Dritter Kampftag für die Bundesliga-Judoka der Sport-Union Annen - und noch immer sind die Kämpfer des Trainerduos Marcel Haupt/Stefan Oldenburg ohne Pluspunkt. Nach den beiden knappen Niederlagen gegen Titelverteidiger Remscheid und in Potsdam wartet nun allerdings eine gewiss lösbare Aufgabe. Und zugleich eine Premiere: Denn gegen den Ersten Berliner JC, der am Samstag ab 16 Uhr Gastgeber ist, haben die Wittener bislang noch nie gekämpft.

„Wir waren zwar schon mal in Marzahn und haben auch schon gegen einen anderen Berliner Verein gekämpft, aber mit diesem Club hatten wir es noch nicht zu tun. Das ist für uns die ganz große Unbekannte in der Liga“, sagt Stefan Oldenburg vor der Reise in den Nordosten des Landes. Der Berliner Club ist der zweitälteste Judoverein Deutschlands, bringt also schon mal eine ganze Menge Tradition mit in den Wettbewerb.

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Allerdings haben die Hauptstädter, die als Aufsteiger in die Saison gestartet sind, die ersten drei Kämpfe allesamt verloren - in Remscheid (2:12), in Potsdam (3:11) und bei Hertha Walheim (4:10). Klingt von der Papierform her nach einer ganz klaren Angelegenheit für die Annener, obwohl diese ja selbst noch kein Erfolgserlebnis einfahren konnten, zweimal mit 6:8 unterlagen. „Wir wollen da schon gewinnen und gehen auch mit gesundem Selbstbewusstsein an die Sache heran. Aber wir werden den Mund vorab nicht zu voll nehmen“, so Oldenburg. Schließlich sind Berlins Judoka selbst für das erfahrene SUA-Trainergespann nahezu durchweg ein unbeschriebenes Blatt. Bis auf Michael Löb, der Deutscher Pokalmeister war, kennen wir da niemanden so wirklich. Das ist eine spannende Aufgabe für uns.“

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Bei den Wittenern werden weiterhin wichtige Aktive wie Jonas Schreiber, Martin Matijass oder Sirotullo Ikramov ausfallen, auch Alessio Murrone ist in Berlin nicht mit an Bord. Dafür wird 60-kg-Judoka Philip Utzig aus dem Zweitliga-Kader sein Saisondebüt feiern. „Insgesamt sind wir ganz gut besetzt, in den oberen Gewichtsklassen setzen wir auf unsere beiden Niederländer Simeon Catharina und Silvan Bulthuis. Das hilft uns schon mal sehr viel weiter“, sagt Oldenburg, der unbedingt mit zwei Zählern im Gepäck nach Witten zurückkehren will, ehe es schon eine Woche später zum Hamburger Judo-Team geht.

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Die Bundesliga-Frauen der SU Annen sind ebenfalls am Samstag im Einsatz, kämpfen ab 17 Uhr beim amtierenden Deutschen Meister JSV Speyer. „Das wird natürlich ziemlich schwierig für uns, Speyer ist der ganz klare Favorit. Aber ich hoffe, dass wir ihnen einen guten Kampf liefern und zumindest ein paar Duelle für uns entscheiden“, so Trainerin Hannah Schorlemmer, die am Samstag selbst nicht vor Ort sein kann, dann von Sarah Mäkelburg und Atilla Erten vertreten wird.

In der 2. Bundesliga der Männer hat am Samstag (ab 17 Uhr, Kälberweg) die SU Annen II Heimrecht gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen. Das Team von Trainer Manuel Neumann will an die starke Leistung vom 10:4-Sieg gegen das JT Holten anknüpfen.