Ein seltenes Naturschauspiel kündigt sich für Sonntagabend, 7. September, an. Dann wird auch in Essen eine totale Mondfinsternis zu erleben sein. Dabei taucht der Mond in den Kernschatten der Erde ein und erscheint rötlich, weil die Erdatmosphäre das Sonnenlicht streut. „Das Besondere an dieser Mondfinsternis ist, dass der Mond kurz nach 20 Uhr bereits verdunkelt im Osten aufgeht und die Totalität eine knappe Stunde später endet“, erklärt Peter Gärtner, Pressesprecher der Walter-Hohmann-Sternwarte Essen.

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Der Mond steigt nur etwa acht Grad über den Horizont

In diesem Zeitraum steigt der Mond nur etwa acht Grad über den Horizont. Weil es auf dem Gelände der Essener Sternwarte dichten Baumbestand gibt, wird eine Beobachtung der totalen Mondfinsternis dort nicht möglich sein. „Wir empfehlen deshalb einen Standort mit freier Sicht auf den Osthorizont“, sagt Peter Gärtner. „Dabei kann es schon helfen, einen erhöhten Beobachtungsplatz aufzusuchen, etwa das eigene Dachfenster oder eine der zahlreichen Halden im Ruhrgebiet.“ In Essen eigneten sich dafür zum Beispiel die Schurenbachhalde in Altenessen-Nord sowie die Halde Eickwinkel auf der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen.

Wir empfehlen einen Standort mit freier Sicht auf den Osthorizont.

Peter Gärtner
Peter Gärtner,, Sprecher der Walter-Hohmann-Sternwarte Essen

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In Essen lässt sich die totale Mondfinsternis auf der Schurenbachhalde sehr gut betrachten, rät der Astronomie-Experte Peter Gärtner.
In Essen lässt sich die totale Mondfinsternis auf der Schurenbachhalde sehr gut betrachten, rät der Astronomie-Experte Peter Gärtner.© FUNKE Foto Services | Kerstin Kokoska

Peter Gärtner erläutert weiterhin: „Weil es zum Mondaufgang noch nicht richtig dunkel ist, kann das Auffinden des rötlich verfärbten Mondes im Dämmerlicht und im Horizontdunst erschwert sein. Ein Fernglas leistet dann gute Dienste.“ Schutzbrillen wie bei einer Sonnenfinsternis seien selbstverständlich nicht nötig. Sollte es diesmal unter anderem auch wegen des Wetters nicht mit der Beobachtung dieses besonderen Vollmond-Phänomens klappen: Im Dezember 2028 gibt es die nächste Mondfinsternis über Essen zu sehen, der im Jahr darauf gleich zwei weitere folgen.

Vortragsprogramm für Jung und Alt im zweiten Halbjahr

Wer sich im Übrigen für weitere Astronomie-Themen interessiert, ist in der Walter-Hohmann-Sternwarte stets willkommen. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule (VHS) Essen bietet die Sternwarte auch im zweiten Halbjahr 2025 wieder ein umfangreiches Vortragsprogramm an.

Die Ehrenamtler Peter Gärtner (l.) und Volker Wickert führen gern die Funktionsweise der Teleskope in der Sternwarte vor.
Die Ehrenamtler Peter Gärtner (l.) und Volker Wickert führen gern die Funktionsweise der Teleskope in der Sternwarte vor.© FUNKE Foto Services | Uwe Ernst

Das von Koordinatorin Alexandra zusammengestellte Programm beinhaltet insgesamt 18 Vorträge, darunter vier Vorträge speziell für Kinder und Jugendliche sowie einen vierteiligen Workshop zum Einstieg in die Astronomie. Es kommen interessierte Einsteiger genauso auf ihre Kosten wie erfahrene Amateurastronomen.

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Die Veranstaltungen finden in der Regel mittwochs und freitags um 20 Uhr in den Räumen der Sternwarte in Essen-Schuir, Wallneyer Straße 159, statt. Mit Ausnahme der Kinder- und Jugendvorträge (Beginn 17 bzw. 19 Uhr) ist eine Anmeldung nicht notwendig. Wer dennoch auf Nummer sicher gehen will, reserviert sich einen der 15 festen Plätze, weitere 25 Plätze stehen zur freien Verfügung. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei.

Weitere Details zum Vortragsprogramm Herbst 2025 unter www.sternwarte-essen.de.