Der Abriss der maroden Flüchtlingsunterkünfte an der Straße Auf‘m Bögel in Essen-Haarzopf lässt seit Jahren auf sich warten. Nun hat der Bürgerverein Essen-Haarzopf/Fulerum laut Vorstandsmitglied Wolfgang Krämer von der Stadt die Genehmigung bekommen, die Wände der unteren Etagen in der Straße „Auf‘m Bögel“ farbig zu gestalten.

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Nach jahrelangem Leerstand der Häuser und ihrem zunehmenden Verfall können die Haarzopfer, Familien, Kinder und Jugendliche dort nun kreativ tätig werden, freut sich Wolfgang Krämer. Seit Jahren ärgern sich viele Bürger über die Gebäude am Rande des Bürgerparks, die längst nicht mehr genutzt werden und immer wieder auch ungebetene Gäste anlocken, wie Müll, Graffiti und verbrannte Rasenstücke vermuten lassen.
Die Flüchtlingshäuser sollen abgerissen werden, wann die Bagger kommen, steht aber noch nicht fest, denn auch die Planungen für ein dort geplantes Neubauvorhaben sind ins Stocken geraten. Nur ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderung hat das Integrationsmodell in der Straße bereits realisiert.
„Das Resultat der Bemalung wird fotografisch festgehalten und kommt vielleicht sogar in einen Kalender für das Jahr 2026“, so Krämer. Je nach Anmeldezahlen würde die Häuserzeile in Abschnitte aufgeteilt. Nicht erlaubt seien Tags und Parolen, es dürften nur vorgegebene Farben verwendet werden, Pinsel und Farbe stelle der Bürgerverein. Der Start der Aktion ist am Samstag vor den Osterferien, also am 12. April. Während der Osterferien kann dann täglich gemalt werden.
Bürgerverein Haarzopf-Fulerum plant Rundgang durch Altendorf
In Haarzopf tut sich in den nächsten Wochen noch mehr. So findet die von Wolfgang Krämer im vergangenen Herbst gestartete Aktion „Mit dem Bürgerverein Essen-Haarzopf/Fulerum kreuz und quer durch Essen“ ihre Fortsetzung.
Nachdem im vergangenen Jahr 26 Teilnehmer in Stoppenberg waren, geht es nun, auf Einladung des Bürgervereins Altendorf, mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern am Mittwoch, 26. März, 14 bis 17 Uhr, zu einem rund sechs Kilometer langen Rundgang durch diesen Stadtteil. Die Teilnehmer laufen etwa zwei Stunden lang von der Hirtsiefer Kolonie bis zum Niederfeldsee und zurück. In einer Gaststätte findet dann noch ein kurzer Gedankenaustausch statt.
Die Tour wird von einem Mitglied des Bürgervereins Altendorf und zum Teil auch von einem Mitarbeiter der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord begleitet. Treffpunkt ist vor der Gesamtschule Bockmühle an der Mercatorstraße, wo sich auch Parkplätze befinden. Für die Anreise können Fahrgemeinschaften gebildet werden.
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Gesucht werden auch noch Bürger, die Fotos für den Fotokalender 2026 mit 52 Wochenseiten zur Verfügung stellen können, den der Bürgerverein herausgeben will. Gern sehen sind Fotos mit wiedererkennbaren Gebäuden, Landmarken und Landschaften aus allen Jahreszeiten.
Essener Verein plant einen Fotokalender für 2026
Die Fotos sollten möglichst im Querformat 16 x 9, JPEG oder PNG, mindestens 300dpi, geschickt werden an fotokalenderhaarzopf@gmail.com . Die Teilnahmebedingungen und die Abtretungserklärung gibt es unter www.kalender 26.haarzopf-fulerum.de . Anmeldungen zum Rundgang durch Altendorf und zur Bemalung der ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte an Wolfgang Krämer, 0175-8209985 oder wk.essen@t-online.de .
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