Den Judo-Kämpferinnen der Sport-Union Annen steht eine – zumindest, was die reguläre Punkterunde angeht – relativ kurze, knackige Bundesliga-Saison bevor. Los geht‘s für die Mannschaft von Trainerin Hannah Schorlemmer am 12. April vor den eigenen Rängen am Kälberweg gegen den hessischen Vertreter JC Wiesbaden, den vierten und letzten Kampftag bestreiten die Wittenerinnen am 28. Juni.
Dieses Duell ist für die SUA-Judoka immer ein ganz besonderes, denn der Vergleich mit dem JC 66 Bottrop, dem großen Rivalen aus dem Revier, hat nun mal immer noch eine ganz spezielle Anziehungskraft. In diesem Jahr werden die Annener Frauen zu Gast sein beim Ruhrgebiets-Kontrahenten in der Dieter-Renz-Sporthalle.
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Auch die weiteren Duelle in der Süd-West-Staffel (eine von drei regionalen Gruppen in der deutschen Bundesliga) haben es durchaus in sich für die Schorlemmer-Schützlinge. Denn am 10. Mai sind die Frauen der Sport-Union beim amtierenden Deutschen Meister und haushohen Gruppenfavoriten JSV Speyer in Rheinland-Pfalz zu Gast, am 31. Mai erwartet man daheim in Witten den TSV Hertha Walheim, der in der vergangenen Saison überraschend den Sprung in die Endrunde geschafft hat.
„Das wird sicherlich wieder eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für uns“, sagt Annens Trainerin Hannah Schorlemmer. Beeindrucken lässt sie sich allerdings nicht von der durchaus vorhandenen sportlichen Qualität der Konkurrenz. Und das hat einen guten Grund: „Wir sind in diesem Jahr vor allem in der Breite deutlich besser aufgestellt.“ Gleich eine ganze Reihe von Transfers konnten die SUA-Verantwortlichen realisieren. Zumindest dürfte so sichergestellt sein, dass es an den vier Kampftagen wohl keine Aufstellungs-Sorgen aufseiten der Ruhrstädterinnen geben wird.
Das sind alles Kämpferinnen, die prima in unsere Mannschaft passen.
Hannah Schorlemmer,, Trainerin von Bundesligist SU Annen, über ihre Neuzugänge
Zwei der Termine in der Frauen-Bundesliga – das sollten sich die Wittener Judo-Fans schon einmal vormerken – werden als Doppelkampftage gemeinsam mit den SUA-Männern ausgetragen. Zum Saisonstart am 12. April haben Wittens Männer den Deutschen Meister Remscheider TV zu Gast, am 31. Mai geht es gegen Revier-Rivale JC 66 Bottrop.
Positiv vor allem für die Planungen der Sport-Union-Frauen: Lediglich einen Abgang gab es im Vergleich mit der vorigen Saison zu verzeichnen. „Sarah Hapke ist ausgewandert nach Mexiko“, teilte Trainerin Hannah Schorlemmer mit. Dafür gibt es auf der anderen Seite eine ganze Reihe von Neuverpflichtungen, die der SUA gut zu Gesicht stehen dürften. Viel Wert legt Schorlemmer darauf, dass in Witten gerade auch Nachwuchskämpferinnen Gelegenheit bekommen, sich auf der großen Bühne zu beweisen. So wurden mit Nohade Riadi (Niederlande), Carolin Scheida und Zoé Hamdan (aus Wermelskirchen) drei Talente fürs 48-kg-Limit geholt.
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Vom ehemaligen Bundesligisten 1. JC Mönchengladbach kommen Laura Hiller und ihre Schwester Lisa Hiller (52 bzw. 57 kg), für diese Gewichtsklassen sind auch Hannah Glauner (Wermelskirchen) und Ann-Kathrin Kuhl (Chemnitz) vorgesehen. Aus dem eigenen Nachwuchs rückt Tabea Feldhaus (63 kg) ins Erstliga-Aufgebot hoch. Mareike Reddig und Miriam Dunkel (beide 70 kg) gehören der SUA schon länger an, standen im Vorjahr aber nicht im Kader – jetzt sind sie wieder an Bord. In den schwersten Gewichtsklassen sollen Nachwuchs-Talent Franziska Galla, die aus Meschede nach Witten wechselnde Maya Meisen (DM-Dritte der U 18 im vorigen Jahr) und Malin Nieweler (Stella Bevergern) zum Einsatz kommen.
Auch wenn das Gros der künftigen SUA-Athletinnen erst noch sein Können auf Bundesliga-Niveau nachweisen muss – „das sind alles Kämpferinnen, die prima in unsere Mannschaft passen“, so Hannah Schorlemmer, die für die bevorstehende Saison mit der mehrfachen Deutschen Meisterin Sarah Mäkelburg und Atilla Erten zwei kompetente Co-Trainer an ihrer Seite weiß. „Das hilft mir beim Ablauf der jeweiligen Kampftage sehr.“

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