Macht Uber die Taxi-Branche kaputt? Die Vermittlungs-Plattform, in deren Auftrag derzeit rund 80 Mietwagen-Firmen in Essen ihre Autos durchs Stadtgebiet schicken, steht in der Kritik. Nach mehrfachen Protesten der Taxi-Branche will die Verwaltung einen Mindesttarif für Mietwagen-Fahrten festlegen, die durch Plattformen wie Uber zustande kommen.
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Essen geht dabei nach dem Vorbild anderer Kommunen vor, die teilweise schon festgelegt haben: Uber-Fahrten dürfen maximal knapp drei Prozent günstiger sein als reguläre Taxi-Fahrten. Auch die Höhe der Taxi-Fahrten werden von den Kommunen festgelegt. Derzeit sind Uber-Fahrten im Schnitt fast 40 Prozent billiger als Taxi-Fahrten. Entsprechend beliebt ist Uber mittlerweile; vor allem junge Leute nutzen die Vermittlungs-App regelmäßig, um vergleichsweise günstig durch die Gegend gefahren zu werden.
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Demonstrationszug führt an Parteizentralen der CDU und Grünen entlang
Jetzt schaltet sich in Essen erstmals der Bundesverband „Wir fahren“ ein, der sich als Stimme der Mietwagenfirmen versteht, die im Auftrag von Uber und anderen Plattformen unterwegs sind. „Im Schnitt betreibt eine Mietwagenfirma etwa fünf Fahrzeuge, die meisten haben Uber-Werbung an den Scheiben kleben“, erklärt Max Zombek, Sprecher von „Wir fahren“.
Am Donnerstag, 4. September, werden rund 150 Fahrzeuge eine Demonstrationsfahrt durch Essen unternehmen, kündigt Zombek an; los geht es um 11.55 Uhr am Grugaplatz, dann gehe die Route durch die Innenstadt und fahre vorbei an den Parteizentralen von CDU und Grünen.

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Die Grünen und die CDU im Rat planen derzeit die Mindesttarife für Fahrten von Uber und anderen. Auch andere Parteien fordern den Mindesttarif. Die CDU-Zentrale sitzt im Nordviertel an der Blücherstraße, die Grünen haben ihr Parteibüro am Kopstadtplatz. Eine Abschlusskundgebung ist für 13 Uhr vor dem Rathaus an der Schützenbahn vorgesehen.
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Verband fordert: Erst Taxipreise „flexibilisieren“
„Diese Politik“, kritisiert die Interessenvertretung der Mietwagenbetreiber, „bedroht hunderte Existenzen und trifft vor allem Menschen mit wenig Geld, die auf flexible und erschwingliche Mobilität angewiesen sind. Statt den Forderungen eines reformunwiligen Taxigewerbes nachzugeben, sollte die Stadt Essen vielmehr eine Flexibilisierung der Taxipreise in Gang bringen.“





