Das wird ein fulminanter Start für die Judoka der Sport-Union Annen in die neue Bundesliga-Saison. Das Männer-Team hat am Samstag (ab 17 Uhr; Sportzentrum am Kälberweg) keinen Geringeren als den Deutschen Meister Remscheider TV zu Gast - vor allem auf den ersten Auftritt eines Ex-Remscheiders im SUA-Dress freuen sich die Wittener. Doch nicht nur die Männer gehen auf die Matte, auch die Bundesliga-Frauen der Sport-Union legen los, treffen in der Süd-West-Staffel auf den JC Wiesbaden. Und als ob das nicht schon Judo ohne Ende wäre, sind bereits ab 14 Uhr die Annener Zweitliga-Herren gegen das Judo-Team Holten im Einsatz.

„Wir freuen uns natürlich alle riesig auf den ersten Kampftag - und das noch mit gleich drei Duellen in unserer Halle. Mit dem Remscheider TV bekommen wir natürlich gleich mal ein richtig dickes Brett vorgesetzt“, ist sich SUA-Trainer Stefan Oldenburg der Schwere der Aufgabe gegen den NRW-Rivalen bewusst. Ein Hochkaräter reiht sich bei den Bergischen an den nächsten, daran hat sich auch nach dem ersten Titelgewinn des RTV nichts geändert. Beim 12:2 zum Auftakt gegen den 1. Berliner JC gab‘s einen ersten Eindruck von der Qualität des auch mit enormem finanziellen Aufwand zusammengestellten Remscheider Kaders von Karl-Richard Frey und Ex-Weltmeister Alexander Wieczerzak.

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Man muss abwarten, wen die Remscheider aufbieten. Aber in diesem Kader ist selbst die jeweilige Nummer zwei einer Gewichtsklasse sehr zu beachten und hat viel Qualität.

Stefan Oldenburg (36),, Trainer des Bundesligisten Sport-Union Annen
In der Judo Bundesliga kämpfen die Teams von JC66 Bottrop und SU Witten-Annen (grün) in der Dieter-Renz-Sporthalle in Bottrop gegeneinander
Auch der Niederländer Simeon Catharina (oben) gehört in dieser Saison wieder zum Aufgebot der SU Annen. Gut möglich, dass er schon am Samstag gegen den Remscheider TV eingesetzt wird.© FUNKE Foto Services | Thomas Gödde

SUA-Trainer Stefan Oldenburg geht davon aus, dass der Titelverteidiger am Samstag mit einem starken Team anreisen wird. „Obwohl in zwei Wochen die Europameisterschaft stattfindet. Man muss abwarten, wen sie dann aufbieten. Aber in diesem Kader ist selbst die jeweilige Nummer zwei einer Gewichtsklasse sehr zu beachten.“ Auch der 36-Jährige ist gespannt darauf, wie das SUA-Debüt des Ex-Remscheiders Alexander Gabler verlaufen wird. „Das ist natürlich gleich ein brisantes Duell auch für ihn.“ Remscheid sei der ganz klare Favorit, die Annener aber wollen vor den eigenen Fans mehr als nur der nette Gastgeber sein.

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Auf eine optische Änderung müssen sich die SUA-Anhänger gefasst machen. „Wir kämpfen nicht mehr in Grün“, so Oldenburg. Das läge an einer Anpassung der DJB-Regularien. „Die Anzugmaße wurden geändert, die Jacke ist jetzt weiter geschnitten, die Ärmel sind etwas länger.“ Die SU Annen musste daher eine üppige Neuanschaffung tätigen, rund 80 Anzüge in Blau und Weiß einkaufen.

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Bei den Frauen der SU Annen fehlen zwei wichtige Kämpferinnen wegen Verletzungen

Die Bundesliga-Frauen der SU Annen haben sich fest vorgenommen, zum Start einen Sieg gegen den JC Wiesbaden einzufahren. Das soll selbst ohne die beiden verletzt fehlenden Asse Mathilda Niemeyer und Klara Erten (gewannen zuletzt jeweils beim internationalen Turnier in Bad Blankenburg) gelingen. „Ob wir noch ein anderes Team ärgern können, da müssen wir uns überraschen lassen“, sagt Trainerin Hannah Schorlemmer, die am Samstag - die Kämpfe finden jeweils im Wechsel mit den Erstliga-Männern statt - auch einige Neuzugänge wie Lisa Hiller, Franziska Galla, Malin Nieweler oder Leonie Galanos aufbieten kann.

Witten: SU Annen gegen JC 66 Bottrop
Optimistisch vor dem Saisonstart: Hannah Schorlemmer (re.), Trainerin der SU Annen, hat einen großen Kader zur Verfügung. Allerdings fallen zum Auftakt gegen Wiesbaden einige Akteurinnen wegen Verletzungen aus.© FUNKE Foto Services | Uwe Ernst