Zum zweiten Mal schon in dieser Judo-Saison müssen sich die Fans des Bundesligisten Sport-Union Annen nichts anderes vornehmen. Am Samstag (ab 14 Uhr) kommen die Freunde des Kampfsports im Dojo am Kälberweg voll auf ihre Kosten. Sowohl die Zweitliga-Männer des Wittener Vereins als auch beide Bundesliga-Teams gehen auf Punktejagd. Vor allem der regionale Charakter der Begegnungen spricht für sich: In allen drei Duellen geht es gegen Kontrahenten aus Nordrhein-Westfalen.
Die Bundesliga-Männer der SU Annen stehen vor allem im Blickpunkt, haben sie doch in dieser Saison bislang erst einen Sieg an Land gezogen - den allerdings überaus deutlich mit 12:2 gegen Aufsteiger Erster Berliner JC. Deutlich verloren ging ob der extrem dünnen Personaldecke nur der Kampftag in Hamburg (3:11). Ansonsten gab es zwei hauchdünne 6:8-Niederlagen gegen den Deutschen Meister aus Remscheid sowie in Potsdam.
SU Annen bislang wie JC 66 Bottrop erst mit einem Saisonsieg
Am Samstag (Beginn: 17 Uhr) treffen die Annener auf den ewigen Revierrivalen JC 66 Bottrop, der mit seiner jungen Mannschaft ebenso erst einmal hat gewinnen können - zu Beginn der Saison gab es ein 8:6 gegen den TSV Hertha Walheim. „Ich gehe davon aus, dass das am Samstag wieder ziemlich knapp werden dürfte. Die Bottroper machen seit Jahren gute Arbeit, bringen immer wieder starke junge Leute aus dem eigenen Nachwuchs hervor - das muss man anerkennen“, so SUA-Trainer Stefan Oldenburg. Dass es für sein Team im Vorjahr eine 5:9-Niederlage in Bottrop setzte, das würde er allerdings vor heimischer Kulisse gerne geraderücken.
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Bei der Sport-Union wird Mittelgewichtler Sirotullo Ikramov wieder in den Kader zurückkehren - das erleichtert die personellen Planspiele für den NRW-Klassiker. Allerdings wird Alexander Gabler wegen eines Nationalmannschafts-Lehrgangs fehlen. Die guten Ergebnisse der Wittener Judoka zuletzt bei der Deutschen Pokalmeisterschaft geben aber Rückenwind, u. a. hatte dort Lukas Romahn sehr überzeugend agiert und war Zweiter geworden. „Für uns wird das gegen Bottrop eine neue Standortbestimmung auf Augenhöhe“, mutmaßt Oldenburg. Den Anspruch der Gastgeber, in der Tabelle vor dem JC 66 zu bleiben, musste er gar nicht gesondert erwähnen.

Die Bottroper machen seit Jahren gute Arbeit, bringen immer wieder starke junge Leute aus dem eigenen Nachwuchs hervor - das muss man anerkennen.
Stefan Oldenburg,, Trainer des Bundesligisten SU Annen
Im Wechsel mit den Bundesliga-Männern werden die Frauen der Sport-Union am Samstag ihren Heimkampf gegen den TSV Hertha Walheim bestreiten. Die Aachenerinnen haben ihre beiden Begegnungen jeweils für sich entschieden, entwickeln sich in dieser Staffel zur zweitstärksten Kraft hinter dem Favoriten und DM-Titelverteidiger JSV Speyer. Annens Frauen (2:2-Punkte) werden versuchen, das Duell so lange wie möglich offen zu gestalten.
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Um 14 Uhr wird der Kampftag eröffnet durch die Zweitliga-Paarung zwischen den Männern der SU Annen II und dem Schlusslicht PSV Duisburg. „Ich hoffe, dass wir unseren zweiten Saisonsieg landen“, so Trainer Manuel Neumann, der sein Team um 60-kg-Ass Philip Utzig als Favorit sieht, die Duisburger aber nicht unterschätzt, zumal bei den Wittenern die eine oder andere Stammkraft fehlt.


