Fünf Adressen haben Behörden der Essener Stadtverwaltung am frühen Donnerstag-Vormittag (22. Mai) in Steele kontrolliert. Dabei wurden nicht nur zahlreiche melderechtliche Verstöße festgestellt, sondern auch gravierende bauliche Mängel an Wohngebäuden.
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Im Fokus der Kontrolle standen Häuser an der Bewerungenstraße und der Krayer Straße: Dabei wurden laut Stadt 77 Personen überprüft. Bei einer solchen Kontrolle geht es unter anderem darum, festzustellen, ob die unter den Adressen gemeldeten Personen tatsächlich dort leben.
Stadt Essen pfändet Transporter und meldet mehrere Personen ab
Im Rahmen der aktuellen Kontrolle seien 14 Personen abgemeldet worden, teilt die Stadt mit. Im weiteren Verfahren könne es auch zur Einstellung von Sozialleistungen kommen. Außerdem wurde ein Transporter durch die Finanzbuchhaltung gepfändet.
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Neben der Meldebehörde, dem Jobcenter und der Wohnungsaufsicht waren auch die Finanzbuchhaltung und das Jugendamt der Stadt Essen beteiligt. Die Polizei begleitete die Kontrolle. Insgesamt waren rund 25 städtische Dienstkräfte im Einsatz.
Auch der bauliche Zustand der Wohngebäude wurde im Zuge der Kontrolle begutachtet. Dabei seien diverse bauliche Mängel festgestellt worden, die von den Eigentümern nun behoben werden müssen. Ebenfalls entdeckt wurde ein rechtswidrig ausgebautes Dachgeschoss, die entsprechenden Informationen würden nun an die zuständigen Fachdienststellen weitergeleitet.
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Ein Wohnhaus an der Krayer Straße 100 befand sich laut Stadt in derart schlechtem Zustand, dass ein Baustatiker hinzugezogen worden sei. Dieser habe festgestellt, dass das Haus aufgrund statischer Mängel nicht mehr sicher sei. Es wurde daraufhin geräumt. Betroffen ist eine vierköpfige Familie, die durch das Amt für Soziales und Wohnen anderweitig untergebracht worden sei.
Die weiteren Erkenntnisse der Kontrolle werden laut Stadt nun ausgewertet. Sofern notwendig, sollen Nachkontrollen stattfinden.