Im vorigen Jahr waren sie noch „die Neuen“ in der 2. Judo-Bundesliga - inzwischen haben sich die Kämpfer der Zweitvertretung von der Sport-Union Annen einen guten Namen im Unterhaus der Eliteklasse gemacht. Mit dem vierten Platz schloss die Mannschaft von Trainer Manuel Neumann ihre erste Serie in der zweiten Liga ab und startet entsprechend selbstbewusst am Samstag (15. März) in neue Saison.
„Vor einem Jahr war das für uns schon noch eine Art Wagnis, mit unserer jungen Mannschaft in der zweiten Bundesliga anzutreten. Aber dann lief es für uns richtig gut - und nach dem vierten Platz wollen wir uns jetzt genauso gut verkaufen. Vielleicht sogar noch ein Stückchen besser“, so Manuel Neumann vor dem Saisonauftakt am Samstag (13.15 Uhr) bei den SSF Bonn. Insgesamt sieben Teams gehören der Nord-West-Staffel der 2. Bundesliga in diesem Jahr an, kurzfristig hat das Judo-Team aus Hannover seine Meldung zurückgezogen. „Dort hat man wohl keine Sponsoren gefunden“, so der SUA-Trainer.
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Vor einem Jahr war das für uns schon noch eine Art Wagnis, mit unserer jungen Mannschaft in der zweiten Bundesliga anzutreten. Aber dann lief es für uns richtig gut - und nach dem vierten Platz wollen wir uns jetzt genauso gut verkaufen.
Manuel Neumann,, Trainer der SU Annen II
Im vergangenen Jahr kassierten die Wittener gegen die SSF Bonn eine hauchdünne 6:8-Niederlage - keine Frage, dass man jetzt am Kälberweg auf eine Revanche sinnt. „Wenn sich in dieser Saison keiner verletzt, sollten wir schon in der Lage sein, eine gute Rolle zu spielen“, sagt Neumann, der vor allem auch den JC Koriouchi Gelsenkirchen als Titelaspiranten sieht. „Die sprechen ja auch selbst schon davon, welche großen Ziele sie haben. Aber ich denke, man kann erst nach den ersten beiden Kampftagen erkennen, in welche Richtung es geht.“
Bei der SU Annen hat sich an der grundsätzlichen Haltung nichts geändert. In Witten baut man in erster Linie weiterhin auf die Talente aus dem eigenen Stall. „Diese Jungs, die bei uns groß geworden sind, spielen hier natürlich eine wichtige Rolle“, wie Manuel Neumann unterstreicht. Kämpfer wie Aeneas Paul, die Brüder Falk und Erik Hobein, Moritz Vieregge, Tim Malewany, Philip Utzig oder Andreas Altergott bilden das Gerüst des Zweitliga-Kaders, das schon im vorigen Jahr punktuell verstärkt wurde mit auswärtigen Athleten. Dass Eigengewächs Jan Libuda mit einer Schulterverletzung in den ersten Monaten der Saison nicht zur Verfügung steht, ist für die Unioner natürlich eine Schwächung.

Junger Syrer könnte für SU Annen II zu einem Glückstreffer werden
Dafür gibt es mit dem jungen Syrer Hasan Bayan, der vornehmlich für die Klasse bis 73 Kilogramm eingeplant ist, einen interessanten Neuzugang. Vermittelt wurde der 23-Jährige den Annenern vom früheren SUA-Bundesliga-Kämpfer Lutz Behrla, dem Bayan im Training bei seinem Club Kentai Bochum gleich auffiel. „Man sah schon bei den ersten Einheiten, was der drauf hat“, so der Annener Coach über den Judoka, der auch schon international für sein Land zum Einsatz kam.
Der Zweitliga-Plan für die SU Annen: 15. März bei SSF Bonn, 12. April gegen Judo-Team Holten, 10. Mai gegen Bayer 04 Leverkusen, 31. Mai gegen PSV Duisburg, 28. Juni bei 1. JC Mönchengladbach, 6. September bei JC Koriouchi Gelsenkirchen.
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