Zwei Jahrzehnte hat man in Deutschland über dieses digitale Instrument der optimierten Gesundheitsversorgung diskutiert - immer wieder wurde es von den Beteiligten des Systemns zerredet. Nun endlich ist es soweit: Die elektronische Patienakte, kurz ePA, hat die Umsetzungpshase erreicht.

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In der ePA sollen Ärzte, Ärztinnen, Krankenhäuser und Versicherte künftig Befunde, Diagnosen und Rezepte sammeln können, um so die Behandlung und Versorgung zu verbessern. Die Kassen müssen sie für alle Versicherten einrichten, die nicht widersprechen - private Versicherungen sind dazu nicht verpflichtet worden. NRW gehört mit 130 seiner rund 18.000 Praxen sowie zehn der 340 Krankenhäuser im Land zu den bundesweit drei Modellregionen, die die ePa testen. Der Probelauf sollte ursprünglich vier Wochen dauern. Nachdem Sicherheitslücken gefunden worden waren, wurde die Frist aufgeweicht.

Woran hakt es weiterhin und wo sind Potenziale der ePA? Drüber haben wir im Rahmen unserer Video-Serie „Die Sprechstunde“ mit Professor Klaus Weckbecker gesprochen. Das Instrument berge große Möglichkeiten, die Versorgung der Patienten zu verbessern - aber das Ganze bleibe weiterhin mit Risiken behaftet, so seine Einschätzung.

Lesen Sie auch: Start der ePA - was das für die Patienten bedeutet

Prof. Weckbecker lehrt Allgemeinmedizin an der Universität Witten/Herdecke und ist als solcher ausgewiesener Experte für hausärztliche Themen. Gemeinsam mit ihm widmen wir uns in der Sendung "Die Sprechstunde" regelmäßig den sogenannten Volkskrankheiten und medizinischen Alltagsfragen.

Im Interview sprechen wir darüber,

  • warum die ePA jährlich tausende Leben retten kann
  • warum es so lange gedauert hat, das System zu starten
  • warum Patienten noch Vorbehalte gegen die ePA hegen - vor allem ältere Menschen
  • warum die Gefahr besteht, dass die ePA als zweckfreies „PDF-Grab“ endet
  • warum die ePA im besten Fall die Gesundheitsversorgung im hohen Maße effizienter machen könnte

Weitere Folgen unserer Hausarztserie:

Disclaimer:

Klaus Weckbecker ist niedergelassener Hausarzt in eigener Praxis und angestellter Hochschullehrer an der Universität Witten/Herdecke. Weder er selbst noch der von ihm geleitete Lehrstuhl erhalten Fördermittel der pharmazeutischen Industrie. Auch besitzt Klaus Weckbecker keine (Aktien-) Anteile an pharmazeutischen Firmen.

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