Zahlreiche Briefe unserer Leserinnen und Leser haben in den vergangenen Wochen über die E-Mail-Adresse redaktion.oberhausen@funkemedien.de unsere Redaktion erreicht. Dabei äußern die Verfasser nicht nur ihren Unmut über bedenkliche Entwicklungen im Stadtgebiet, sondern liefern auch konstruktive Lösungen für Probleme. Hier ein Auszug aus den Leserbriefen zu aktuellen Oberhausener Themen:

Zu: Oberhausener Sparhammer 2026: Parkgebühren sollen steigen/Haushaltsplanung 2026

Oberhausener Sparhammer, aber kein Sparen erkennbar! Die Oberhausener Verwaltungsspitze spricht bei der Erstellung des Haushaltsplans 2026 von Sparen, tatsächlich aber werden wieder einmal die Gebühren erhöht. Autofahrer, Hundebesitzer, Hoteliers sollen das Haushaltsloch stopfen. On top kommt dann noch die geplante Erhöhung des Grundsteuersatzes von derzeit 727 auf 800 Prozent, eine indirekte Mieterhöhung für alle, auch für die sozial Schwachen. Zu guter Letzt sollen dann Stellen in der Stadtverwaltung abgebaut werden, wo doch viele am Beispiel der Zulassungsstelle jeden Tag persönlich erfahren, dass Personalabbau der falsche Weg ist. Das alles ist kein Sparhammer, es ist ein Gebührenerhöhungshammer. Dabei gibt es genügend Sparpotenziale im Haushalt, wenn man nur will. Was ist wichtiger? Überfüllte Klassenräume oder halb leere Ränge im Theater? Mieterhöhung durch Erhöhung des Grundsteuersatzes oder subventionierte Theaterplätze für wenige? Die Aufgabe für die Politik heißt vorrangig: Ausgaben reduzieren und Gelder für die notwendigen Aufgaben bereitstellen. Das funktioniert nur mit einer Prioritätenliste, bei der die Sparpotenziale erkennbar sind. Hier liegt die Verantwortung eines jeden gewählten Ratsmitgliedes. Yvonne Sinning

Zu: Bettensteuer geplant/Hoteliers warnen Oberhausen vor der neuen Bettensteuer

Leider im Fahrwasser allgemeiner Politikentwicklung. Sparen? Warum, wir können doch neue Einnahmen erschließen! Dass die Bettensteuer zu Mindereinnahmen durch weniger Hotelgäste führen könnte, wird einfach mal ignoriert. Wie so häufig ist die Versuchung einfach zu groß. Spart doch lieber mal irgendwo etwas ein, indem unsinnige Projekte eingestampft werden, die nur Geld verschlingen. Wie beispielsweise die Verkehrsinfotafeln auf der Danziger Straße und der Ruhrorter Straße und wo auch immer sonst die noch stehen. Sinnvolle Ausgaben erhöhen und unsinnige einstellen, das könnte wahrscheinlich schon viel helfen. Hans-Jürgen Pelzers

Zu: 4,4 Millionen Euro: Warum der Theater-Umbau teurer wird

Der Unterhalt des Theaters Oberhausen kostet die Bürger (auch die, die nicht dort hingehen) im Jahr zehn bis 13 Millionen Euro an städtischen Zuschüssen, denn die Einnahmen durch Ticketverkäufe sind eher gering. Dazu kommen noch viele Millionen für den Umbau. Schräg gegenüber ist das Ebertbad. Das unterhält sich selbst und ist fast immer proppevoll. Wenige Kilometer weiter ist das Metronom-Theater. Unterhält sich selbst und ist ebenfalls sehr gut ausgelastet. Können/sollen wir uns angesichts der doch eher miesen Haushaltslage ein so teures Theater für so wenige Zuschauer leisten? Man könnte auch weniger „anspruchsvolle“ Stücke zeigen und so mehr Zuschauer anlocken. Oder man schließt es und die interessierten Zuschauer gehen in die umliegenden Städte, die dortigen nicht-privaten Schauspieltheater leiden ja auch an Besuchermangel. Anette Friedhoff

Das Theater Oberhausen ist eine der wichtigsten Institutionen im Kulturspektrum der Stadt. Der Ton, mit dem der Umbau des Theaters anmoderiert wird, ist unangebracht bis negativ. Die verbale Entgleisung, dass das SJK-Programm den Betrag von 3,3 Millionen Euro „spendiert“ habe, ist nicht zu tolerieren. Die Autorin hätte statt „spendieren“ das Verb „unterstützen“ wählen sollen, um den Kulturauftrag des Theaters wertzuschätzen. Das Theater unter der hochengagierten Intendanz von Frau Mädler spielt hochkarätig und ambitioniert – trotz aller Widrigkeiten – weiter. Das Containerdorf ist erste Sahne: funktionell, mit sachlichem Charme, einer sehr guten Getränkeauswahl und inspirierender Atmosphäre. Theke und Kartenservice picobello! Das Theater, so wie alle Kunst und Kultur, ist kein Ornament einer Stadt, sondern im besten Sinne „Lebensmittel“! Anke Haun

Theater in Oberhausen
„Das Theater Oberhausen ist eine der wichtigsten Institutionen im Kulturspektrum der Stadt“, schreibt Leserin Anke Haun. Das Foto zeigt den „Lonely Hearts Club“ im Theater Oberhausener. © FUNKE Foto Services | Gerd Wallhorn

Trotz geplanter Sparmaßnahmen wird eine Baukostensteigerung von rund 100 Prozent für das Theater Oberhausen ohne Weiteres hingenommen. Der städtische Eigenanteil beträgt zurzeit 1,1 Millionen Euro. Dass im laufenden Jahr weitere 11 Millionen Euro als Zusatzkosten für den laufenden Spielbetrieb des Theaters bereitgestellt werden sollen, wirft jedoch erhebliche Fragen auf. Kultur ist ohne Zweifel ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Es muss hinterfragt werden, ob ein solches finanzielles Übermaß gerechtfertigt ist – insbesondere dann, wenn im Theater die Ränge nur teilweise belegt sind. In Zeiten knapper Kassen muss es erlaubt sein, Prioritäten zu setzen und Ausgaben auf ihre Verhältnismäßigkeit zu prüfen, ob mit geringeren Mitteln mehr bewirkt und ein breiteres Publikum erreicht werden kann. Kulturförderung ja – aber bitte mit Augenmaß und unter Berücksichtigung der gesamten Stadtgesellschaft und nicht nur für wenige Privilegierte! Birgit Meier

Zu: Bus-Wartehäuschen in Oberhausen-Schmachtendorf blockiert Radweg

Lässt die Stoag Wartehäuschen bauen an Orten, die nur der Stoag als sinnvoll erscheinen und nickt die Stadtverwaltung diese Orte hier einfach ungeprüft ab? Was ist denn da los? „Die Stoag ist sich bewusst, dass dies keine befriedigende Lösung ist.“ Aber man baut einfach erst einmal. Das ist unfassbar. Was kosten eigentlich die gemieteten Warnbaken am Tag? Ich will so einen Unfug nicht durch mein Monatsticket finanzieren! Michael Ladeur

Zu: Weiße Straßen gegen Hitze-Inseln: Oberhausen wagt Test mit hellem Asphalt

So langsam steigt auch meine Temperatur, wenn ich höre, auf welche Ideen die Stadt Oberhausen kommt. Jede Person, die einmal an heißen Sommertagen durch einen Wald gegangen ist, weiß, dass es dort viel kühler und angenehmer ist als im offenen Gelände oder in einer Stadt. Unschwer zu erahnen, woran das liegen könnte: an schatten­spendenden, flüssigkeitsverdunstenden Bäumen und unversiegelten Böden. Alles das, was die Experten der Stadt Oberhausen vehement bekämpfen. Ob es der (Sterkrader) Wald, alte Zechengelände, 100-jährige Buchen oder junge Bäume sind, die man aufgrund mangelnder Pflege verdorren lässt: Hauptsache, weg damit. Erst beseitigt man Klimaoasen, um sich dann über steigende Temperaturen zu wundern. Da bringt es gaaanz bestimmt der helle Asphalt. Christiana L.

Mit Interesse las ich den Artikel über den geplanten Einbau von hellem Asphalt auf drei Straßen in Oberhausen. Eine gute Idee, die hier umgesetzt werden soll. Ich frage mich allerdings, warum die Stadt Oberhausen für diesen Test drei kurze Straßenabschnitte gewählt hat. Im Stadtnorden böte sich eine Teststrecke an, die täglich von vielen Fahrzeugen, einschließlich einer Buslinie, befahren wird. Die Forststraße in Schmachtendorf, speziell von der Einmündung der Straße „Am Tüsselbeck“ bis zur Stadtgrenze mit Dinslaken, ist seit Jahren in einem desaströsen Zustand. Teile dieses Abschnitts könnten perfekt als Teststrecke genutzt werden, um Fahrwerke von Fahrzeugen auf ihre „Schlechtwege-Fähigkeit“ zu testen. Wie bei so vielen maroden Straßen setzt die Stadt Oberhausen aber auch hier wahrscheinlich auf die Gewöhnung und Leidensfähigkeit der Nutzer. Michael Bremer

So schreiben Sie an die Redaktion

Anmerkung der Redaktion: Bei den hier veröffentlichten Zuschriften unserer Leserinnen und Lesern handelt es sich um persönliche Meinungsäußerungen und Ansichten, die nicht der Auffassung der Redaktion entsprechen müssen. Wer uns seine Ansichten zu Oberhausener Themen mitteilen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Dafür muss man uns eine E-Mail mit einer Betreffzeile, um welches Thema und um welchen Artikel es geht, und der eigenen Meinung an die Redaktions-Adresse redaktion.oberhausen@funkemedien.de senden – mit vollständigem Namen und vollständiger Wohnadresse. Die Zuschriften können in der Zeitung veröffentlicht werden. Die Wohnadresse wird nicht veröffentlicht. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.

Zu: Bürgermeister schlägt vor: Brückensanierung in Lirich auf 2029 verschieben und Bezirksbürgermeister Bohnes: Die düsteren Bahntunnel müssen endlich verschwinden

Dieses Interview zeigt vor allem eines: Sachzwänge überall, politische Verantwortung nirgends. Gerade die SPD, die in Stadtteilen wie Lirich eigentlich ihre Stammwähler vertreten müsste, wirkt hier völlig entkoppelt von der Realität vor Ort. Viertel werden erklärt, nicht vertreten. Besonders absurd ist das bei der Kanalbrücke Ulmenstraße. Wer ihre Sanierung weiter verschieben will, war offensichtlich seit Jahren nicht mehr vor Ort. Die Brücke fällt auseinander, der Bürgersteig ist abmontiert, Menschen müssen seit Jahren auf der Fahrbahn laufen und politisch wird über Verkehrsentspannung geredet. Dieses ständige Verweisen auf Zuständigkeiten ist keine Sachlichkeit, sondern Politikverweigerung. Und dann darf man sich nicht wundern, wenn das Vertrauen weg ist und der Frust dort landet, wo er politisch ausgeschlachtet wird: bei der AfD. Lutz Wallhorn

Zu: Zahl der Spatzen geht zurück

In meinem Schrebergarten ist die Anzahl der Singvögel bereits seit über 10 Jahren rückläufig. Ich hatte dem Naturschutzbund (Nabu) vor langer Zeit bereits vorgeschlagen, dem Landesverband der Kleingärtner zu raten, Büsche, wie beispielsweise die Haselnuss, nicht aus den Gärten zu verdammen. Dort haben immer sehr viele Amseln genistet. Auch andere nicht genehmigte Büsche (Bäume) fehlen den Singvögeln. Als Antwort bekam ich zu lesen: Die Vögel finden immer etwas anderes! Übrigens: Die Anzahl der Sperlinge in meinem Garten ist rückläufig, seitdem bei uns hinter den Gärten die Reihenhäuser neu gedeckt wurden und diese Vögel unter den Dachpfannen nicht mehr nisten konnten. Einmal konnte ich bei mir im Garten ein Spatzenpärchen dazu bringen, zu nisten, leider bis heute nicht mehr! Friedhelm Saes

Zu: Verstärkte Parkkontrollen in der Christoph-Schlingensief-Straße

Neue Poller
Die Stadt hat bereits neue Poller auf der Christoph-Schlingensief-Straße aufgestellt, um das Parken vor zwei Häusern strikt zu verhindern. Doch das reicht den Anwohnern noch nicht.© FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Es ist schon bemerkenswert, wie vehement sich die Stadtverwaltung weiterhin weigert, eine wirksame und dauerhafte Lösung dieses seit einem Jahr bekannten Problems zu finden. Die kritische Zeit der Gefährdungen ist, wie hinlänglich bekannt, vorwiegend an Wochenenden ab ca. 18 Uhr, wenn Gäste das dafür verantwortliche Lokal aufsuchen wollen. Leider halten sich die rücksichtslosen Parksünder nicht an Bürozeiten. Wenn an 139 Kalendertagen 16 Prozent der 61 Knöllchen in den Abendstunden geahndet wurden, so sind das nur zehn in fast einem halben Jahr. Diese Anzahl ist ein Witz und könnte an manch einem überwachten Wochenende locker übertroffen werden. Da von einem Erfolg zu reden, sagt viel über die Erfolgserwartungen der Verantwortlichen aus. Wenn schon bezweifelt wird, ob ein gewünschtes „Anlieger frei“-Schild überhaupt beachtet würde, frage ich mich natürlich, warum überhaupt noch Schilder aufgestellt werden sollen. Es ist einfach nur traurig, dass so wenig für die Sicherheit, besonders der mobilitätseingeschränkten Senioren, getan und die Gefährdung weiter hingenommen wird. Klaus-Dieter Grambau

Rheinischer Herren-Frühschoppen von der II. KG Zomkhosi
„Vom Einzug des Stadtprinzen samt Gefolge bis hin zu den mitreißenden Auftritten der Tanzgarden und Musikkapellen – die Qualität des Programms war erstklassig“, lobt Oliver Schymura den Rheinischen Herren-Frühschoppen in Oberhausen. Auf dem Foto zu sehen ist die Tanzgarde „Westerwald Sterne".© FUNKE Foto Services | Kerstin Bögeholz

Zu: Oberhausen: Herrensitzung einmal anders – „So noch nicht gesehen“

Nach dem Besuch des Rheinischen Herren-Frühschoppens am Sonntag, 25. Januar, in der Luise-Albertz-Halle verspüre ich das dringende Bedürfnis, ein großes Lob auszusprechen. In Zeiten, in denen vieles komplizierter wird, war diese Veranstaltung eine wahre Wohltat für die Seele. Der Hauptausschuss Groß-Oberhausener Karneval hat mal wieder bewiesen, dass er sein Handwerk versteht. Vom Einzug des Stadtprinzen samt Gefolge bis hin zu den mitreißenden Auftritten der Tanzgarden und Musikkapellen – die Qualität des Programms war erstklassig. Besonders beeindruckend war die friedliche und ausgelassene Stimmung unter den Hunderten von Männern. Es wurde gelacht, gesungen und geschunkelt, ganz ohne Misstöne, dafür mit viel Herzblut und lokaler Verbundenheit. Ein solcher Vormittag zeigt, wie lebendig das Brauchtum in unserer Stadt Oberhausen ist. Es geht nicht nur um das Feiern an sich, sondern um den Zusammenhalt und die Pflege einer Tradition, die Generationen verbindet. Ein herzliches Dankeschön an alle ehrenamtlichen Helfer im Hintergrund, die diesen reibungslosen Ablauf ermöglicht haben. Oliver Schymura

Zu: Grüne scheitern mit neuem Vorstoß gegen Taubenplage in Sterkrade

Der Vorstoß der Grünen gegen die Taubenplage und für ein Taubenhaus wurde mit der Mehrheit von CDU, SPD und den Linken abgelehnt. Es ärgert den geplagten Bürger auch in Osterfeld, wenn die Folgekosten ins Feld gebracht werden und man täglich Taubenfreunde beim illegalen Füttern der armen Tierchen beobachten kann. Das Problem ist zwar erkannt, aber eine politische Lösung scheint in unserer Stadt nicht gewollt!? Politikverdrossenheit treibt die Wähler zu den anderen Parteien! Norbert Heiting

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