Beim heute (17.6.) im Bundesverkehrsministerium vorgestellten ADFC-Fahrradklima-Test 2024 landete Essen mit einer Note von 4,33 auf dem vorletzten Platz der Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern.
1572 Essener und Essenerinnen hatten laut ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) an der bundesweiten Befragung teilgenommen.

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Unzufrieden sind Essener Radfahrer demnach vor allem mit der Sicherheit im Verkehr. Besonders kritisch sehen sie die mangelnde Sicherheit im Straßenverkehr bei fehlender oder stückhafter Radinfrastruktur und bei geringen Überholabständen. Über die Hälfte der Befragten bewertet das Sicherheitsgefühl und das generelle Klima für Radfahrer mit der Note 4 oder schlechter, so der ADFC.

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Lichtblicke gab es bei der Verfügbarkeit von öffentlichen Fahrrädern, auch die Freigabe von Einbahnstraßen in Gegenrichtung wurde positiv bewertet. Trotzdem überwiegen die negativen Bewertungen. Der ADFC Essen fordere daher den flächendeckenden Ausbau des Radwegenetzes und mehr Aufmerksamkeit für das Thema bei den anstehenden Kommunalwahlen.

ADFC Essen fordert die Umsetzung von lange geplanten Radverkehrsprojekten

Marc Zietan, Vorsitzender des ADFC Essen: „Essen wird seinem Potenzial als lebenswerte Fahrradstadt weiterhin nicht gerecht. Die Menschen empfinden Radfahren hier, trotz punktueller Verbesserungen, weiterhin als stressig und gefährlich. Wir erwarten, dass die Verwaltung der Politik endlich die lange ausstehenden Vorlagen der Radverkehrsprojekte vorlegt – und mit deren Umsetzung beginnt.“

Viele angekündigte Maßnahmen ließen weiter auf sich warten. So verweise die Stadtverwaltung in der parallel gelaufenen Kommunalbefragung auf die Realisierung von zwei Fahrradstraßenverbindungen in Huttrop und Katernberg. Die Planung sei bereits seit Mitte 2024 abgeschlossen worden, die politische Beschlussfassung stehe aber weiterhin aus.

In Essen müssen laut ADFC die Lücken im Radwegenetz geschlossen werden

Der ADFC wertet die Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger am Fahrradklima-Test als Signal, dass eine sichere, komfortable und durchgängige Radinfrastruktur erwünscht sei. Der ADFC Essen fordere daher die Schließung von Netzlücken, Falschparkerkontrolle, sichere Führungen an Baustellen, mehr Tempo 30 und geschützte Kreuzungen sowie sichere Fahrradabstellmöglichkeiten, insbesondere an den Bahnhöfen

Essen liegt bundesweit auf Platz 14 (von 15) in der Kategorie der Städte über 500.000 Einwohner, im Landesvergleich auf Platz 4 von 5. Gegenüber dem letzten Test im Jahr 2022 bleibe Essen damit konstant und lasse nur die Nachbarstadt Duisburg hinter sich.

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Der ADFC-Fahrradklima-Test wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und fand 2024 zum elften Mal statt. Rund 213.000 Radfahrer und Radfahrerinnen haben demnach bei diesem Durchgang abgestimmt, 21 Prozent davon ADFC-Mitglieder. 1047 Städte kamen in die Wertung.

Die detaillierten Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2024 gibt es auf www.fkt.adfc.de .