So richtig zittern mussten sie eigentlich nie, die Aktiven vom Verbandsliga-Team der DJK Blau-Weiß Annen. Die Wittener schlossen die Saison mit zwei Spielen an zwei Tagen erfolgreich ab, verbuchten sowohl gegen den VfL Winz-Baak (9:7) als auch gegen den TTC BW Grevenbroich II (9:3) einen Heimsieg. Rang vier in der finalen Tabelle konnte sich durchaus sehen lassen für das eigentliche Männer-Team, in dem allerdings Frauen eine ganz wichtige Rolle spielten.
„Diese Regelung hat uns in dieser Saison absolut in die Karten gespielt“, sagt Paulo Rabaca, Geschäftsführer der Annener Tischtennis-Abteilung, über die regeltechnische Möglichkeit, einer Herren-Mannschaft auch eine weibliche Note zu verpassen. „Dass wir uns für diese Lösung entschieden haben, lag vor allem daran, dass wir sowohl für die erste als auch für die zweite Mannschaft personell nicht optimal aufgestellt waren“, so Rabaca. Daher wurden regelmäßig vor allem Natalija Klimanova und Melissa Bours aus dem Kader der Zweitliga-Damen aus Aushilfen eingesetzt - und das mit nachhaltigem Erfolg.
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Dass wir immer wieder mal Frauen im Verbandsliga-Team dabei hatten, soll allerdings kein festes Muster für die Zukunft bleiben.
Paulo Rabaca,, Geschäftsführer der BWA-Tischtennisabteilung
Die Zahlen sprechen für sich: Die Lettin Klimanova holte insgesamt 20:7-Punkte im Einzel, die Niederländerin Bours 15:6. Damit hatten sich einen beträchtlichen Anteil am guten Abschneiden. „Eigentlich“, so Paulo Rabaca, „ging es vor der Saison nur darum, dass wir nicht absteigen.“ Dieses Ziel wurde problemlos erreicht. Am letzten Doppel-Spieltag half die junge Polin Aleksandra Jarkovska aus, holte 3:0-Punkte im Einzel und gewann beide Doppel an der Seite ihres Vaters Marcin.
„Dass wir immer wieder mal Frauen im Team hatten, soll allerdings kein festes Muster für die Zukunft bleiben“, betont der BWA-Geschäftsführer. Grundsätzlich versuche man, die Verbandsliga-Mannschaft mit einem Stamm von sechs etatmäßigen Spielern zu bestücken. Dementsprechend plant man weiter mit den Routiniers Klaus Hellmann und Wolfgang Spitzer. Aber auch der Ukrainer Serhii Boiko, der zu Beginn des neuen Jahres zum Team stieß, ist weiter Bestandteil der Planung. Unglücklich für die Wittener, dass der Chilene Benjamin Gaspar Suarez Araya nur in der Hinrunde für BWA spielen konnte - da glänzte er mit einer 11:1-Einzelbilanz. „Für die Rückserie hat er leider kein Visum bekommen“, so Rabaca.
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Aufgegangen ist indes das Vorhaben, im Verbandsliga-Team immer wieder auch jungen Spielern Einsatzchancen zu geben. Jonas Ertelt, Niclas Hegelich und auch Denis Hartung standen mit guten Leistungen ihren Mann. Insgesamt war eine Statistik beinahe rekordverdächtig bei Blau-Weiß Annen: In der Hinrunde wurden 16 verschiedene Akteure bzw. Akteurinnen eingesetzt, in der Rückserie waren es immer noch deren 15. „Insgesamt lief es im Herren-Bereich ja auch richtig gut für den Club“, sagt der Geschäftsführer. Zwar stieg die „Zweite“ aus der Landesliga ab, dafür gab‘s bei der dritten, vierten und sechsten Mannschaft Aufstiege zu feiern.




