausen sind im Vergleich mit anderen Städten äußerst niedrig - in Teilbereichen lediglich 3 Euro pro Tag; diese Zonen sollen sogar noch ausgeweitet werden.

Das Durchsetzen von Regeln und ein paar Fahrradstreifen (von denen es in der Innenstadt tatsächlich kaum welche gibt) für den Niedergang der Innenstadt verantwortlich zu machen, darauf muss man auch erst mal kommen. Dass Parkplätze direkt vor der Ladentür gut für den Einzelhandel sind, ist durch Studien im Übrigen mehrfach widerlegt worden (zum Beispiel durch die RWTH Aachen. Aber wenn Herr Heyer öfter mit Bus und Bahn fährt und das Auto stehen lässt, ist ja immerhin etwas Gutes erreicht. Thomas Michel

Zum Kommentar: Harte Töne: Politik darf Populisten nicht auf den Leim gehen

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Ein Kommentar zur rechten Zeit. Polemik verfängt, solange Wähler glauben, die werden es schon richten. Parteienvertreter sprechen nicht aktive Mitglieder und engagierte Bürger an, sie wollen einmalig die Stimme von unpolitischen Bürger einsammeln. Solange Bürger und Gruppen ihre Sorgen in der Legislatur in die Bezirksvertretung und den Rat nicht in der „Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner“ einbringen, wird sich die Verwaltung nicht ändern. Die Millionen-Ausgaben werden nur Prestigeobjekte der Mehrheits-Fraktionen stützen. Der Optimismus von Anstand, Höflichheit und Respekt ist wünschenswert, doch nicht real. Uwe Wiemann und Siegfried Räbiger

Zum Kommentar: Harte Töne: Politik darf Populisten nicht auf den Leim gehen

Peter Szymaniak berichtet in seinem Kommentar von ungepflegten Ecken selbst in Erholungsgebieten. Hier kann ich ihm nur vollkommen beipflichten. Immer wieder habe ich mich bei der Stadtverwaltung für mehr Müllbehälter u.a. im Volksgarten Osterfeld eingesetzt - leider vergeblich

.Zuletzt habe ich die Antwort erhalten, dass Bürger schließlich unbehelligt von Insekten auf den Bänken verweilen wollen, wo keine Mülleimer stehen. Viermal habe ich die Verwaltung bezüglich eines kaputten Behälters in diesem Park kontaktiert, da es dort immer wieder besonders erbärmlich aussieht. Der versprochene Austausch ist nicht geschehen. So entsteht bei mir zwar keine Politikverdrossenheit, aber allmählich Resignation, was meine Bemühungen für ein gepflegteres Stadtbild angeht. Henrik Michels

Zum Kommentar: Harte Töne: Politik darf Populisten nicht auf den Leim gehen

Ich danke Peter Szymaniak für seinen Kommentar. Die demokratische Mitte tut gut daran, sich nicht extremen und populistischen Strömungen anzupassen, ansonsten wird das ohnehin schon stark beanspruchte Vertrauen der Bürger/innen in das Funktionieren unserer politischen Institutionen weiter geschwächt werden. Der Kommunalwahlkampf in Oberhausen könnte diesbezüglich ein ermutigendes Signal setzen. Martin Schweer

Zum Kommentar: Harte Töne: Politik darf Populisten nicht auf den Leim gehen

Man kann Herrn Szymaniak nur zustimmen: Die Politik darf den Populisten nicht auf den Leim gehen. Und die Tatsache, dass die Ränder im neu gewählten Bundestag über eine Sperrminorität verfügen, sollte mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen die Alarmglocken schrillen lassen und den Oberhausener Bürger mit Sorge erfüllen.

Das allein befreit die Kommunalpolitiker der demokratischen Mitte allerdings nicht davon, mit dem Bürger immer wieder ins Gespräch zu kommen, seine Sorgen und Nöte, so subjektiv sie auch sein mögen, zu erkennen und Lösungen abzuwägen, die nicht nur über eine Ratsmehrheit verfügen, sondern dann auch mehrheitlich Rückhalt in der Bevölkerung finden. Aufklärung darüber ist gelegentlich unerlässlich. In der Gesamtbetrachtung muss man doch fragen: Wie kann es sein, dass die Bebauung der Zeche Sterkrade, die über ein nachhaltiges Konzept verfügt, mehr Widerstand hervorruft, als die Logistiker im Waldteich, die weder über Dach-, noch Fassadenbegrünung verfügen und weitaus mehr Fläche versiegeln? Wie kann es sein, dass zigtausende Euro in die Ertüchtigung und Aufwertung der Marktstraße gesteckt werden, wo bereits führende Wissenschaftler mehrfach bewiesen haben, dass das 50er-Jahre-Konzept der Einkaufsstraßen in Städten ohne Universitäten mangels Kundschaft im Vormittags- und Mittagsbereich tot ist, während die Ortsteile ohne Förderungen mehr auf die Beine stellen, einfach, weil der Zusammenhalt und die Identifikation vorhanden sind?

Die gelegentliche Argumentation, man müsse vor allem schwächere Ortsteile dem wohlhabenderen Norden vorziehen, ist an dieser Stelle auch zu kurz gedacht: Wenn beispielsweise die Schmachtendorfer Bevölkerung kein Gehör findet, wenn sie eine zunehmende Vermüllung der Dudelerstraße und Verwahrlosung des Parks bemängelt, sondern vielmehr zur Antwort bekommt, „dass es in anderen Stadtteilen noch schlimmer sei“, leistet dies einem zunehmenden Vertrauensverlust in die Lokalpolitik Vorschub. Profiteure sind die Ränder rechts und links, die diese Themen (zum Schein) aufgreifen und sich als vermeintliche Kümmerer darstellen.

Für echte Lösungen braucht es Pragmatiker statt Populisten, gerade angesichts der hoffentlich kommenden Altschuldenlösung, die nicht das Beste für ihre Klientel, sondern das Beste für unsere Stadt entscheiden. Eine regelmäßigere und stärkere Präsenz der Ratsmitglieder vor Ort wäre, bei allem Verständnis für die im Ehrenamt ohnehin knapp bemessene Zeit, wünschenswert und vielleicht die Wieder-Etablierung der Bürgersprechstunden der 1980er-Jahre eine gute Möglichkeit dazu. Tobias Szczepanski

Eine wunderbare Begebenheit

Es ist Freitag, der 4.April gegen 11 Uhr. Ich komme schwer bepackt mit meinem Rollwagen (auch Hackenporsche genannt) und einer über den Bügel gehängten roten Einkaufstasche mit Blumensträußen von Netto und überquere die Weißensteinstraße in Richtung Aral.

Da höre ich schon einen Ruf: ,,Sie haben etwas verloren.“ Und wirklich: Ein Tulpenstrauß ist aus der Tasche gerutscht und liegt auf der Weißensteinstraße. Die Fußgängerampel zeigt inzwischen Rot. Wie komme ich nun zu meinem Tulpenstrauß? Ein Personenwagen fährt ganz vorsichtig über die besagte Stelle. Der Strauß bleibt unbeschädigt.

Doch jetzt geschieht etwas Unfassbares: Ein Riesenlaster biegt in die Weißensteinstraße ein und hält vor meinem Blumenstrauß. Der Fahrer steigt aus, hebt die Blumen auf und bringt sie mir, läuft zurück zu seinem Laster, steigt wieder ein und fährt los. Ich konnte ihm gar nicht genug danken. Vielleicht liest der freundliche Lastwagenfahrer diese Zeilen: Nochmals ganz herzlichen Dank! Ich schicke nun diesen Leserbrief an die WAZ, um zu zeigen, dass es neben all den Horrormeldungen auch noch Lichtblicke und Zeichen von Mitmenschlichkeit gibt. Katharina Weber

Für einen auf der Straße liegenden Blumenstrauß ist ein Lkw-Fahrer in Oberhausen ausgestiegen. Eine Oberhausenerin bedankt sich.
Für einen auf der Straße liegenden Blumenstrauß ist ein Lkw-Fahrer in Oberhausen ausgestiegen. Eine Oberhausenerin bedankt sich.© FUNKE Foto Services | Thorsten Lindekamp

Zu: Gedenkstätte für GHH-Zwangsarbeiter

Lobenswert der Einsatz der Schüler der Gesamtschule Osterfeld an der Gedenkstätte für die GHH-Zwangsarbeiter. Aber „Gedenkstätte“?? Wenn, dann eher eine Gedenkstätte gegen die Umweltvermüllung. Es kümmert sich anscheinend niemand um die Sauberhaltung dieser an sich löblichen Einrichtung der Erinnerung. Zudem auch keine fotografische Meisterleistung, aber so sieht man wenigstens die Vermüllung und das insgesamt ungepflegte Gelände. Dieter Kerkhoff

Zu: Oberbürgermeister Schranz sieht Aufschwung für Oberhausen

Wäre auch schlimm, wenn der Oberbürgermeister die Zukunft für die Stadt nicht sehen würde. Aber was ist in seiner Amtszeit geschehen? Seit 2015 wird über die blühende Zukunft und andere Wege geredet. Ich als Bürger habe nicht den Gesamtüberblick. Ich mache den Fortschritt an Maßnahmen und Ergebnissen vor Ort fest. 2015 hat der OB mit Eltern in Sporthhallen über Schließungen von Schulen diskutiert. Heute werden Schulen gebaut, Übergangslösungen mit Containern geschaffen, die Jahrzehnte existieren. 2013 wurde Sanierungsbedarf von Brücken festgestellt. Heute werden Überfahrtbeschränkungen umgesetzt. Der Sanierungsbeginn wird heute auf 2030-2036 terminiert. In der Zwischenzeit wird ein Neubau von Straßen vorgeschlagen, um diese Situation zu entschärfen. Das ist nur in meinem Umfeld an Zukunft geplant, passiert und umgesetzt worden. Habe ich Vertrauen in die Zukunftsvisionen? Geld alleine, welches in Aussicht für allesmögliche angekündigt wird, wo alle eine Idee, aber keinen Plan haben, macht die Situation nicht besser. Für mich! Harald Traud

Zu: Glasfaser: Anwohner fühlen sich unter Druck gesetzt

Beim Lesen des Artikels musste ich mich ehrlich gesagt ärgern. Da investieren Kommunen und Netzbetreiber Millionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur – und dann stehen Haustürverkäufer vor der Tür, die mit Halbwahrheiten und künstlichem Zeitdruck Vertrauen verspielen. Aussagen wie „Ihr Kupfernetz wird bald abgeschaltet“ sind schlichtweg irreführend. Der Umstieg auf Glasfaser ist mehr als sinnvoll und notwendig, aber er passiert nicht über Nacht. Solche Methoden schaden dem Ansehen der gesamten Branche – gerade in Städten wie Oberhausen, wo der Ausbau die Standortattraktivität deutlich steigern kann. Trotzdem sollte man solche Angebote nicht vorschnell ablehnen. Einen kostenlosen Glasfaseranschluss bekommt man nicht alle Tage – und in vielen Regionen scheitert der Ausbau genau daran, dass sich zu wenige beteiligen. Wer frühzeitig mitmacht, spart oft bares Geld und beschleunigt evtl. den Ausbau dieses Gebiets. Wer abwartet, zahlt später nicht nur drauf, sondern bleibt womöglich ganz außen vor. Mein Tipp: Wenn der Verkäufer zu viel Druck macht – einfach freundlich „Nein“ sagen und die Tür schließen. Wenn man sich für Glasfaser entscheidet, dann in Ruhe, aus Überzeugung – und ganz ohne Verkaufsdrama: „Danke für die Info – aber meine Entscheidung läuft nicht nach dem Motto: ,Unterschreiben Sie jetzt, sonst sind Sie morgen offline!‘“ Ich persönlich würde mich lieber direkt informieren – online oder bei einer Infoveranstaltung in der Nähe. Da weiß man wenigstens, woran man ist. Karsten Wilke

Zu: Hohe Mietpreise in Oberhausen

Der uralte Spruch: „Angebot und Nachfrage regeln den Preis“ ist derzeit so aktuell wie nie. Wir haben aus bekannten Gründen eine starke Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und gleichzeitig haben gesetzliche Auflagen hinsichtlich Wärmedämmung, Heizungssysteme und Ausstattung der Wohnungen zugenommen. Die erhöhte Grundsteuer ist ein weiterer, zusätzlicher Faktor für hohe Quadratmeter-Preise. Die Bauobjekte in letzter Zeit - in OB-Holten der Umbau des alten Bunkers und in der Innenstadt neue Wohnungen im C&A-Haus - sind auch im vergleichbaren Mietkosten-Bereich angesiedelt. Es gibt nur ein Mittel dagegen: Mehr Bautätigkeit, weniger staatliche Auflagen, Senkung der Grundstückspreise und Erschließung neuer Grundstücke außerhalb der Innenstädte. Erst wenn der Druck der Wohnungs-Nachfrage nachlässt, wird sich an der derzeitigen Situation etwas zum Positiven verändern. Norbert Heyer

Zum Kommentar: Paragraf 218 muss weg – Frauen verdienen Selbstbestimmung

Sie bezeichnen es als einen Skandal, im Jahr 2025 immer noch darüber diskutieren zu müssen, ob Frauen das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper haben. Selbstverständlich ist allen Menschen in Deutschland, Frauen wie Männern, das Recht auf körperliche Autonomie durch das Grundgesetz garantiert .Im Gegensatz zu den meisten Aspekten körperlicher Autonomie gerät aber das Recht auf Selbstbestimmung im Fall eines Schwangerschaftsabbruchs unweigerlich in Konflikt mit dem durch Artikel 2 des Grundgesetzes garantierten Lebensrecht. Das Lebensrecht gilt uneingeschränkt für das geborene wie das ungeborene Leben. Das Grundgesetz macht hier bewusst keinen Unterschied. In der Konsequenz wird die Tötung menschlichen Lebens allein schon aufgrund des grundgesetzlich vorgegebenen Schutzauftrags des Staates durch das Strafrecht sanktioniert.

Sie schreiben weiter, dass auch ungeborenes Leben selbstverständlich schützenswert sei .Diese Aussage begrüße ich ausdrücklich; sie liest sich aber eher so, als sei das Lebensrecht des ungeborenen Kindes ein zwar vorhandener, aber hinter dem Selbstbestimmungsrecht zurücktretender, beinahe nebensächlicher Aspekt und nicht etwa das elementarste aller Grundrechte, ohne dessen Garantie und Schutz alle anderen Grundrechte (wie übrigens auch das Recht auf Selbstbestimmung!) keinen Sinn ergeben und den Charakter unverbindlicher Absichtserklärungen bekommen.

Würde man den §218 ersatzlos streichen, wäre die Voraussetzung hierfür eine Änderung des bereits erwähnten Artikels 2 unseres Grundgesetzes. Das bislang ohne Unterschied garantierte Lebensrecht müsste dann durch ein abgestuftes Lebensrecht ersetzt werden .Letztlich wären Ungeborene bis zu einer mehr oder weniger willkürlich festgelegten Entwicklungsstufe Menschen, deren Lebensrecht nicht mehr garantiert ist bzw. ihr Status als Mensch wäre infrage gestellt.

Die Entscheidung über eine Abtreibung beschreiben sie als eine zutiefst persönliche Entscheidung, die weder moralische Prüfungen noch bürokratische Hürden verdient. Über die bürokratische Ausgestaltung mag man trefflich diskutieren. Hinsichtlich moralischer Prüfungen stelle ich aber die Frage, wie es um unser Selbstverständnis als humanes, das Leben aller Menschen ermöglichendes und schützendes Gemeinwesen bestellt ist, wenn wir ausgerechnet in dieser zutiefst existenziellen Grundsatzfrage moralische Maßstäbe ersatzlos beiseiteschieben.

Ihrer Forderung nach besseren Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung und Unterstützung für Frauen und Familien in jeglicher Hinsicht schließe ich mich ausdrücklich an. Hier gibt es in der Tat noch teils erheblichen Nachholbedarf, um dem Ziel einer kinderfreundlichen Gesellschaft entscheidend näher zu kommen. Michael Herforth

Zu: Glasfaser: Anwohner fühlen sich unter Druck gesetzt

Wie die Telekom versucht, Glasfaser zu etablieren, ist erschreckend unseriös. Im Knappenviertel versuchten Werber frühzeitig, meine Mieter an der Wohnungstür zu Verträgen zu drängen mit dem Vorwand „Ihr Vermieter hat Glasfaser bestellt, wir brauchen Ihre Unterschrift“. Handwerker im Auftrag der Telekom versuchten mehrfach ohne Einverständnis des Hauseigentümers, sich Zugang zum Keller zu verschaffen, um dort Arbeiten durchzuführen. Direkt vor dem Hauseingang wurde inzwischen zum wiederholten Male der Bürgersteig aufgerissen, um an den Kabeln zu arbeiten. Die aktuelle Baustelle existiert schon seit mehr als fünf Wochen. Auf Schreiben reagiert die Telekom nicht oder mit unsinnigen automatisierten Mails. Christoph Meinerz, Eigentümer eines Hauses an der Uhlandstraße

Zu: Deutlich höhere Strafen bei Fehlverhalten

Ich frage mich, ob die Stadt das Sammeln von Pfandflaschen unterbinden möchte? Laut Punkt 15 dürfen Abfallbehälter nicht durchsucht werden, und laut Punkt 16 dürfen Gegenstände (also auch Pfandflaschen) nicht neben den Abfallbehälter gestellt werden. Das Flaschensammeln wird nicht aufhören, so lange die Armut im Land weiter gefördert wird. Schade, dass unsere Stadt die Armut auf diesem Wege fördert. Stefanie Wehling 

Zu: Parkgebühren und Radaranlagen

Wir fahren schon seit Jahren nicht mit dem Auto zur City, zur Stadtverwaltung oder zu Veranstaltungen. Wer am Schloss Oberhausen vorbeifährt, sieht am Werkgasthaus eine feste Blitzstation, 200 Meter weiter eine mobile und zwischen Virchow- und Danziger Straße eine dritte Blitzfalle. Es scheint sich also zu lohnen, immer noch sind viele Autofahrer zu schnell unterwegs. Wenn man geblitzt wird, Parkgebühren zahlt und bei Überschreitung der Parkzeit noch etwas draufgesattelt bekommt, würde man mit einem Taxi preisgünstiger klarkommen. Wenn man dann noch die neuen Fahrbahn-Markierungen berücksichtigt, wird schnell klar, dass dem Fahrrad erste Priorität eingeräumt wird. Deshalb: Autofahren nur zum Einkauf bei Supermärkten mit - noch - kostenlosen Parkplätzen, sonstige Besorgungen mit Bus und Bahn mit Deutschland-Ticket. Die Konsequenzen daraus sind der Niedergang der Innenstadt - in Oberhausen für jeden deutlich sichtbar. Norbert Heyer

Zu: Neue Wohnungen im Grünen: Hier wird nicht gebaut.

Keine Nachweise erfragt. Wieder ein Meisterstück aus dem Bauamt der Stadt Oberhausen. Was muss eigentlich noch passieren, damit der Stadtverwaltungschef reagiert und mal im Bauamt aufräumt. Nicht genug, dass dort aufgrund von Fehlplanungen und Fehleinschätzungen - jeder andere würde eher von Inkompetenz sprechen - in der jüngsten Vergangenheit Millionen Euro versenkt wurden; jetzt auch noch der Abschluss von Planungsvereinbarungen, ohne überhaupt rechtlich Zugriff auf das Plangebiet zu haben. Für jede Kleinigkeit beim Amt - sei es beim Einwohnermeldeamt oder Finanzamt - verlangt die Behörde Anträge und Nachweise.

Nicht so beim Bauamt - zumindest, wenn es sich um einen vermutlich solventen Bauherrn handelt, der ein ganzes „Plangebiet im Grünen“ zupflastern will. Und das bestimmt nur, weil Wohnraum in Oberhausen Mangelware ist - und ohne jeglichen Eigennutzen. Da reicht dann das „Wort“ des Bauherrn für eine Unterschrift unter einer Planungsvereinbarung zwischen Stadt und Bauherrn. Stellt sich in dieser Stadtverwaltung eigentlich jemand mal die Frage, warum ein städtischer Mitarbeiter - laut Herrn Palotz ohne jegliche Prüfung der Flächenverfügbarkeit - so etwas unterschreibt! Michael Fenger

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Zu: Bärbel Höhn zieht Bilanz: „Wir haben richtig viel geschafft“

Gelungene Kooperation unterschiedlicher Ausrichtungen in einer Stadt. Die Älteren in Oberhausen werden sich erinnern, dass die Giftmüllverbrennungsanlage durch eine Bürgerinitiative (BI) verhindert wurde. Das Spektrum war politisch von Autonom bis Schwarz einzuordnen. Auch die evangelische Kirche war dabei. Liebe Bärbel Höhn, Du warst als damaliges Mitglied der Bunten Liste und ich als CDU-Mitglied auch in der BI dabei. Da ich als Mitglied der Bürgerinitiative nicht vor dem Rat der Stadt Oberhausen sprechen durfte, hast Du damals als Ratsmitglied der Bunten Liste sogar die von mir verfasste Rede vorgelesen. Da war ich damals mächtig stolz.

Ich erinnere mich an einen Vortrag des damaligen Bundesumweltministers Klaus Töpfer im Babcock-Haus. Wir waren uns damals alle einig, dass die Bürgerinitiative draußen demonstriert. Ich habe es als CDU-Mitglied geschafft, mit meinem Mann, damals auch CDU, und Dr. Klaus Kevenhörster eine Einladung zu erhalten. Prof. Töpfer ließ seine Limousine anhalten und hat mit den Demonstranten draußen gesprochen. Wir hatten eine Kurzfassung über die Giftmüllverbrennung erstellt und drinnen haben wir Prof. Töpfer die Situation geschildert und die von uns erstellte Zusammenfassung über die Giftmüllverbrennungsanlage überreicht. Nach drei Wochen waren die Pläne für den Bau der Anlage vom Tisch. Gemeinsam haben wir es geschafft, nicht eine Partei, sondern viele Menschen unterschiedlichster Parteien und Ausrichtungen. Renate Lütte

Zu: „Auf ein Wort“: Volle Klatsche für Liricher Radler-Kreuzung

Aggressives Verhalten. Ich bin einer aktiven Radfahrergruppe angeschlossen. Uns geht es um den Radweg aus Richtung Oberhausen-Mitte über die Duisburger Straße in Richtung Oberhausen-Lirich. Ich war der Meinung, dass dieser Weg auch sicher und eindeutig gestaltet ist – bis wir uns in der Gruppe genau über diesen Weg auf den Weg nach Hause gemacht haben. Wir sind als Gruppe regelrecht in „die Zange“ genommen worden. Den Autofahrern, die genervt von der Wartezeit in Richtung Lirich waren und „mal kurz“ rechts ausgeschert waren, war es anscheinend völlig egal, ob sich auf diesem Weg hell gekleidete und mit optimaler Fahrradbeleuchtung bewegende Fahrradfahrer befanden. Sie scherten einfach aus und haben uns in Sekundenschnelle auf die Rechtsabbiegerspur gedrängt, auf der ebenfalls Autos mit einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern fuhren. Die angesprochenen Autofahrer reagierten eher abweisend und uneinsichtig. Sicheres Fahrradfahren stelle ich mir anders vor.

Meiner Meinung nach muss das gesamte Konzept überdacht werden. Die Politik sollte nicht von einem fairen und defensiven Verhalten im Straßenverkehr ausgehen. Ich mache verstärkt die Erfahrung, dass aggressives Verhalten nach dem Motto: „Ich bin der Stärkere“ sich mehr und mehr breit macht. Andreas Anderl

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Zum Kommentar von Nadine Gewehr „Paragraf 218 muss weg – Frauen verdienen Selbstbestimmung“:

Komplexes Thema. Die Komplexität, Emotionalität und Bedeutung des Themas erfordert und benötigt eigentlich mehr Raum, als kurze Statements in Form von Kommentaren und Leserbriefen dies ermöglichen. Dennoch möchte ich gerne einige wenige Gedanken beisteuern.

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1. Warum wird die Frage der Abtreibung im Strafgesetzbuch geregelt? Der Grund ist vermutlich, dass es hier um das höchste Gut geht: das menschliche Leben. Und der Schutz des Lebens steht nach dem Grundgesetz bereits dem ungeborenen Leben zu. Wo kann/sollte dieser Schutzgedanke (und Auftrag) sonst geregelt werden? 2. Die Zahl der Abtreibungen ist auch 2024 weiter gestiegen (auf 106.455). Was sind die Ursachen für die weiter steigenden Zahlen? 3. Besteht eine medizinische Unterversorgung?
In der Anhörung des Rechtsausschusses des 20. Bundestages Anfang dieses Jahres wurde ausgeführt, dass es eine bedarfsgerechte, gut erreichbare und sichere medizinische Versorgung in Deutschland gibt. 4. Erfolgt eine Kriminalisierung von Frauen? Für die letzten Jahre sind laut Internet-Recherche keine Informationen über Verfahren oder Verurteilungen bekannt. Die letzten Zahlen datieren aus 2021. Hier gab es 13 Verurteilungen, wovon neun Männer betrafen.

Die entscheidende Frage erscheint mir, wie wir auf das ungeborene Leben blicken. Wird es erst zum Menschen (und wenn ja, ab wann ist das ungeborene Leben dann Mensch?) oder ist es Mensch und Person von Anfang an? Des Weiteren, und hier stimme ich der Kommentatorin zu, müssen wir dafür sorgen, dass wir ein gesellschaftliches Klima und Umfeld erzeugen, in dem Kinder nicht zum (Armuts-)Risiko für Frauen und Eltern werden. Thomas Gäng

Zu: CDU verblüfft über die harten Töne aus der SPD

Bebauung der Sterkrader Zeche. Da muss man der CDU mal recht geben. Ohne euch, liebe SPD wären die Großprojekte gar nicht möglich gewesen. Und so stellt sich die SPD auch bei der Zeche Sterkrade mal wieder auf die Seite der „mächtigen“ RAG, Lobbyisten und Investoren. Wo ist denn die Partei der „kleinen“ Leute geblieben, die für ihre Bürger und Bürgerinnen kämpft? Die „Schwarze Heide“ und die „Weierheide“ brauchen nicht noch mehr Straßen, Gewerbe, Autos und Einwohner. Die Bewohner und Bewohnerinnen benötigen Naherholungsflächen zum Luft holen, aber nicht auf den Ausgleichsflächen in Hünxe.

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Nur ein kleiner Teil der Bebauung wird sozialer, also bezahlbarer Wohnraum sein (dabei dann eher kleinere Wohnungen unter 50 Quadratmeter). Doch wer will auf Grundstücke bauen, die immer noch unter Kontaminationsverdacht stehen, nahe der Betuwe-Linie und der Werksbahn der Ruhrchemie, die sicher nicht nur Milch in ihren Waggons befördert? Wer sich diese teuren Wohnungen leisten kann, baut und mietet doch lieber woanders, z.B. an der Sechs-Seen-Platte in Wedau. Schleppend vermietete Neubauten, die aber durch Lage und Preis nicht attraktiv sind (zum Beispiel in Holten an der Bahnstraße) zeigen, dass das ganze Projekt ein Flop werden kann. Und dann, liebe SPD, habt ihr dies durch euer Votum mitzuverantworten! Andrea Hegermann

Zu: Finanzamt: Oberhausener kämpfen gegen diesen Steuerbescheid

So arbeiten Finanzämter nicht. Ohne den Wahrheitsgehalt des Artikels beurteilen zu können, folgende Anmerkungen: Ich betreue bei der Lohnsteuerhilfe IDL selbst über 1000 Mitglieder und glaube nach über 30 Jahren Berufserfahrung, dass kein Finanzamt nach Monaten grundlos einen geänderten Steuerbescheid verschickt und dabei niemals direkt eine Vollstreckung ankündigt. So arbeiten die Finanzämter in Deutschland nicht und von daher sind solch reißerische Artikel nicht angebracht, passen aber leider in die Welt der heutigen Berichterstattungen der Medien. Frank Kreuder

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Zu: Endlich frei? Oberhausen hofft auf einzigartigen Geldregen

Altschulden und kein Ende. Nun freut man sich bei der Stadt, dass es vielleicht einen Geldregen gibt. Und dann? Außer der Erwartung, dass fremde Mächte die eigenen Schulden begleichen ist noch nicht viel von Veränderung zu sehen. Geht es danach „weiter so“? Oder will man vielleicht mal sehen, wo man verschlanken und Geldverschwendung eindämmen kann? Bußgelder sollen erhöht werden, aber wenn ich dann schaue wie viele E-Ladesäulen zugeparkt sind, wo anscheinend niemand kontrolliert, dann frage ich mich, was eine Bußgelderhöhung bringen soll. Alles nicht ausgegoren und anscheinend von Aktionismus geprägt. Da muss mal einiges auf den Prüfstand. Hier meine ich übrigens nicht den Oberbürgermeister! Hans-Jürgen Pelzers

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Zu: Stadt erhöht Bußgelder und zum Artikel „Linke kritisiert: Stadt will Bußgeld von planschenden Kindern verlangen“

Volle Altpapier-Container. Der Wettlauf um eine saubere Stadt und gebührliches Verhalten in der Öffentlichkeit ist ein Kampf gegen Windmühlen. Am 1. April mittags wollte ich wieder einmal Verpackungsmaterial in den Containern am Marienfriedhof loswerden. Die Container waren prallgefüllt und die gleiche Menge Abfall befand sich davor. Ich habe auf eine weitere Rundfahrt durch Oberhausen verzichtet, jetzt räume ich mein Auto wieder aus und lagere die Pappe in unserem Keller, da wir beim nächsten Einkauf den Kofferraum benötigen. Ob eine Personalaufstockung und höhere Strafgebühren eine Wende herbeiführen? Ich glaube nicht daran, eher werden die Repressalien gegen die Ordnungskräfte zunehmen und die Eintreibung verhängter Strafgebühren wird sicherlich nicht reibungslos erfolgen. Norbert Heyer

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Lieber überdenken. Dass Kinder wie eh und je an dem Schwanenbrunnen weiter planschen dürfen, ist die richtige Entscheidung. Warum Linken-Ratsfraktionschef Herr Karacelik sich über die höheren Strafen des neuen Bußgeldkatalogs aufregt, das sollte er mal überdenken. Nicht nur er, sondern auch die AfD und FDP! An den Container-Standorten sehe ich laufend Menschen, die dort alles vermüllen. Es wird Zeit, dass unsere Stadt mit mehr Ordnungskräften aufgestockt wird. Es ist zu hoffen, dass man mehr Ordnungshüter als bisher an Brennpunkten, wie beispielsweise am Oberhausener Hauptbahnhof und am Sterkrader Bahnhof sehen wird. Gaby Janßen

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Im Zweifel wird kriminalisiert. Wenn ein Bußgeldkatalog interpretierbar ist, möchte ich nicht derjenige sein, der diese Vorschriften vor Ort anwenden muss. Das hat jeder Hundebesitzer gemerkt, als die Anleinpflicht eingeführt wurde. Damals musste man erst herausfinden, was überhaupt als „Stadtgebiet“ und „parkähnliche Anlage“ gilt. Grundsätzlich hat Strafe zahlen aber nichts oder nur sehr wenig mit Einsichten oder Lösungen zu tun. Im Zweifel werden so Leute nur kriminalisiert. Harald Traud

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Zu: Stadt befragt Bürger zur Mobilität.

Zu viele Staus im Stadtgebiet. Warum schauen sich die Verantwortlichen der Stadt nicht einfach mal um? Es wurden ja bereits massig Fahrradstreifen eingeführt. Wenn man sich die Auswirkungen anschaut, erkennt man schnell, was da falsch läuft. Am Bero-Zentrum habe ich vor den Veränderungen niemals Staus gesehen. Seit der Erneuerung mit riesigen Radwegen und weniger Fahrspuren für den Autoverkehr geht es geballt zu. Stau ist dort nun Normalzustand. Radfahrer sehe ich dort allerdings nur vereinzelt. Diesen Unsinn sollte man erst einmal zurückbauen. Und dann muss mit gesundem Menschenverstand geplant werden. Ich finde beispielsweise die Trennung von Fahrrad- und Autoverkehr durch Hochbordradwege sicherer. Hans-Jürgen Pelzers

Zu: Bebauung Zeche Sterkrade - Finanz-Poker um Zeche Sterkrade: Wer zahlt für neue Brücke?

Versammeln statt Versiegeln! Die Bebauungspläne passen leider in die Zeit, rund um den Globus steigt die Ignoranz beim Thema Klimawandel. Dabei leiden schon heute Menschen an den Folgen des Klimawandels, verlieren ihre Lebensgrundlagen und müssen bald ihre Heimat verlassen, weil ihr Land absäuft. Was dringend nötig wäre, ist ein wirkliches Umsteuern. Und hier kommt die Zeche Sterkrade ins Spiel. Es müssen dringend mehr Flächen in unserer Kommune entsiegelt werden - statt immer größere zu versiegeln! Es ist geboten, in den Stadtteilen möglichst naturnahe Ruheräume für Mensch und Natur zu schaffen. Das wäre gleichzeitig für die Bürger/innen ein Ort der Begegnung und des Austausches. Ein Ort, der die Menschen zusammenbringen soll, statt der heute üblichen Ab- und Ausgrenzung. Versammeln statt Versiegeln! Herbert Schwanke

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Zu: CDU will AfD-Wähler zurückholen

Vorurteile werden verstärkt. Im Bericht wird der Vorsitzende des CDU-Landesfachausschusses Vielfalt und Integration, Saadetin Tüzün, wie folgt zitiert: „Wer zum Beispiel in Osterfeld wohnt, wie es auch sozial starke Türken tun, will auch nicht, dass so viele sozial schwache Neu-Zuwanderer in den Stadtteil kommen.“ Ich reibe mir die Augen und stelle fest, dass da jemand, der einem überregionalen Ausschuss für Vielfalt und Integration vorsitzt, mit Begriffen aus der Mottenkiste gesellschaftlicher Spaltung ( „sozial starke Etablierte“, „sozial Schwache Neuankömmlinge“) hantiert. So werden Vorurteile und Abneigung verstärkt, statt abgebaut. Christian Hertwig

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Zu: Zebrastreifen in der Innenstadt jetzt ganz aus Stein

Schwer verständlich. Als normaler Bürger ist es schwer zu verstehen, dass die seit Jahrzehnten genutzte Zebrastreifen-Markierungstechnologie durch eine schon aus Altrömerzeit bekannte ersetzt wurde. Ist das ein Fortschritt oder blanke Verschwendung? Werden demnächst auch bei allen anderen Straßen Markierungen in „Steine gemeißelt“? Kein Wunder, dass unsere Stadt in Baustellenflut versinkt. Mirko Milazar

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Zu: Schlechte Aussichten - Schulklassen werden noch voller

Die Stadt Oberhausen muss die Schulklassen noch voller mit Schülerinnen und Schüler machen. Das empört einen Leser ganz besonders.
Die Stadt Oberhausen muss die Schulklassen noch voller mit Schülerinnen und Schüler machen. Das empört einen Leser ganz besonders.© dpa | Daniel Karmann

Situation in den Schulen. Es ist und bleibt für mich seit meiner Schulzeit (Entlassjahrgang 1974) ein Armutszeugnis, wie wir mit a) Humankapital und b) mit jungen Menschen umgehen. Alle wissen eigentlich, wie es anders gehen könnte, doch keiner macht wirklich etwas dagegen. Harald Traud

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Zu: Rätselraten um Pläne für neues Einkaufszentrum in Alstaden

Nicht nachvollziehbar. Ich kann die Pläne nicht nachvollziehen. Denn: Die Lebensmittelgeschäfte Netto, Aldi und Lidl sind in der Nähe. Oder ist bis heute jemand in Alstaden verhungert? Es wird doch reine Wettbewerbsverdrängung stattfinden - und niemand erzielt seine geplanten Umsatzzahlen. Klaus Krause

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Zu:  Kampfansage: SPD-Kandidat Berg fordert OB Schranz heraus:

Bürgermeisterkandidat SPD
Sparkassen-Filialleiter Thorsten Berg tritt für die SPD Oberhausen bei der Kommunalwahl 2025 als Oberbürgermeister-Kandidat an - zum zweiten Mal.  Bei der letzten OB-Wahl 2020 verlor er die Stichwahl gegen Amtsinhaber Daniel Schranz (CDU) mit 38 zu 62 Prozent.© FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Kandidatur macht fassungslos: „Da ist er wieder, der Oberbürgermeister-Kandidat der SPD von 2020. Nach dem ,Achtungserfolg‘ von 2020 sollte er künftig stärker in die Kommunalpolitik eingebunden werden. Daraus wurde offensichtlich nichts. Im Gegenteil ist Herr Berg in einen kommunalen Tiefschlaf versunken, sodass irgendwelche Aktivitäten auf kommunaler Ebene von den Bürgern nicht wahrgenommen werden konnten. Ist bei der SPD ,Untätigkeit‘ eine bessere Voraussetzung für eine Kandidatur als eine befürchtete ,Unfähigkeit‘?

Mich macht die erneute Kandidatur fassungslos, da Herr Berg von 2020 bis heute keine Argumente für seine Wahl zum Oberbürgermeister geliefert hat. Stattdessen ist er aus dem politischen Koma erwacht und produziert sofort Sprechblasen und Wahlversprechen wie am Fließband. So ist ihm offensichtlich entgangen, dass die Ampelkoalition an ihren Wahlversprechen (beispielsweise Wohnungsneubau von 400.000 pro Jahr) vorzeitig und kläglich gescheitert ist.

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Auch die Liste seiner zur Chefsache erklärten Wahlversprechen für unsere Stadt hat mit einer realistischen Einschätzung kommunaler Probleme (nicht nur Oberhausen) wenig zu tun. Da bleibt nur die sarkastische Feststellung: Der Berg hat gebebt und nur eine Staubwolke erzeugt, die den Bürgern bis zum Wahltag hoffentlich nicht den politischen Sachverstand vernebelt.“ Wolfgang Fenker

SPD wählt Thorsten Berg zum OB-Kandidaten. Herr Berg ist in der Vergangenheit durch keinerlei positive Beteiligung an der Stadtpolitik aufgefallen und jetzt hält er dem Oberbürgermeister Versäumnisse und falsche Politik vor. Ich weiß nicht, ob Herrn Berg das viele Positive wie Neuansiedlung von Unternehmen, Schaffen von Arbeitsplätzen und vieles mehr entgangen ist. Falsche Politik aus Berlin kann man Daniel Schranz nicht anlasten. Vielleicht macht er zu wenig Gebrauch davon, seine gute Arbeit öffentlich herauszustellen. Ich kann unserem jetzigen Oberbürgermeister nur mehr positive Selbstdarstellung wünschen. Damit kann er auch Andersdenkende überzeugen. Rolf Schymura

Der Berg kreißte. Zurzeit haben wir schon einen sehr frühen Kommunalwahlkampf mit all seinen unrühmlichen Facetten. Jeden Tag neue Schuldzuweisungen über versäumte Investitionen - und was angeblich unter dem jetzigen Oberbürgermeister alles falsch läuft: ob Umweltplanung, Erschließung von Neubaugebieten, Verkehrsführung, Neubau von Radwegen, Gewerbeflächenvergeudung und Zögerung bei der Umsetzung von Ratsentschlüssen. Durch die Zergliederung der einzelnen städtischen Eigenbetriebe und Ämter ist es nicht einfacher geworden, definierte Ziele umzusetzen. Planung, Durchführung sowie Bauaufsicht bei den diversen Objekten geschieht durch die GmbHs und ist nicht preiswerter, sondern auch zeitintensiver, da Mehrwertsteuer sowie Kosten für externe Planungsbüros die Erstellung von Objekten verteuern und verzögern. Ich hoffe nach der Kommunalwahl und der OB-Wahl wird sich dieses Sprichwort bewahrheiten: „Der Berg kreißte und gebar eine Maus.“ Fred Schröder

Zu: „Gefahrenpotenzial“: Oldtimer-Treff und Ostermarkt abgesagt

Armes Deutschland: „Na, da haben es die extremistischen Gefährder ja geschafft. Jetzt brauchen sie nicht einmal mehr Anschläge zu verüben, denn unser Leben wird ihren bereits ohne dies unterworfen. Welch ein Wahnsinn! Wir knicken vor denen ein, die uns verachten, anstatt denen die Stirn zu bieten und denen gegenüber Recht durchzusetzen.

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Das ist nun das Resultat aus verklärter Gutmenschenpolitik der Grünen und der SPD, die solche Wahrheiten nie wahrhaben wollten. Armes Deutschland, wie weit ist es schon gekommen. Und Wasser auf die Mühlen der Rattenfänger aus der AfD ist es gleich auch noch. Schade!“ Hans-Jürgen Pelzers

Zu: Stadt erhöht Strafen für ignorante Hundebesitzer deutlich

Tauben sind in Oberhausen Stadtzentren ein Dauer-Thema. (Archivbild)
Tauben sind in Oberhausen Stadtzentren ein Dauer-Thema. (Archivbild)© FUNKE Foto Services | Fabian Strauch

Grundgedanke richtig - Taubenhaus besser: „In Ihrem Bericht über die Erhöhung des Buß- und Verwarngeldes wird auch das Verbot des Taubenfütterns angesprochen. Hintergrund dieser Maßnahme ist sicherlich die Verringerung der Verunreinigung von öffentlichen Plätzen und Gebäuden durch den Taubenkot. Durch das Fütterungsverbot soll die Population und dadurch die kostenintensive Reinigung dezimiert werden.

Der Grundgedanke, die Population zu verringern, ist gut und richtig, das Fütterungsverbot ist aber grundsätzlich Tierquälerei. Ich erinnere mich an eine Begebenheit im Winter vor zwei Jahren, als ein Tierbedarfsladen am Sterkrader Tor draußen vor dem Geschäft Säcke mit Winterfutter zum Verkauf anboten. Halb verhungerte Tauben versuchten verzweifelt die Säcke anzupicken, um so an Nahrung zu gelangen. Kein schöner Anblick für einen Tierfreund.

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Viel besser wäre es, einen Teil des Geldes, das jetzt zur Entfernung der Hinterlassenschaften benötigt wird, in Taubenhäuser zu investieren, in denen die Tauben regelmäßig artgerechtes Futter erhalten und ihnen Nistmöglichkeiten angeboten werden. Die Eier werden dort durch Gipseier ausgetauscht, sodass eine Vermehrung weitestgehend ausgeschlossen ist. Durch das artgerechte Futter verfestigt sich der Taubenkot und ist weit weniger ätzend, was in der Folge zur Verringerung der Reinigungskosten an Plätzen und Gebäuden führt.

Der Betrieb der Taubenhäuser könnte sicherlich durch ehrenamtliche Helfer sichergestellt werden, sodass keine weiteren Personalkosten entstehen würden. Es wäre eine langfristige Maßnahme, das derzeitige Elend der Stadttauben zu verringern und somit eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.“ Anke Kelschenbach

Zu: Oberhausen schießt gegen E-Mobilität: Gratis-Parken endet

Stadt verschwendet Geld: „Die Behörden in Oberhausen brauchen mehr Geld. Und es wird sogar noch mehr Behörde geschaffen, obwohl unsere Stadt chronisch pleite ist. Die Überschrift ist falsch und irreführend. Die eigentliche Nachricht ist, dass die Stadt mehr Geld verschwendet und dafür Gebühren erhöht. Vom Sparen und von einem sinnvollen Umgang mit unseren Steuer- und Gebührengeldern ist man nach wie vor weit entfernt.

Gut, dass es keinen Schuldenschnitt für Kommunen gibt, sonst würde womöglich noch mehr verschwendet. Übrigens: Statt Parkgebühren zu erheben/zu erhöhen, könnte man auch einfach mal an der E-Ladesäulen mehr kontrollieren. Da sind sehr häufig alle möglichen Fahrzeuge geparkt – das gäbe pro Fall 55 Euro Ordnungsgeld! Da käme auch eine ganze Menge zusammen.“ Hans-Jürgen Pelzers

Oberhausen: Schlechte Zeugnisse für Bahnhöfe - das sagen Leser

Zu: „Nicht tolerierbar“: Bahnhöfe in Oberhausen fallen durch

Bahnhof Sterkrade
Der Bahnhof in Sterkrade hat einen schlechten Ruf. © FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Kann ich nicht viel mit anfangen: „Was für eine fundierte Bewertung ist das denn! Da werden bunte Punkte für Zustände, Eindrücke vergeben und diese ergeben einen anderen bunten Punkt. Damit kann ich als Bürger nicht viel anfangen. Ich fühle mich zwischen nicht-funktionieren, kaputt, dreckig, vergammelt und nicht-fahrgastfreundlich nicht dazu aufgerufen, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Ja, ich fühle mich eher dazu aufgerufen, diesen zu meiden.

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Und wenn ich diesen Zustand mit den Zielen der Standards, mit den Wünschen von Nutzern übereinbringen soll, habe ich ein Problem. Es gibt Verantwortung, aber auch Ziele. Nur: Jetzt schon zu hören, warum etwas nicht geht oder gehen soll, hat etwas mit dem Wollen und vielleicht mit der Kompetenz und/oder mit der Ausgestaltung der Verantwortung zu tun. Ich kann es nicht wirklich zuordnen - wie bunte Punkte.“ Harald Traud

Stadtreinigung hat keine Chance: „Bahnhöfe sind immer mehr zu Orten geworden, an denen man sich nicht länger aufhält, als unbedingt notwendig. Je später man am Abend einen der Bahnhöfe von Oberhausen aufsuchen muss, desto unwohler fühlt man sich. Die Polizei frequentiert zwar häufig, kann aber auch nicht jeden Vorfall verhindern.

Der schlimmste Bahnhof in Sterkrade wird jetzt erst 2032 saniert - oder wird das jüngst beschlossene Sondervermögen einen früheren Termin ermöglichen? Vor einigen Tagen am Hauptbahnhof Oberhausen sah es so aus, wie auf dem Foto dokumentiert: Überall Papier, Zigarettenkippen, zerschlagene Glasflaschen und Graffiti - kurz ein Ort, den man möglichst schnell wieder verlassen will. Die Stadtreinigung ist hier häufiger als anderswo unterwegs; sie hat aber keine Chance, die Situation in den Griff zu bekommen.“ Norbert Heyer

Hauptbahnhof Oberhausen
Leser Norbert Heyer fotografierte diesen überfüllten Mülleimer am Oberhausener Hauptbahnhof.© Norbert Heyer | Norbert Heyer

Oberhausen: Baum angebohrt - Leser fassungslos

Zu: Vandalismus in Oberhausen: Unbekannte bohren wieder Baum an

Erschütternd: „Im Artikel wird nicht deutlich, dass dieser aktuelle Frevel an Bäumen auf der Hamburger Straße nach 2022 und 2024 bereits für diese Straße die dritte Attacke bedeutet. Es ist erschütternd!“ Rolf Miltz

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