Fünf Jahre nach seinem überraschenden Wahlsieg zieht Uwe Schneidewind eine bemerkenswert selbstkritische Bilanz seiner Amtszeit. Der Transformationsforscher, der bei der Kommunalwahl 2020 in Wuppertal als politischer Quereinsteiger antrat, räumt gravierende Fehler ein. Jetzt, kurz vor der Übergabe des Amtes an seine Nachfolgerin Miriam Scherff, blickt er auf Erfolge und Misserfolge zurück.
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Herr Schneidewind, Sie galten über Jahre als „unsichtbarer Oberbürgermeister“. Haben Ihre Kritiker damit recht gehabt?
Ja, ich denke schon. Meine Präsenz, meine Nähe zu Bürgerinnen und Bürgern, diese Sichtbarkeit auf Anlässen – das war sicher erheblich reduziert, gerade im Vergleich zu Andreas Mucke. Und ist auch etwas, was für viele Wuppertalerinnen und Wuppertaler ein wahrgenommenes Defizit war, weil zu Recht eine Rolle des Oberbürgermeisters auch ist: Ich werde gesehen, ich werde in meinem Engagement gesehen. Das zu vermitteln in der Stadtgesellschaft ist eine ganz wichtige Facette.
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Warum haben Sie diesen anderen, unsichtbaren Weg gewählt?
Ich hatte das Wahlergebnis so verstanden: Da wird jemand gewählt gegen einen Vorgänger, der so präsent war, dass man kaum hätte präsenter sein können. Man wusste, wen man da wählt: Du wählst einen Transformationsforscher, jemand, der Entwürfe macht zur Veränderung von Städten.
Dann dachte ich, die Menschen wollen, dass ich meine Konzentration nicht auf den Besuch eines Bürgerfestes lege, sondern auf strategische Linien, um diese Stadt für Zukunftsfragen fit zu machen. Aber diese Sichtbarkeit, dieses Greifbar-Sein als Oberbürgermeister ist einfach eine so wichtige Facette, die ich in ihrer Relevanz unterschätzt habe.
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In einem Interview mit der Westdeutschen Zeitung im Wahlkampf vor fünf Jahren, kritisierten Sie den damaligen OB Andreas Mucke dafür, „dass er Dinge gewollt hätte, aber er nur ausführendes Organ eines Rates ist, keine Ratsmehrheiten da seien. Dabei ist es die politische Führungsaufgabe eines Oberbürgermeisters, Ratsmehrheiten zu organisieren, eine Vision für die Stadt zu haben und nicht nur ausführendes Organ einer Verwaltung oder eines Rates zu sein.“
Das habe ich gesagt?
Uwe Schneidewind: „Wollten in Wuppertal schwarz-grüne Modellstadt sein“
Das haben Sie gesagt. Wie schauen Sie heute auf diese Aussage?
Na gut, da muss man natürlich sehen, in welcher Zeit das war. Damals liefen bundespolitisch alle Wahlprognosen auf schwarz-grün hinaus und da wollten wir in Wuppertal quasi so etwas wie die schwarz-grüne Modellstadt sein. Die große Koalition stand für Stillstand. Dieses Gefühl griff man in so einem Interview auf und dann sollte eben mit schwarz-grün die große Verheißung präsentiert werden. Aber das ging ja schon am 13. September schief als schwarz-grün in Wuppertal keine Mehrheit bekam.
Heute, fünf Jahre später, beschreiben Sie viele, mit denen wir gesprochen haben, als gelöst – endlich der Bürgermeister, den sie sich die vergangenen fünf Jahre gewünscht hätten. Spüren Sie diesen Unterschied selbst?
Ja, dieses Amt ist ja eine extrem intensive Reise zu sich selbst. Du bist ja in der Oberbürgermeisterrolle in brutalster Weise mit dir selbst konfrontiert. 360.000 Menschen beobachten ständig, was du tust. Die, die dich intensiver beobachten, kennen dich nach wenigen Wochen besser, als du dich eigentlich selbst kennen möchtest.
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Was wurde Ihnen in dieser Konfrontation mit Ihnen selbst bewusst?
Die Tatsache, dass ich im Dezember erklärt habe, nicht noch mal anzutreten, hat damit zu tun, dass ich gemerkt habe: Nein, eigentlich bin ich nicht der Oberbürgermeister, der ich glaubte, sein zu können.
Da gehört nicht nur das dazu, was nach außen bei den Menschen ankommt, sondern auch die innere Energiebilanz. Was gibt dir Energie, was zieht Energie? Ich spürte, dass mit dieser Aufgabe sehr viele Aufgaben verbunden sind, die mir Energie ziehen, während viele Dinge, von denen ich weiß, dass sie meine Energiespender sind, im Amt kaum noch vorkamen.
Ich habe gemerkt: Ich bin nicht der Oberbürgermeister, der ich glaubte, sein zu können.
Uwe Schneidewind, Wuppertals OB 2020 bis 2025
Jetzt habe ich wieder mehr Raum für die Dinge, bei denen ich mich wohlfühle: Komplexe Transformationsprozesse zu erklären, zu erklären, wie Stadtpolitik funktioniert. All das, was mit meinem intellektuellen Apparat zu tun hat, war ja eher nicht gefragt. Das wurde eher angegriffen: „Der Herr Professor erklärt toll die Welt, aber das Einwohnermeldeamt funktioniert immer noch nicht.“

Galeria-Kaufhof in Wuppertal war für Uwe Schneidewind „ein Schlüsselerlebnis“
Gab es einen konkreten Wendepunkt?
Ein Schlüsselerlebnis war der Sommer 2024 bei der Kaufhof-Geschichte. Wir hatten eine sehr, sehr gute Lösung für die Weiternutzung entwickelt mit einer gemischten Schul-Bibliotheks-Nutzung. Wir hatten intensive Gespräche mit den Investoren geführt, hatten eine fertige Lösung – und ich bin dann gnadenlos in der Politik gescheitert, die das mit großer Mehrheit im Rat abgelehnt haben, weil ich wieder zu wenig investiert hatte in das Mitnehmen.
In dem Moment habe ich gemerkt: Das, was mich antreibt – mit konstruktiven Energien für Problemlösungen zu stehen – braucht so viel Drumherum, dass für die kleinsten Schritte 80 Prozent deiner Zeit darauf gehen, jeden mitzunehmen. Wenn am Ende eine für die Stadt wichtige Lösung blockiert wird, weil es politisch nicht reinpasst, dann macht das keinen Sinn.
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Politik-Experten hätten Ihnen diese Dynamiken im Vorhinein wahrscheinlich beschreiben können. Hätten Sie sich besser vorbereiten müssen?
Ja, im Nachhinein muss man schon sagen, dass ich naiv war und völlig unvorbereitet ins Amt gegangen bin. Was ich mitbrachte, war Erfahrung in der Führung großer Organisationen – Universität, Wuppertal Institut. Aber in dieser politischen Dimension war ich komplett blank.
An dem 13. September nach dem ersten Wahlgang, als klar war, dass Schwarz-Grün keine Mehrheit bekommt, hätte ich mich an den Hörer hängen müssen, mit FDP, Freien Wählern sprechen, Klaus-Jürgen Reese von der SPD anrufen und sagen: „Das ist eine gute Chance, dass ich Oberbürgermeister werde. Wie machen wir das?“
Stattdessen habe ich mich auf meine politischen Begleiter verlassen und wir hatten sofort einen miesen Start. So etwas würde ich mir mit der politischen Erfahrung aus fünf Jahren nie wieder aus der Hand nehmen lassen. Ich würde das auch nicht noch mal jemanden empfehlen, als komplett fremdes UFO in so eine Führungsverantwortung zu gehen.
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Sie starteten Ihre Amtszeit mit dem „Fokus Wuppertal“-Plan und großen Schlagworten. Aus Ihren Büchern kennt man Begriffe wie „große Transformation“ oder „Zukunftskunst“. Führen solche ambitionierten Labels am Ende nicht zu mehr Frust, wenn die Ergebnisse ausbleiben?
Im politischen Raum wird Vision sofort zur Kampfarena. Du musst ehrlich das Gefühl vermitteln: „Ich will hören, was dir wichtig ist“, und dann baut man gemeinsam etwas. Wenn du es gut machst, dann ist das zu 90 Prozent eigentlich dein Plan. Aber es wird nie zu 90 Prozent dein Plan, wenn du den irgendwann vorher jemandem erzählt hast. Ein erfahrener Ministerpräsident hat mal zu einem Oberbürgermeister gesagt: „Du darfst zwar einen Plan haben, aber erzähl ihn bloß keinen.“ Das ist eine wichtige Grundregel für den politischen Betrieb.
Sie sprechen viel darüber, was Sie falsch gemacht haben. Woran waren denn andere Akteure schuld an den Problemen während Ihrer Amtszeit?
Dieses klare Primat der Machtpolitik vor der Sachpolitik hat mich mit voller Wucht getroffen. Ich komme ja aus dem Setting der Veränderung komplexer sozialer Systeme. Aber die politische Realität ist anders: Inhalte spielen da eigentlich überhaupt keine Rolle. Auf die greifst du instrumentell zurück. Wenn gerade Fridays for Future auf den Straßen ist und Klima in ist, dann umarmt man Bäume. Und wenn dann vier, fünf Jahre das Thema nicht mehr relevant ist, dann bist du gegen Ausländer und holst damit deine Stimmen.
Jemand wie ich – und viele, die nachhaltigkeits- und klimabewegt sind – gehen in die Politik, weil sie das Gefühl haben, politisch handeln heißt, Themen anzugehen, die größer sind als der Einzelne. Aber am Ende waren es oft Nichtigkeiten, die entschieden, dass etwas nicht geht, weil die machtpolitische Dimension das Zentralere war.
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Wuppertals Einwohnermeldeamt eines „der bestbewerten Bürgerservices“
Werden wir mal konkret: Sie hatten im Wahlkampf 2020 versprochen, Probleme in der Verwaltung zu lösen – Ausländeramt, Einwohnermeldeamt, Fahrzeugzulassung. Als wir dieses Jahr den Wahlkampf begleitet haben, waren es genau die gleichen Themen. Warum ist Ihnen das nicht gelungen?
Beim Einwohnermeldeamt sind wir zu einem der bestbewerteten Bürgerservices geworden. 2019/20 gab es 100 Meter lange Schlangen, heute läuft es. Das war eine Mischung aus Konzentration der Standorte – wir haben viele dezentrale Ämter geschlossen –, neuen Organisationsabläufen und Personalaufstockung.
Und bei den anderen Bereichen?
Bei der KFZ-Meldestelle wird viel hochgejazzt. Die Prozesse laufen, wenn man das nach objektiven Indikatoren misst, sehr viel besser, als sich das medial darstellt. Bei der Ausländerbehörde sind wir Opfer der Bundesgesetzgebung geworden – plötzlich 10.000 unbearbeitete Einbürgerungsanträge durch das erleichterte Einbürgerungsrecht. Das Problem haben fast alle Großstädte.
Was du als Bürger an der Oberfläche siehst, hat unendlich starke Tiefenstrukturen – Organisationsprozesse, Ressourcen, aber insbesondere auch eine Organisationskultur. Und wenn ich auf die letzten fünf Jahre zurückschaue, worauf ich eigentlich am stolzesten bin, ist ein riesiger Kulturwandel, den wir in der Verwaltung hinbekommen haben.
Ich bewundere an Miriam Scherff, dass sie eine Frau ist, die ganz bei sich ist. Das ist in so einem Amt ein unwahrscheinliches Asset.
Uwe Schneidewind, Wuppertals OB 2020 bis 2025
Wie sah dieser Kulturwandel aus?
Als ich 2020 Oberbürgermeister wurde, hatten wir seit fast 15 Jahren nur Männer im Verwaltungsvorstand. Das ist nicht nur eine äußerliche Zusammensetzung, sondern das bedeutet auch ganz bestimmte Konfliktcodes, die da an der Spitze gelebt werden, eine fehlende Diversität der Blickwinkel. Das ist toxisch für eine Kultur.
Heute haben wir einen komplett gemischten Verwaltungsvorstand, eine neue Oberbürgermeisterin, Schlüsselpositionen mit Frauen besetzt. Das macht etwas mit der Führungskultur. Wir haben die Führungskräftetreffen komplett umgestaltet, viel mehr Empowerment der Führungskräfte auf der zweiten Ebene. Diese Effekte wird man in den nächsten Jahren sehr stark spüren.
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Sie erwähnen Projekte, die in den nächsten Jahren wirken werden. Welche Rolle wird die BUGA als Zukunftsprojekt spielen?
Die BUGA hat eine kraftvolle Geschichte, die zu dieser Stadt passt: Das Eingangstor wird ein sanierter Bahnhof Vohwinkel sein – ein gewaltiges Mobilitätssignal für die 2030er-Jahre. Es ist die erste Bundesgartenschau, die einen Zoo integriert, weil der auch ein Denkmal ist. Du fährst mit einer Seilbahn darüber und hast Blick auf moderne Tierhaltungskonzepte.
Das wird verbunden mit der ersten urbanen Hängebrücke europaweit – 130 Jahre nach der Schwebebahn machen wir „Schwebebahn 2.0“. Diese Tal- und Brückenregion wird über die BUGA inszeniert. Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft hatte früh das Gefühl: Hier wird die Idee von Bundesgartenschau in ganz neuer Form erfunden.
Wenn Miriam Scherff im Jahr 2031 mit der Bundespräsidentin diese Gartenschau, diese Hängebrücke eröffnet, dann wird das die Botschaft aussenden: Diese Stadt ist nach 30, 40 Jahren Strukturwandel mit voller Power wieder da und die verkörpert durch eine junge Oberbürgermeisterin Zukunft.
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Man merkt, dass Sie der Wahlsieg von Miriam Scherff freut. Was trauen Sie ihr zu?
Miriam Scherff bringt sehr, sehr viel mit, was der Stadt guttun wird. Eine Oberbürgermeisterin, wo die Menschen das Gefühl haben: Die ist nah an uns dran. Die hat richtig Lust, bei den Menschen zu sein. Ich bewundere an Miriam Scherff, dass sie eine Frau ist, die ganz bei sich ist. Das ist in so einem Amt ein unwahrscheinliches Asset.
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Warum ist das wichtig?
Sie wird Raum geben für starke Persönlichkeiten im Umfeld, weil sie nicht beweisen muss, dass sie die bessere Kämmerin oder Sozialdezernentin ist. Da bin ich sehr, sehr optimistisch. Ich wünsche ihr, dass sie in dem, was ab November auf sie zukommt – dieser Tsunami an Entscheidungen, Priorisierungen, Terminlagen – sehr schnell sortiert und priorisiert bekommt, wem sie vertrauen kann, sodass sie sich auf dieser Welle elegant bewegen kann.
Wenn Sie eine Zukunftsdynamik der Stadt auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten müssten – wo stand Wuppertal 2020 und welche Stadt übergeben Sie Frau Scherff am 3. November 2025?
Diese Stadt hatte 2020 schon einen guten Schwung durch viele Initiativen – Nordbahntrasse, Utopiastadt. Das war schon eine sechs oder sieben in der Art, wie die Stadt dabei war, sich neu zu erfinden. In diesen fünf Jahren ist das sicher noch mal ein Punkt hochgegangen. Ich bin guter Dinge, dass der Schwung weiter an Kraft gewinnen kann.
Was mich so stolz gemacht hat: Diese Stadt sagt nach fünf Jahren Schneidewind nicht: „Ach, nicht so super gelaufen, jetzt machen wir mal wieder eine ganz konventionelle konservative Lösung.“ Sondern: „Wir sind eine Stadt im Aufbruch.“ Und wir trauen uns jetzt eine der jüngsten Großstadt-Oberbürgermeisterinnen in dieser Republik zu.

Uwe Schneidewind: Wuppertal „hat einen Kulturwandel erlebt“
Was macht das mit der Außenwahrnehmung der Stadt aus Ihrer Sicht?
Sobald ich mich 20 oder 30 Kilometer aus der Stadt heraus bewege und mit Leuten über Wuppertal spreche, gucken die total begeistert auf das Wuppertal der letzten fünf Jahre. Wir haben durch zivilgesellschaftliches, unternehmerisches Engagement einen Kulturwandel in der Stadt erlebt – vom Solardecathlon 2022, der die Stadt elektrisiert hat, bis zum urbanen Kunstraum mit den Streetart-Moves von Valentina Manojlow. Die Montagsstiftung hat uns zu einem zentralen Investitionsstandort gemacht, Vorwerk hat sehr bewusst entschieden, seine Zentrale hier zu behalten und neu zu bauen.
Von draußen betrachtet ist das Gefühl: Das ist eine Stadt, die erfindet sich zurzeit wirklich komplett neu. Die strahlt so eine Lust auf Veränderung und Zukunft aus.
Betrachten Sie das als Ihr persönliches Vermächtnis an die Stadt?
Es ist mir wichtig, dass andere verstehen: Es kann Sinn machen, in diesem lokalpolitischen Betrieb Erfahrungen aus anderen Welten mit einzubringen. Aber es ist super voraussetzungsvoll. Wir brauchen diese Seitenwechsel mehr – aber mit besseren Voraussetzungen. Darum schreibe ich auch ein Buch, eine Checkliste für andere, die hoffentlich auch motiviert.
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Was werden die zentralen Botschaften sein?
Der Arbeitstitel lautet „Stadtwandel zwischen Systemversagen und Inseln des Gelingens“. Es geht um Mechanismen, die wichtig sind für gute Veränderungsimpulse in Städten, um die Handlungsmöglichkeiten kommunaler Politik besser einzuordnen. Es soll interessant sein für jemanden, der Lokalpolitik in Bamberg macht oder sich in Kiel engagiert – kein Anekdötchen-Buch aus Wuppertal.
Das Buch soll andere motivieren, den Seitenwechsel in die Lokalpolitik zu wagen – aber mit besserer Vorbereitung. Lokalpolitik wird die Herzkammer unserer Demokratie sein, und wir brauchen viele Menschen, die eigentlich geeignet wären und die heute an der Seitenlinie stehen und sagen: „Was ist das hier für ein provinzielles Zeug? Ihr macht ja allen Mist, aber ich leite mein Unternehmen super.“ Denen will ich sagen: Macht diese Seitenwechsel, wir brauchen sie mehr. Wir brauchen unwahrscheinlich viel guten Sachverstand in der Gestaltung unserer Städte.



















