Im Grugapark läuft an diesem Wochenende (24./25. Februar) zum letzten Mal in diesem Jahr das Parkleuchten: 1300 LED-Scheinwerfer sind im Einsatz, 20 Kilometer Kabel wurden im Vorfeld verlegt. Und mitten im Winter locken in der Gruga jetzt leuchtende Tulpenfelder, und an den Bäumen baumeln dicke Kirschen.
Das triste Regenwetter hat in den vergangenen Wochen aber deutlich weniger Besucher angezogen als im Jahr zuvor. Aufgrund der Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor schweren Sturmböen musste das Parkleuchten am vergangenen Donnerstag (22. 2.) sogar gänzlich abgesagt werden. Nach Grugapark-Angaben wurden bislang 77.500 Tickets verkauft. Im Vorjahr fiel die Bilanz deutlich besser aus.
Mit 140.000 verkauften Tickets verzeichnete das Lichtkunstspektakel im vergangenen Jahr allerdings auch einen neuen Rekord. Traditionell sei zum Ende des Veranstaltungszeitraumes aber noch einmal mit einer starken Zunahme der Publikumsresonanz zu rechnen, heißt es seitens des Grugaparks. Und die Wetterprognose sieht für den Abend nicht allzu schlecht aus.
Wir zeigen im Folgenden viele Fotos und geben darunter alle Infos zum Parkleuchten 2024.
Parkleuchten im Grugapark in Essen: Wir zeigen viele Bilder
Parkleuchten im Grugapark: Vorab-Besuch
Parkleuchten 2024
Parkleuchten in Essen: Ein Blick in die Geschichte des Lichtkunstspekatakels
Klein hat das Parkleuchten mal angefangen. Mit „maximal einem Viertel“ der jetzigen Illuminationen ist das Parkleuchten gestartet, erinnert sich Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld, der das Lichtevent mit seinem Team von „World of Lights“ bespielt. Mittlerweile freuen sich die Besucher jedes Jahr auf neue spektakuläre Lichtobjekte und stimmungsvolle Projektionen. Wenn geheimnisvoll schillernde Mönche ihre gregorianischen Gesänge in verschwiegenen Park-Ecken anstimmten und leuchtende Giraffenherden den Weg der Fußgänger kreuzten, hat das immer Tausende in den Park gezogen. Ein Publikumsmagnet, der jedes Jahr aufs Neue getoppt werden will.

Wolfgang Flammersfeld ist da ganz entspannt. 28 neue Lichtkunstwerke und zehn Projektionen sind bei der 14. Auflage des beliebten Grugapark-Events dabei. Angeknipst werden sie in diesem Jahr erstmals komplett durch neue Zeitschaltuhren, die natürlich auch ein Beitrag zum Energiesparen sind. Ein Thema, mit dem sich das Parkleuchten-Team seit der Energiekrise im vergangenen Jahr immer stärker beschäftigt. Auch wenn so ein abendliches Lichtspektakel im Park längst nicht so stromfressend ist wie manch anderes Freizeitvergnügen. Der Flutlicht-Einsatz eines Fußballstadions beispielsweise verbrauche an einem Abend mehr Energie „als wir über die gesamte Zeit“, erklärt Flammersfeld.

Bis zum 25. Februar ist der Park ein „Place to be“ für alle, die abends noch mal vor die Tür wollen und sich dabei auch gerne mal eine kalte Nase holen. Zu staunen gibt es dabei auch in diesem Jahr wieder viel. Eine farbige Pyramidenlandschaft ist das Highlight. Und dann sind da noch die leuchtenden Würfel, die sogar Klassik spielen können. Beethovens weltbekanntes Klavierstück „Für Elise“ gibt den Leuchttakt vorn.

Ein Treffpunkt für alle Valentinstag-Paare in diesem Jahr: die Herzchenallee. Während ausrangierte Disco-Kugeln nun wie silbrige Planeten an Mondsicheln hängen und bunt-schillernde Quallen sich in die Baumkronen verirrt haben. Der Gesamteindruck in diesem Jahr: mehr Atmosphäre, weniger Spektakel. „Viele kleine Effekte“ habe man eingebaut, sagt auch Flammersfeld.
Parkleuchten in Essen: Das sind die Bilder aus dem Grugapark
Der Mann ist schließlich ein Profi in Sachen Lichtkunst. Angefangen hat alles 2006 im Dortmunder Westfalenpark, der Maximilianpark in Hamm folgte und dann auch gleich die Gruga. Das Parkleuchten in Essen sei mittlerweile die „publikumsstärkste Veranstaltung, die wir haben“, sagt der 71-Jährige und kennt den Grund: „Der Park wird gut angenommen und alle ziehen mit.“ Für viele Besucher sei ein abendlicher Spaziergang durch die beleuchtete Gruga mittlerweile fast eine Selbstverständlichkeit: „Da geht man einfach hin.“
Und so werden sie an guten Tagen wohl auch in diesem Jahr wieder Schlange stehen vor den Kassen, obwohl sich die Situation durch den Verkauf von Online-Tickets mittlerweile verbessert hat. Die Möglichkeit wurde im vergangenen Jahr eingeführt. Der Erfolg war sichtbar: Rund 140.000 verkaufte Tickets sorgten am Ende für einen Besucherrekord. „Da werden wir vielleicht auch diesmal wieder drankommen“, vermutet Flammersfeld, der seine Unternehmen „World of Lights“ mittlerweile verkauft hat, aber als künstlerischer Leiter immer noch für all die Leuchtsternstunden verantwortlich ist.

Auch wenn die Eintrittspreise in diesem Jahr aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen angehoben werden. Im Vergleich zu anderen Lichtkunstevents im Ruhrgebiet, die zum Teil mehr als das Doppelte verlangen, sei der Eintritt fürs Parkleuchten allerdings immer noch „extrem günstig“, findet Flammersfeld. Erwachsene zahlen nun neun Euro Eintritt, Kinder (6 bis 15 Jahren) 3,50 Euro. Im Vorjahr waren es noch sieben Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. Mit der Grugapark-Jahreskarte gibt es freien Eintritt. Der kostenfreie Abendzugang entfällt während des gesamten Parkleuchtens.
Mehr Infos zum Parkleuchten
Der Zugang zum Parkleuchten ist ab 16 Uhr über den Haupteingang und die Eingänge Orangerie, Lührmannstraße und Mustergärten möglich. Die Kasse am Eingang Grugabad ist aufgrund der dortigen Umbaumaßnahmen komplett gesperrt und wird voraussichtlich erst Ende März wieder geöffnet sein.
Online-Tickets können vorab gebucht werden. Diese Tageskarte ist nicht an ein bestimmtes Datum gebunden, sondern kann einmalig im Veranstaltungszeitraum eingelöst werden und ermöglicht einen schnelleren Zugang in den Park. Tickets unter https://pretix.eu/grugapark/.
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