Die Atmosphäre eines Ortes spielt bei den Produktionen von Ruhrorter immer eine zentrale Rolle. Das gilt bei den Verwandlungen, die am Freitag Premiere hatten, in ganz besonderem Maße. Denn der Kirchenraum von St. Mariae Rosenkranz verleiht der Aufführung einen ganz besonderen Zauber. Und um Verwandlungen geht es bei Ovids Metamorphosen.
Die am Theater an der Ruhr angesiedelte Gruppe um Adem Köstereli ist froh, dass die Gemeinde ihnen die Chance und völlig freie Hand gegeben hat. Licht, Raum, Bewegung, Schatten, Text und Klang gehen hier eine magische Verbindung ein. Die Zuschauer sitzen im Altarraum, schauen auf die farbige Rosette, die im Verlaufe des Abends durch die Abendsonne noch zum Leuchten gebracht wird. Aus den Lautsprechern ist ein Flüstern zu vernehmen, das aber kaum verständlich ist. Ein Leuchter schwingt wie ein Pendel.


