Fast alle Parteien im Rat haben die Sparpläne für Busse und Bahnen zerrissen. Das hilft dem Kämmerer jedoch nicht, die Vorgaben – die Stadt langfristig zu entschulden – bald umzusetzen. Andererseits wird Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ein Zuschussgeschäft bleiben. Nur die Größe des Minusbetrages ist umstritten.
Die Düsseldorfer Bezirksregierung beobachtet das Hick-Hack in Mülheim intensiv und mahnt: Das vorgelegt Konzept zum Netz 23 „kann nur ein Vorschlag sein, der gesetzliche Aufstellungsgrundsätze für kommunale Nahverkehrspläne (die Berücksichtigung vorhandener Infrastruktur) und Grundsätze interkommunaler Verkehrsvernetzung nicht hinreichend beachtet, weil zum Beispiel regionalplanerisch bedeutsame Städteverbindungen (Linien U18, 104, 901) gekappt werden sollen“. Im Klartext: Mehr Straßenbahnen, weniger Parallelbusse und mehr Kundenorientierung sind unausweichlich.


