Beginnend mit Herbst 2024 kommen auf viele Essener in ihrem Wohnumfeld oder als Verkehrsteilnehmer gravierende Straßenumbauten zu. Das beschloss der Ausschuss für Verkehr und Mobilität in seiner jüngsten Sitzung. Bei den Baustellen handelt es sich um Sanierungen von Hauptverkehrsstraßen, die teils auch mit Umbauten des Straßenraums verbunden sind. Im Einzelnen geht es um folgendes:
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Die Katzenbruchstraße im Nordviertel soll im Abschnitt zwischen der Karolingerstraße und der Altenessener Straße grundlegend erneuert werden. Hierbei ist vorgesehen, lärmoptimierten Asphalt einzubauen, um den Wohnhäusern an der Straße mehr Lärmschutz zu bieten. Im Rahmen der geplanten Sanierung ist nach Angaben der Stadt außerdem vorgesehen, die Straßenabläufe sowie die Entwässerungsleitungen und Rinnen zu sanieren und die Querungen für Fußgänger barrierefrei umzubauen. Auch sollen die Längsparkstreifen saniert werden. Voraussichtliche Baukosten: rund 1,1 Millionen Euro, als Bauzeit gibt die Stadt zweieinhalb Monate an.
Lärmschutz steht im Mittelpunkt der Straßensanierungen
Im Bereich zwischen Stoppenberger Straße und Karolingerstraße soll die Katzenbruchstraße ebenfalls saniert werden. Auch hier geht es um lärmoptimierten Asphalt und schadhafte Straßenabläufe, Entwässerungsleitungen und Rinnen sowie barrierefreie Querungen für Fußgänger. Die Stadt rechnen mit Baukosten von rund 2,3 Millionen Euro und einer Bauzeit von vier Monaten. Erneuert werden mit den gleichen baulichen Details soll ferner die Stoppenberger Straße im Bereich zwischen Herzogstraße und Essener Straße, die ebenfalls im Nordviertel liegt. Hier werden 1,6 Millionen Euro ausgegeben, rund drei Monate Bauzeit ist veranschlagt.
In Bredeney wird die Zeunerstraße von Bredeneyer Kreuz bis Walter-Sachsse-Weg in beiden Fahrtrichtungen zur Baustelle. Gleiches gilt für die kurze Straße Bredeneyer Kreuz zwischen Bredeneyer Straße und Zeunerstraße. Auch auf dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung sollen neben anderen grundsätzlichen Sanierungen die Anlieger mit Flüsterasphalt geschützt werden. Die Stadt will außerdem die Haltestellen „Bredeney“ und „Bredeneyer Kreuz“ barrierefrei ausbauen. Fast ein Jahr wird die Baustelle in Anspruch nehmen, 5,7 Millionen Euro soll sie kosten.
Vor Beginn der jeweiligen Bauarbeiten sollen die Bürger über die Verkehrseinschränkungen informiert werden.
Beschlossen wurde auch die Grundsatzplanung zur Umgestaltung der Steeler Straße im zentralen Bereich zwischen der Huttropstraße in Huttrop und der Kurfürstenstraße im Südostviertel.
An der Steeler Straße plant die Stadt eine komplette Neuverteilung des Straßenraums
Der Abschnitt der Steeler Straße ist rund 500 Meter lang und durch geschlossene Bebauung sowie zahlreiche Geschäfte geprägt und weist eine Fahrbahnbreite zwischen 11 und 12,5 Metern auf. Die Breite der Gehwege variiert zwischen zwei und fünf Metern. In etwa der Mitte des Straßenabschnitts befindet sich die Haltestelle „Wörthstraße“, das Ein- und Aussteigen erfolgt derzeit auf der Fahrbahn der Steeler Straße.
Im Kern der Umgestaltung steht die Reduzierung der Fahrbahnbreite auf einheitlich sieben Meter, profitieren sollen davon die Fußgänger. Um das Überqueren der Straße zu erleichtern, soll es künftig sechs Überwege mit Ampeln geben. Da die Steeler Straße nicht Teil des Radhauptnetzes ist, sind laut Stadt keine separaten Radwege vorgesehen.
Zahl der Parkplätze soll von 80 auf 40 halbiert werden
Stark verändern werden sich die Haltestellen für die Straßenbahn. Die geplanten Bahnsteige werden versetzt gebaut und künftig barrierefreien Ein- und Ausstieg gewährleisten. Ferner gibt es Wetterschutzeinrichtungen, Sitzgelegenheiten, Fahrkartenautomaten und Tafeln mit Fahrgastinformationen. Zu den Verlierern der Neuordnung zählt der Autoverkehr. Auf den 500 Metern bleiben auf beiden Straßenseiten zusammengenommen von jetzt rund 80 Stellplätzen noch 40 übrig, drei davon für E-Autos.
Mit dem gefassten Beschluss wird die Stadtverwaltung ermächtigt, die Planung bir zur Baureife voranzubringen. Im Anschluss soll dann über den Baubeginn und die Kosten entschieden werden. Die Kostenschätzungen für den Straßenbau (städtischer Anteil) belaufen sich derzeit auf rund drei Millionen Euro aus. Die Kosten für den Anteil der Ruhrbahn GmbH für den barrierefreien Ausbau der Haltestellen, die Erneuerung der Gleise und sonstiger technischer Ausstattungen wird auf rund 3,2 Millionen Euro geschätzt.
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