etwas läuft gewaltig schief in unserem Gesundheitssystem: Die Kosten steigen und steigen - Deutschland liegt bei den Ausgaben fürs Gesundheitswesen weltweit mit an der Spitze. Legt man allerdings die Messlatte der Lebenserwartung oder anderer Qualitäts-Kriterien an, dann landet Deutschland regelmäßig nur im Mittelfeld. Kurz: Wie geben immer mehr Geld aus für ein durchwachsenes Ergebnis. Und als Folge dieser Entwicklung steigen die Krankenkassenbeiträge. Sie kletterten im Januar deutlich an auf 17,5 Prozent.  Mittlerweile müssen 42,3 Prozent eines Bruttolohns für Krankenkassen, Renten- und Pflegeversicherung sowie Arbeitslosenversicherung aufgebracht werden. 

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Nun ist eine neue Bundesregierung am Ruder - was also müsste sie tun und anpacken, um unser Gesundheitssystem zu reformieren? Das haben wir im Rahmen unserer Video-Serie „Die Sprechstunde“ Professor Klaus Weckbecker gefragt. Seine Antwort fällt drastisch und deutlich aus: Ohne einen raschen, grundsätzlichen Wandel fährt die Gesundheitsversorgung an die Wand. „Die neue Regierung muss rasch handeln“, so Weckbeckers Appell. Im jetzigen System gebe es zu viel Chaos. Das verursache enorme Kosten. Seine Forderung an die kommende Regierung: Rasch den Umbau zum Primärarztsystem anschieben, das dem Patienten hilft, die optimale Versorgung im Krankheitsfall zu finden.

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Prof. Weckbecker lehrt Allgemeinmedizin an der Universität Witten/Herdecke und ist als solcher ausgewiesener Experte für hausärztliche Themen. Gemeinsam mit ihm widmen wir uns in der Sendung "Die Sprechstunde" regelmäßig den sogenannten Volkskrankheiten und medizinischen Alltagsfragen.

Im Interview sprechen wir darüber,

  • warum in unserem Gesundheitssystem soviel Geld sinnlos versickert
  • warum weniger Ausgaben und eine verbesserte Versorgung kein Widerspruch sind
  • wie Patienten im jetzigen Systeme alleine gelassen werden - was regelmäßig zu Verschwendung führt
  • an welchen Schrauben man drehen müsste, um mehr Effizienz im System zu schaffen
  • warum ein Primärarzt-System die Basis für grundlegende Verbesserungen und Kosteneinsparungen führen könnte
  • wie die Versorgungsstrukturen voraussichtlich umgebaut werden
  • warum die Krankenhausreform der Vorgängerregierung weiter vorangetrieben wird

Weitere Folgen unserer Hausarztserie:

Disclaimer:

Klaus Weckbecker ist niedergelassener Hausarzt in eigener Praxis und angestellter Hochschullehrer an der Universität Witten/Herdecke. Weder er selbst noch der von ihm geleitete Lehrstuhl erhalten Fördermittel der pharmazeutischen Industrie. Auch besitzt Klaus Weckbecker keine (Aktien-) Anteile an pharmazeutischen Firmen.

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