Einen Protestbrief gegen die Pläne, im Mülheimer Nahverkehr Leistungen im Gegenwert von mehr als acht Millionen Euro einzusparen, haben die MBI-Fraktion und der Fraktionslose Cevat Bicici (Wir aus Mülheim) am Dienstag auf den Postweg gebracht. Der Brief ist unter anderem an den Ministerpräsidenten, zahlreiche Minister, die Regierungspräsidentin und Oberbürgermeister der Nachbarstädte adressiert und formuliert einen Hilferuf und die „Aufforderung, als Landesregierung und Aufsichtsbehörden unverzüglich einzugreifen und die Stadt Mülheim zu veranlassen, ihre ÖPNV-Kahlschlagpläne ad acta zu legen“.
In dem vierseitigen Schreiben beklagen MBI und Bicici, dass Mülheim sich mit seinen Plänen in Sachen Klimaschutz in eine Sackgasse begebe. Die von Ruhrbahn und Stadtverwaltung vorgeschlagenen Kürzungen bedeuteten „einen schlimmen Rückschritt bei allen Bemühungen um eine klimaverträglichere Verkehrspolitik“. Der Protestbrief gipfelt in der Aufforderung an das Land, die Stadt „zumindest vorläufig unter Kuratel der Landesbehörden“ zu stellen – samt Sparkommissar und einer Aufsicht, die eine fehlgeleitete Nahverkehrs- und Klimaschutzpolitik korrigiere.


