Was Lokführer und Museumsleiter Hannsjörg Frank (64) sich gerade wünscht, ist „ein Goldesel“. Der könnte ein Problem lösen, das in den vergangenen Jahren immer größer geworden ist – die gestiegenen Heizkosten für das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia im Wittener Muttental. Damit es aber nicht bei Märchen und Wunschdenken bleibt, hat der Muttenthalbahn-Verein auf Facebook einen Spendenaufruf gestartet.

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„Heute kommt Heizgas zum Temperieren der Museumsgebäude, dann sind wir 4600 Euro ärmer. Wer soll das in Zukunft bezahlen?“, fragt der Verein. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Hannsjörg Frank sei die Situation „sehr ernst“. Um allein diese Kosten zu stemmen, bräuchte das Museum „mindestens 40.000 Besucher“. Zudem würde das Heizgas gerade einmal für drei Monate reichen. Auf das Jahr gesehen rechnet Frank mit 9000 Euro an Heizkosten allein für die Museumsgebäude im Muttental. Diese würden „auf zehn Grad beheizt, damit die musealen Artefakte keinen Schaden nehmen“.
Muttenthalbahn in Witten klagt über hohe Heizkosten
Im Muttental gibt es keine Leitungen, mit denen man sich an die städtische Gasversorgung anschließen könnte. Zum Heizen verwendet der Verein daher Propangas. Die Kosten dafür sind laut Frank in den vergangenen Jahren stark gestiegen. So sei über die Zeit ein Ungleichgewicht entstanden. „Es wird nichts angepasst“, sagt Hannsjörg Frank, der für sein ehrenamtliches Engagement zuletzt auch das Bundesverdienstkreuz bekommen hat.
Zusammen mit Strom, Wasser und Versicherungen lägen die Fixkosten bei rund 20.000 Euro im Jahr, nur um das Museum für die Stadt zu halten. „Das sind vertragliche Verpflichtungen, aus denen wir uns nicht herausschälen können“, betont Hannsjörg Frank. „Den meisten Strom verbrauchen wir damit, die Gebäude zu beleuchten, sonst besteht kein Versicherungsschutz.“ Da die Situation nun so ernst geworden sei, habe er sich entschlossen, das öffentlich zu machen.
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Auf den Spendenaufruf hätten sich auch schon einige gemeldet. Manche Vorschläge ärgern Hannsjörg Frank aber auch. „Wenn Leute sagen, ich soll einfach den Bestand verringern. Man sagt doch auch nicht zu einer Kunstgalerie, dass die ein paar Gemälde rausnehmen sollen.“
Neben den Heizkosten beschäftigt Frank und seinen Verein weiterhin der Hangrutsch, der durch den Starkregen im Sommer 2021 ausgelöst wurde und den Lokschuppen beschädigt hat. Damit die Arbeiten dort richtig weitergehen können, muss es erst einmal wieder wärmer werden. So ist zumindest die Aussicht auf den Frühling in doppelter Hinsicht positiv – weniger Heizbedarf, mehr Möglichkeiten für Reparaturen.




