CDU-Kandidat Matthias Nocke setzt auf Verwaltungsexpertise statt große Visionen. Seine Positionen zu den wichtigsten Stadtthemen im Überblick.
Bildung in Wuppertal: Hilfe aus den neuen Bundesländern
Die Lage: 500 Kita-Plätze stehen leer, weil Personal fehlt. „Wir brauchen etwa 100 Fach- und Ergänzungskräfte.“
Nockes Ansatz: Günstige Wohnungen für Auszubildende, Rekrutierung aus anderen Bundesländern und dem EU-Ausland. Vier zusätzliche weiterführende Schulen sollen gebaut werden – Kostenpunkt: 1,5 Milliarden Euro.
Sein Fokus: Integration durch Bildung – denn: „68 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Wuppertal haben Migrationshintergrund.“
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Mobilität: Kein Verkehrskonzept für Wuppertal, sondern „maßgeschneiderte Lösungen“
Nockes Ansatz: Mobilität für alle: „Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV sollen gleichermaßen zu ihrem Recht kommen.“
Aber: „Wir werden an der einen oder anderen Stelle immer entscheiden müssen: Haben hier die Fahrräder Vorrang? Oder haben hier PKWs Vorrang?“ Seine Priorität liegt „ein Stück weit auf dem ÖPNV, ein Stück weit auf der Parkplatzsituation.“
Und sonst: Eines der wichtigsten Themen ist für Matthias Nocke das Baustellenmanagement: „Wir werden am Sonnborner Kreuz große Baustellen haben, wir werden im Kiesbergtunnel große Baustellen haben. Wer Investitionen in unsere Infrastruktur will, muss mit Baustellen leben.“
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Schwierige Finanzsituation in Wuppertal: Konsolidierung ohne Garantien
Die Lage: Die Stadt Wuppertal wird Ende des Jahres rund zwei Milliarden Euro Schulden haben. Es steht ein Haushaltssicherungskonzept an.
Nockes Ansatz: „Etwas verlotterten Geschäftsprozesse“ modernisieren – Vergaben, Ausschreibungen und Baugenehmigungsverfahren sollen neu aufgesetzt werden.
Keine Zusagen: „Ich kann nicht garantieren, dass wir keine Neuverschuldung für Investitionskredite haben.“ Stattdessen fordert er eine andere Finanzierungsstruktur für Kommunen.
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BUGA 2031: Projektmanagement ohne Begeisterung
Nockes Ansatz: „Die Bürgerinnen und Bürger in Wuppertal haben entschieden“ – deshalb will er das Projekt BUGA 2031 fortführen.
Sein Vorgehen: „Ich möchte die Blackbox von Uwe Schneidewind lüften.“ Er wisse aktuell zu wenig über das Projekt. Darum: Erst intensiv die Planungsgrundlagen prüfen, dann die nächsten Schritte umsetzen.
Aber: „Ich will keine vier Millionen an die Bundesgartenschau-Gesellschaft zahlen“ – so viel würde eine Absage kosten.
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Stadtentwicklung: Ordnung und Attraktivität
Nockes Wunsch: „Eine lebendige Innenstadt, eine Innenstadt, in der Menschen wohnen, in der Menschen sich gerne aufhalten.“
Konkrete Pläne: Mehr Grün und Wasser nach südeuropäischem Vorbild, Housing-First-Prinzip für Obdachlose, Entsiegelung von Flächen.
Und sonst: Gegebenenfalls Videoüberwachung am Berliner Platz und das „Toilettenproblem in der Innenstadt“ lösen.
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