Das Klima und sein Wandel sind heute in aller Munde. Extremwetterlagen zeigen den Menschen die Grenzen auf. Gute Ideen, dem entgegenzuwirken, haben Unternehmen, Institutionen und Vereine viele. Das „Gutes-Klima-Festival“ auf Zeche Carl präsentiert all dies in Form eines kulturellen Infotaiments.

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Zum fünften Mal findet es am Samstag, 28. Juni, zwischen 12 und 18 Uhr auf Zeche Carl (Wilhelm-Nieswandt-Allee 100) statt. Die Veranstalter, unter anderem der Essener Verein Initiative für Nachhaltigkeit, sehen dies als kleines Jubiläum und deswegen fällt die Veranstaltung auch viel größer aus, als das bisher der Fall war.

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Auf sieben Flächen werden mehr als 130 Organisationen dabei sein

Auf sieben Flächen werden mehr als 130 teilnehmende Unternehmen, Organisationen und Vereine ihre Ideen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit zeigen. Das Infotainment erleben kann jeder, und das ohne Eintritt. Die Teilnehmer gestatten tiefe Einblicke für Experten, aber auch für Neugierige und Entdecker. Credo ist, gute Alternativen zu zeigen und das ohne erhobenen Zeigefinger zu tun. Nicht langweilige Information ist angesagt, die Besucher sollen spielerisch Ideen erfahren und aktiv mitmachen.

Seit dem letzten Jahr setzt das Festivalteam auf Themenschwerpunkte. Auch Kunstprojekte wird es wieder geben.
Seit dem letzten Jahr setzt das Festivalteam auf Themenschwerpunkte. Auch Kunstprojekte wird es wieder geben.© FUNKE Foto Services | Dirk A. Friedrich

Seit dem letzten Jahr setzt das Festivalteam auf Themenschwerpunkte, die einen Teil des gesamten Angebots ausmachen. In diesem Jahr sind es „Reparaturkultur“, „Weltacker“, „Green Business“ und die „17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen“. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Baustein, wenn es darum geht, CO₂-Ausstoß zu verringern und damit das Klima zu schützen. Unsere Wegwerfgesellschaft produziert viele irreparabel geplante Abfälle. Daher wird auf dem Festival ein großes Repaircafé mit 20 regionalen Initiativen eingerichtet, das zu Upcycling, DIY und Pflege anregen soll.

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Unter dem Motto „Repariert, was euch kaputt macht“ können Besucher alles Reparierbare mitbringen, vom Fahrrad bis zum Föhn, und selbst Hand anlegen. Der Besuch eines Repaircafés ist nicht nur bei diesem Festival möglich. In Essen gibt es viele Unternehmen und Organisationen, die Reparaturmöglichkeiten über das Jahr anbieten.

Erstmals gibt es einen Green Business Campus mit zehn Unternehmen

Auf einer weiteren Fläche trifft Nachhaltigkeit auf Unternehmergeist, wenn Unternehmen, Handwerker und Dienstleister ihre innovativen und ganz praktischen Lösungen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz vorstellen. Sie zeigen, dass sich nachhaltiges Handeln auch wirtschaftlich erfolgreich umsetzen lässt. Auf dem Festival wird es erstmals in Kooperation mit KUER.NRW einen kleinen, aber feinen Green Business Campus mit zehn Unternehmen geben.

Vor der Kulisse der ehemaligen Zeche werden in diesem Jahr mehr als 130 Organisationen auf sieben Flächen dabei sein.
Vor der Kulisse der ehemaligen Zeche werden in diesem Jahr mehr als 130 Organisationen auf sieben Flächen dabei sein.© FUNKE Foto Services | Dirk A. Friedrich

Grüne Gründungen Nordrhein-Westfalen ist eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen zur Förderung von Gründungen und Innovationen mit dem Ziel der Stärkung der Green Economy des Bundeslandes. KUER steht für „Klima, Umwelt, Energieeffizienz und Ressourcenschonung“. Im Zentrum steht ein Businessplan-Wettbewerb, der sich an Start-ups und Gründungsinteressierte richtet, die innovative Geschäftsideen in den genannten Zukunftsbranchen entwickeln möchten. Hier zeigen nun zehn Unternehmen, was alles mit dem Programm in Sachen Klimaschutz möglich ist.

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Ein weiteres Highlight wird das Weltacker-Essen-Netzwerk sein. Es wird mit fünf spannenden Initiativen vor Ort sein. Auch hier wird es ein buntes Mitmachprogramm geben, bei dem man sich auf spielerische Weise mit den wichtigen Themen Ernährung, Gerechtigkeit, Artenvielfalt und Bodengesundheit auseinandersetzen kann.

Essener Festival soll ein Forum des Austausches und des Erlebens sein

Auf einer weiteren Fläche geht es um die 17 Ziele der Vereinten Nationen. Diese Ziele sollen seit vielen Jahren Armut, Ungleichheit und Umweltzerstörung verringern und das Leben gerechter, gesünder und damit lebenswerter machen. „Es geht um eine gemeinsame bessere Zukunft und man stellt fest, dass jeder Einzelne etwas bewegen kann“, so der Initiator „Service für Entwicklungsinitiativen“.

Es geht um eine gemeinsame bessere Zukunft und man stellt fest, dass jeder Einzelne etwas bewegen kann.

Initiator „Service für Entwicklungsinitiativen“

Die Veranstalter setzen auf die Aktivitäten der Besucher, sie sollen mitmachen und sich einbringen. „Langweilige Infostände sollen nicht Bestandteil des Gutes-Klima-Festivals sein“, sagen die Veranstalter von der Initiative für Nachhaltigkeit. Es solle vielmehr ein Forum des Austausches und des Erlebens sein, um gemeinsam die Themenvielfalt aufzunehmen. Ein Fest für gutes Klima, im meteorologischen wie auch im sozialen Sinn: einfach, gemeinsam und kreativ. Ein reichhaltiges Kulturprogramm erwartet die Besucher des Festivals ebenfalls. Nach dem Motto „Kunst ploppt auf“ sind Straßentheater, Akrobatik und Musik überall auf dem Festival zu erleben. Ferner gibt es internationale, hauptsächlich vegetarische Speisen.