Zusammenfassung
- Leserinnen und Leser aus Oberhausen äußern sich zu aktuellen Problemen wie Hitze, Verkehr und Sicherheit in der Stadt.
- Sie machen auf Missstände aufmerksam, bringen Kritik an politischen Entscheidungen vor und geben konkrete Verbesserungsvorschläge.
- Der Artikel bündelt diese vielfältigen Stimmen und bietet damit einen Einblick in die Sorgen und Wünsche der Bürger.
Das Interesse unserer Leserinnen und Leser, ihre Meinung zu den wichtigen Oberhausener Themen öffentlich kundzutun, ist in den vergangenen Wochen so groß gewesen, dass wir kaum noch schnell genug alle maßgeblichen Stimmen veröffentlichen können.

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Hier kommen zu den viel diskutierten Themen Hitze, Vorfahrt für Radler und Unfälle von leichtsinnigen Jugendlichen mit E-Scootern relevante Äußerungen von Oberhausener Bürgern, die uns erreicht haben. Wir freuen uns über jeden, der die zentralen lokalen Themen diskutieren möchte. Wie das geht, kann man im Infokasten nachlesen. Wie immer gilt: Wir verstehen uns als Debattenorgan in der Stadt und bilden unabhängig von unseren persönlichen Ansichten ein möglichst breites Meinungsspektrum ab.
Lösungen gegen brütende Hitze gefordert
Zu: Ruhrgebietsvergleich: Hitzewellen treffen Oberhausener besonders hart und So viele Hitzetote gab es in Oberhausen und Trinkflaschen für Obdachlose und Warn-App: Oberhausen erstellt Hitze-Aktionsplan

Die Hitzewelle Ende Juni sollte ein Denkanstoß sein. Es kann keine Option sein, den eh schon stark bebauten Stadtteil Schwarze Heide/Sterkrade noch weiter zu verdichten und eine der letzten grünen Flächen dem Bauvorhaben an der Zeche Sterkrade zu opfern. Ich kenne die Argumente: Es werde Wohnraum benötigt, die Siedlung werde klimafreundlich und es soll Ersatzpflanzungen geben. Aber: Eine versiegelte und bebaute Fläche kann nicht klimafreundlicher sein als der jetzige Zustand. Und Ersatzpflanzungen, die in anderen Stadtteilen und Städten stattfinden, sind wertvoll für die Menschen dort, nützen aber den Anwohnern im Stadtteil Schwarze Heide/Sterkrade nicht, wenn ihnen eines der letzten Gebiete zum Durchatmen in ihrer Nachbarschaft zugebaut wird. Was wäre, wenn die Hitzewelle zu einem Umdenken bei den Verantwortlichen der Stadt führen würde? Etwa dahingehend, dass das Zechengelände als unverzichtbare Freiluftschneise für den Stadtteil benötigt wird! Frauke Sonnabend
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Hitze-Aktionspläne müssen natürlich zunächst für Kinder, Kranke, alte Menschen und vulnerable Gruppen durch Sofortmaßnahmen wie öffentliche Trinkbrunnen, Wassernebel durch Wasserschläuche und so weiter umgesetzt werden. Langfristig benötigt unsere Stadt aber mehr Grün! Liebe Stadtplaner und Politiker: Sie wollen doch nicht im Ernst eine Fläche von 16 Hektar, auf der zurzeit Parkklima herrscht, durch Bebauung in Stadtklima verwandeln?! Städte müssen hitzeresilient werden, aber nicht vornehmlich durch Fassadenbegrünung von Neubauten, sondern im schonenden Umgang mit dem, was schon da ist. Umdenken ist gefragt: Kein Neubau von Stadtteilen auf grüner Wiese, sondern Ersatzneubauten, wo Häuser marode sind und abgerissen werden müssen. Modernisierung vorhandener Häuser, Umnutzung von Gebäuden, Beseitigung von Leerständen und vieles mehr. Andrea Hegermann

Ich bin Mutter eines Säuglings und mehrerer Kinder aus Oberhausen. Bei Warnstufe Rot und über 35 Grad gehen wir als Familie erst abends einkaufen, weil es für die Kinder tagsüber viel zu gefährlich ist. Aber selbst abends findet man in Oberhausen keinen einzigen Ort, um sich mal kurz abzukühlen. Keine öffentlichen Wasserspiele, keine Trinkbrunnen, keine Schattenplätze mit Wasser. Was es gibt, wird oft sogar abgestellt. Gerade die kleinen Wasserspiele, an denen sich Kinder abkühlen könnten, sind bei Hitze aus. Das verstehe ich nicht. Im Sommer ist Wasser für Kinder das Wichtigste – zum Spielen, zum Abkühlen, zum Durchatmen. Ich wünsche mir von der Stadt Oberhausen: mehr Trinkbrunnen, Wasserspiele, die bei Hitze laufen, und beschattete Plätze. Gerade für Mütter mit kleinen Kindern ist das keine „Luxus-Sache“, sondern Gesundheitsschutz. Kayhan
Leserin: Rückbau ist Kapitulation vor dem Autoverkehr
Zu: Stadt lässt Radquerung an der Fahnhorststraße zurückbauen
Der Rückbau ist nichts anderes als eine Kapitulation vor dem Autoverkehr. Ist die Situation zu unübersichtlich, muss man das verbessern und/oder den Autoverkehr, beispielsweise durch bauliche Maßnahmen, zu einer Reduzierung des Tempos bringen. Offenbar ist das nicht gewollt. So wird’s nichts mit der Verkehrswende. Harald Voßkühler
Danke für Ihren Bericht, aber die Begründung für eine solche Entscheidung macht mich sprachlos. Zurückbauen, weil Autofahrer trotzdem nicht auf Räder achten und es daher zu Unfällen kommt? Im Ernst? Dann müssten ab sofort ja auch alle Zebrastreifen abgeschafft werden, weil dort immer wieder Fußgänger angefahren werden. Wann werden endlich mal die Verkehrsteilnehmenden geschützt, die von solchen „Unachtsamkeiten“ als Leidtragende betroffen sind? I. Bendig
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Mit großer Verärgerung habe ich den Artikel zur Kenntnis genommen. Die Querung nutze ich bei meinem täglichen Arbeitsweg per Rad. Ich kann mich dem Überweg stets nur sehr vorsichtig nähern und bin zum jederzeitigen Stopp bereit, da mir hier regelmäßig die Vorfahrt genommen wird. Doch statt eine Verbesserung der Sicherheit für die Radfahrer vorzunehmen, wird den Autofahrern wieder die Vorfahrt eingeräumt. Sicher gäbe es Alternativen, aber wieder einmal setzt sich hier „das Recht des Stärkeren“ durch. Das ist schade und ärgerlich für die vielen – täglich bis zu 1000 – Nutzer des Radweges Richard-Wagner-Allee. Gabriele Franke
Da ist der übliche Aufschrei der Radfahrerfraktion wieder. Die bösen Autofahrer werden als Täter abgestempelt. Logik oder gar das Anerkennen von Realitäten sind leider häufig nicht gegeben. Sollte nicht möglichst jeglicher Verkehr flüssig laufen können? Uneinsehbare Querungen sind schlecht, da hilft auch kein Schimpfen. Dass Gefahrenquellen bereinigt werden, ist doch an sich etwas Gutes. Es gibt vernünftige Ansätze, die es durchaus zu diskutieren gilt. Ein einfaches „Vorrecht für Radverkehr“ aus rein ideologischer Überzeugung ist da sicher kein guter Ansatz. Hans-Jürgen Pelzers
Neue Hilfe für Kinder: Unnötige Hürden aufgebaut
Zu: Wenn Kinder Angst haben: Neue Initiative der Stadt soll helfen und Kommentar: Neue Schutzräume für Kinder: Was stimmt mit uns eigentlich nicht?

Ich finde es toll, wenn Kindern, grundsätzlich allen schutzbedürftigen Menschen, in Oberhausen geholfen wird. Hier wird meiner Meinung nach allerdings ein „Problem“ geschildert, dessen Relevanz nicht durch eine einzige Zahl belegt wird. Wie viele Kinder haben bis 2024 die damaligen Notinseln aufgesucht, deren Aufkleber zum Teil jetzt noch in den Fensterecken einiger Geschäfte kleben? Kam es zu Übergriffen durch Personal an den Kindern in den Geschäften, die eine Verschärfung der erforderlichen Legitimation durch ein polizeiliches Führungszeugnis erforderlich machen? Hier werden Hürden und Bürokratie aufgebaut, die sicherlich nicht zu mehr Hilfsbereitschaft bei den Geschäftsinhabern führen, die ohnehin schon unter Maximalbürokratie leiden. Olaf Gernandt
Leser: Das ist eine Stadt im Niedergang
Wir erhielten den Nachtrag zur Grundsteuer – eine satte Erhöhung um 40 Prozent. Das sind inflationäre Erhöhungen einer Stadt, die sich im Niedergang befindet: eine Einkaufsmeile ohne Kunden wegen fehlender Attraktivität, Schlaglöcher in den Straßen, Brückensperrungen, Erhöhung der Parkgebühren, ungepflegte Parkanlagen, ein Bahnhof der Unsicherheit, vermüllte Papier- und Kleidercontainer. Kurz gesagt: Immer weniger Wohlfühloasen für die Bürger bei gleichzeitigem Schröpfen derselben ohne Ende. Eines haben Politiker nie verstanden: Man kann nur so viel Geld ausgeben, wie eingenommen wird. Jetzt hat man wieder mal den Bürger zur Kasse gebeten – aber der Krug geht nur so lange zum Brunnen, bis er bricht. Es gibt genug Sparpotenzial – mir würde da einiges einfallen. Norbert Heyer
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Zu: Kommentar über die Koalitionsgespräche ohne Ergebnis: „CDU und SPD zaudern zu sehr – Stillstand stärkt die Falschen!“
Die Hängepartei schadet der Demokratie und hilft der AfD. Fedor Rose, Sozialdemokrat und Staatssekretär in Rheinland-Pfalz, hat gerade ein lesenswertes Buch herausgebracht: „Wie Mainstream-Politik wieder Mehrheiten gewinnen kann“. Frau Hannelore Kraft hat es mit der Minderheitenregierung vorgemacht. Dies ist eine Möglichkeit, den Knoten durchzuschlagen. Wir brauchen pragmatische Umsetzungen in der Kommune und gelebte Demokratie. Die Erregungskurven mit der Logik eines Kulturkampfes führen in die Irre. Uwe Wiemann & Siegfried Räbiger
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Ja, ich kann den Aussagen von Frau Gewehr folgen und sehe vieles ähnlich. Was ich nur als ehemaliger Mandatsträger anmerken möchte: Sie analysieren von außen. Als MandatsträgerIn möchte man wiedergewählt oder erst einmal wieder aufgestellt werden. Und dafür müssen Sie mit den Wölfen heulen. Das heißt Rangkämpfe innerhalb und das Draufschlagen auf den politischen Gegner. Die Rangkämpfe waren für mich das Schlimmste. Profilierungssucht und Machtstreben haben nicht besonders viel mit Sachthemen zu tun. Harald Traud
So schreiben Sie an die Redaktion
Bei den hier veröffentlichten Zuschriften unserer Leserinnen und Leser handelt es sich um persönliche Meinungsäußerungen und Ansichten, die nicht der Auffassung der Redaktion entsprechen müssen. Wer uns seine Auffassung zu Oberhausener Themen mitteilen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.
Dafür muss man eine E-Mail mit einer Betreffzeile (Thema/Artikel) und der eigenen Meinung an die Redaktionsadresse redaktion.oberhausen@funkemedien.de senden – mit vollständigem Namen und vollständiger Wohnadresse. Die Zuschriften können in der Zeitung und auf der Webseite veröffentlicht werden. Die Wohnadresse wird nicht veröffentlicht. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.
Leser-Kritik: Zu viele halten sich nicht an Verkehrsregeln
Zu: Unfall mit E-Scooter: 15-Jähriger durch Luft geschleudert und schwer verletzt

Da hat es leider wieder einmal einen jungen Mann erwischt, der mit einem motorisierten Roller falsch gefahren ist! Wie lange noch dürfen diese Fahrzeuge in den Städten herumfahren, ohne sich an die Verkehrsregeln zu halten? Die Frage ist doch: Gibt es eigentlich Verkehrsregeln für diese Art von Fahrzeugen? Auch mir ist es schon passiert, dass vor mir auf dem Fußweg ein Roller fuhr, der Fahrer dann aber bei einem Hindernis (Fußgänger) durch die parkenden Autos auf die Straße fuhr, danach wieder auf den Fußweg! Und das mit einer Geschwindigkeit von nahe 30 km/h. Friedhelm Saes
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Die aktuelle Häufung schwerer E-Scooter-Unfälle zeigt, wie dringend dieses Thema ist. Natürlich ist nicht jeder Unfall auf Fehlverhalten zurückzuführen. Dennoch wird deutlich, dass viele Nutzer die Risiken unterschätzen und E-Scooter häufig nicht als vollwertige Verkehrsmittel wahrnehmen. Dabei sind die gesetzlichen Vorgaben eindeutig: Das Mindestalter beträgt 14 Jahre, Gehwege sind tabu und wenn kein Radweg vorhanden ist, muss die Fahrbahn genutzt werden. E-Scooter dürfen nur von einer Person genutzt werden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h. In der Realität sieht man jedoch häufig Kinder, die offensichtlich jünger als 14 Jahre sind, zwei Personen auf einem Scooter oder Fahrer mit Kopfhörern, deren Aufmerksamkeit eingeschränkt ist. Besonders gefährlich ist das Befahren von Gehwegen – teils sogar entgegen der Fahrtrichtung. Für Fußgänger entstehen dadurch unnötige Risiken. Hinzu kommt ein weiterer bedenklicher Trend: die Manipulation der Fahrzeuge zur Erhöhung der Geschwindigkeit. Aus meiner Sicht braucht es vor allem mehr Aufklärung und Sensibilisierung. Viele Nutzer kennen die Vorschriften offenbar nicht oder unterschätzen die Konsequenzen. Kai Stadtler
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