In einem Wohngebiet in Essen-Katernberg sorgen zahlreiche politische Parolen mit Bezug zur verbotenen kurdischen Partei PKK für Unbehagen bei Anwohnern. So schildert es ein Bewohner, der anonym bleiben möchte.

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Demnach befinden sich auf Stromkästen, an einer Außenwand im Bereich eines Treppenaufgangs, an mehreren Hauswänden sowie im Bereich eines Hauseingangs bzw. eines Aufzugs Schriftzüge unter anderem mit dem Wortlaut „PKK“, „Free Abdullah Öcalan“, „Apo“. An einer Stelle seien die Graffiti über eine Strecke von 50 bis 60 Metern angebracht worden.
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Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) ist in Deutschland seit 1993 verboten und ist beim Bundesamt für Verfassungsschutz als verbotene Organisation im auslandsbezogenen Extremismus gelistet. Abdullah Öcalan, abgekürzt „Apo“, ist der Gründer der in vielen Ländern als Terrororganisation eingestuften PKK.
Anwohner beobachten Graffiti-Sprayer und übergeben Beweisfoto der Polizei
Die Graffiti, die sich unter anderem im Umfeld der geschlossenen Kirche an der Liboristraße, an der Grundstraße im Bereich der Treppe zum Radweg und in den Beisen im Bereich der Brücke befinden, wurden nach Einschätzung der Anwohner über mehrere Tage hinweg ergänzt. Nachbarn sollen eine Person beim Sprühen beobachtet und fotografiert haben; das Foto soll der Polizei übergeben worden sein.
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Der Anwohner äußert sich besorgt darüber, dass es zu politischen Spannungen im Wohnumfeld kommen könnte. Er glaube, dass es sich nicht um vereinzelte Schmierereien, sondern um eine „gezielte und über das gesamte Wohngebiet verteilte Aktion“ handele.
Die Polizei bestätigt auf Anfrage den Eingang entsprechender Strafanzeigen. Der Staatsschutz der Polizei Essen habe aufgrund des politischen Bezugs die Ermittlungen übernommen, bislang gebe es aber noch keine Hinweise auf Tatverdächtige. (gls)




