Wuppertals Oberbürgermeister heißt seit Ende 2020 Uwe Schneidewind. Der Wirtschaftswissenschaftler trat bei der Kommunalwahl 2025 allerdings nicht erneut an. Die Wählerinnen und Wähler in Wuppertal haben am 14. September nicht nur einen neuen Stadtrat gewählt, sondern auch einen neuen Oberbürgermeister. Doch die finale Entscheidung steht noch aus.

Nach der Kommunalwahl am 14. September ist allerdings schon jetzt klar: Der neue OB von Wuppertal heißt entweder Miriam Scherff (SPD) oder Matthias Nocke (CDU). Keiner der beiden Politiker konnte im ersten Anlauf 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Nun treten beide Politiker in der Stichwahl am 28. September gegeneinander an.

Liveticker zur OB-Wahl in Wuppertal

In unserem Liveticker zur OB-Stichwahl in Wuppertal findest du alle aktuellen Ereignisse und Ergebnisse des Wahl-Sonntag am 28. September.

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Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister von Wuppertal, lehnt sich an eine Wand.
Dieses Foto mit Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister von Wuppertal, entstand im Oktober 2020 kurz nach seiner Wahl. Bei der Kommunalwahl 2025 in Wuppertal tritt er nicht erneut an.© FUNKE Foto Services | Lars Heidrich

Elf Politiker haben am 14. September für das Amt als Wuppertals Oberbürgermeister kandidiert:

Das waren ihre Ergebnisse in der Kommunalwahl am 14. September in Wuppertal:

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Das ist Matthias Nocke

Porträt von Matthias Nocke, Stadtdirektor in Wuppertal.
Matthias Nocke, Stadtdirektor in Wuppertal, will als Oberbürgermeisterkandidat der CDU in Wuppertal zur Kommunalwahl antreten.© Gerd Neumann | Gerd Neumann
  • Partei: CDU
  • Alter: 62
  • Beruf: Jurist

Matthias Nocke arbeitet seit 2000 in Wuppertal. Aktuell ist er Dezernent für Kultur, Sport, Schutz und Ordnung sowie Wuppertaler Stadtdirektor. Bei der Kommunalwahl 2025 in Wuppertal erhielt er am 14. September 23,4 Prozent der Stimmen.

Schwerpunkte für ihn während des Wahlkampfes sind für ihn

  • der „Erhalt der Handlungsfähigkeit der Stadt“,
  • eine „wahrnehmbare, profilierte und entscheidungsfreudige Wirtschaftspolitik“ sowie
  • die Sektoren Arbeit und Bildung.

Kommunalwahl in NRW 2025

In Nordrhein-Westfalen haben die Kommunen am 14. September 2025 neue Stadträte und Bürgermeister gewählt. Der Termin für die Stichwahl ist genau zwei Wochen später, am 28. September.

Das ist Miriam Scherff

Miriam Scherff, Wuppertal, Oberbürgermeisterkandidatin SPD
Miriam Scherff (SPD) ist Bezirksbürgermeisterin in Cronenberg. Bei der Kommunalwahl in Wuppertal will sie nun Oberbürgermeisterin werden.© SPD Wuppertal | Miriam Scherff, Oberbürgermeisterkandidatin der SPD in Wuppertal, steht vor der Schwebebahn.
  • Partei: SPD
  • Alter: 36
  • Beruf: Leiterin Produktmanagement

Seit 2024 ist Miriam Scherff Parteivorsitzende der Wuppertaler SPD, seit 2020 Bezirksbürgermeisterin von Cronenberg. Wie die Produktmanagerin von sich behauptet, ist sie „von ganzem Herzen Wuppertalerin“. Im ersten Wahl-Anlauf am 14. September erhielt sie 33,4 Prozent der Stimmen. Sie geht damit als Favoritin in die Stichwahl gegen Matthias Nocke (CDU).

Folgende drei Schwerpunkte hatte sie im Wahlkampf:

  1. Scherff will Wuppertal als „innovativen Wirtschaftsstandort ausbauen“. Das soll mehr Arbeitsplätze schaffen.
  2. Sie kündigt an, „eine Stadt gestalten“ zu wollen, „die alle Generationen willkommen heißt“. Grundlage dessen soll eine „starke Nahversorgung“ sein.
  3. Die Perspektiven von jungen Menschen in Wuppertal will Scherff durch eine „Bildungsoffensive von der Kita an“ erhöhen.

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Das ist Dagmar Liste-Frinker

Dagmar Liste-Frinker, Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen für die Kommunalwahl in Wuppertal, guckt in einem Porträtbild in die Kamera.
Dagmar Liste-Frinker tritt bei der Kommunalwahl 2025 als Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen in Wuppertal an.© Andreas Fischer | Andreas Fischer
  • Partei: Grüne
  • Alter: 63
  • Beruf: Gleichstellungsbeauftragte bei einer Bundesbehörde

Dagmar Liste-Frinker ist aktuell dritte Bürgermeisterin der Stadt Wuppertal – und damit eine der Stellvertreterinnen von OB Uwe Schneidewind. Sie vereinte 7,5 Prozent der Stimmen bei der OB-Wahl in Wuppertal auf sich.

Die Grünen-Politikerin zog ihre Motivation aus dem Gedanken,

  • Wuppertal zukunftsfähig zu gestalten und die Menschen stärker einzubinden.
  • Sie setzte auf eine Politik des Miteinanders, um Herausforderungen wie finanzielle Engpässe und gesellschaftliche Spaltung zu bewältigen.

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Das ist Marcel Hafke

Marcel Hafke, Oberbürgermeisterkandidat der FDP Wuppertal, spricht.
Marcel Hafke ist bereits 2020 als Oberbürgermeisterkandidat der FDP zur Kommunalwahl in Wuppertal angetreten. 2025 versucht er erneut, erster Bürger der Stadt zu werden.© James Zabel/FDP | James Zabel
  • Partei: FDP
  • Alter: 43
  • Beruf: Landtagsabgeordneter

Bereits 2020 trat Marcel Hafke zur Oberbürgermeister-Wahl in Wuppertal an. Damals verlor er gegen Uwe Schneidewind – Hafke erhielt 7,4 Prozent der Stimmen und landete auf Platz drei. Fünf Jahre später fiel das Ergebnis schwächer aus. Hafke erreichte nur 4,9 Prozent der Stimmen – und damit Platz sechs.

  • Der Landtagsabgeordnete setzte auf eine starke Wirtschaftspolitik mit neuen Gewerbeflächen und Unternehmensansiedlungen in Wuppertal.
  • Als Vorbild nannte er den ehemaligen Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin, der zahlreiche Firmen in seine Stadt holte.
  • In Wuppertal sah er die Notwendigkeit eines „Kümmerers“, um Missstände wie in der Elberfelder Poststraße anzugehen.

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Das ist Guido Gallenkamp

Guido Gallenkamp steht vor einem Baum in Wuppertal.
Guido Gallenkamp tritt als Oberbürgermeister-Kandidat in Wuppertal an. Er ist parteilos.© Privat
  • Partei: parteilos
  • Alter: 46
  • Beruf: Öffentlicher Dienst, zuvor Freiberufler in der IT

Guido Gallenkamp ist in Bochum zentrale Ansprechperson für digitale Infrastruktur. Zuvor war er in der Wirtschaftsförderung und Digitalisierung in Wuppertal tätig. Ehrenamtlich engagiert er sich bei Laufveranstaltungen, für das Luisenviertel und mit dem Sprachprojekt „Migrantisch“, das den Nachbarschaftspreis gewann.

Als OB-Kandidat setzte er, der 2,3 Prozent der Stimmen erhielt, laut Wuppertaler Rundschau auf:

  • kreative Nutzung knapper Mittel („Arme Stadt, reich an Ideen“) sowie
  • moderne Standards wie klimaangepasstes Wassermanagement und Stadtbäume.

Das ist Susanne Herhaus

  • Partei: Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)
  • Alter: 70
  • Beruf: Industriekauffrau

Susanne Herhaus ist langjähriges Mitglied des Wuppertaler Stadtrats und Co-Vorsitzende der Fraktion „Linkes Bündnis Wuppertal“. Sie wurde einstimmig zur Oberbürgermeisterkandidatin des BSW für die Wahl 2025 nominiert. Bei der Wahl selbst erhielt sie 2,1 Prozent der Stimmen.

Im Wahlkampf machte das BSW mit den Schwerpunkten

  • Soziale Gerechtigkeit (Investitionen in Bildung und bezahlbaren Wohnraum) sowie
  • den Ausbau des ÖPNV Politik.

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Das ist Henrik Dahlmann

  • Partei: WfW / Freie Wähler
  • Alter: 45
  • Beruf: Fraktionsgeschäftsführer und Selbstständiger

Henrik Dahlmann trat für die WfW (Wählergemeinschaft für Wuppertal) und die Freien Wähler an. Bereits 2020 trat er an. Er erhielt 3,4 Prozent der Stimmen. Nun waren es 1,5 Prozent der Stimmen.

Als wichtigste Herausforderungen für die Stadt sah er

  • lange Wartezeiten auf den Ämtern und
  • eine zu hohe Aufnahmequote von geflüchteten Menschen.

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Das ist Mira Lehner

  • Partei: Die PARTEI
  • Alter: 45
  • Beruf: Gesundheits- und Krankenpflegerin

Wie Marcel Hafke und Henrik Dahlmann trat auch Mira Lehner erneut an. Die Kandidatin der Satirepartei „Die PARTEI“ erreichte bei der Oberbürgermeisterwahl in Wuppertal 2020 3,3 Prozent der Stimmen. Wie bei Dahlmann und Hafke auch waren es fünf Jahre später weniger Stimmen. Lehner vereinte 1,2 Prozent auf sich.

Das ist Hartmut Beucker

  • Partei: AfD
  • Alter: 63
  • Beruf: Rechtsanwalt

Als Kandidat der AfD trat Hartmut Beucker bei der Oberbürgermeisterwahl in Wuppertal an. Beucker ist Landtagsabgeordneter in Düsseldorf sowie Ratsmitglied und Bezirksvertreter in Wuppertal. Er erhielt 16,4 Prozent der Stimmen.

Seine Punkte waren:

  • bezahlbarer Wohnraum,
  • Unternehmensförderung und
  • Sanierung der Stadtfinanzen.

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Das ist Salvador Oberhaus

Salvador Oberhaus tritt bei der Kommunalwahl 2025 in Wuppertal als Oberbürgermeisterkandidat der Partei „Die Linke“ an.
Salvador Oberhaus tritt bei der Kommunalwahl 2025 in Wuppertal als Oberbürgermeisterkandidat der Partei „Die Linke“ an.© Julian Paul vom Brocke
  • Partei: Die Linke
  • Alter: 50
  • Beruf: Historiker

Die Linke ging mit Salvador Oberhaus als Oberbürgermeisterkandidaten für Wuppertal ins Rennen. Am 10. Juni wählte die Partei den 50-jährigen Historiker. Er erhielt 6,2 Prozent der Stimmen. Oberhaus setzte sich für

  • „ein solidarisches, sozial- und klimagerechtes Wuppertal“ ein.
  • Oberhaus sind außerdem „gesellschaftliche Verantwortung, Vielfalt, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit“ wichtig.

Das ist Selly Wane

  • Partei: Liste „Stark und Bunt – Gemeinsam für Wuppertal“
  • Alter: 49
  • Beruf: Café-Inhaberin

Selly Wane betreibt im Luisenviertel das Café Swane. Sie war die elfte Oberbürgermeister-Kandidatin, die bei der Kommunalwahl 2025 in Wuppertal antrat. Geboren ist sie im Senegal, seit drei Jahrzehnten wohnt sie in Wuppertal. Als ihr wichtigstes Ziel definierte sie,politische Blockaden zu lösen. Wane erhielt 1,1 Prozent der Stimmen

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