Schon seit langem hat Adem Köstereli versucht, mit einem seiner Ruhrorter-Projekte in einer Kirche auftreten zu können. Mit dem jüngsten Projekt unter dem Titel „Denn Stillstehen kann weder der Fluss noch die flüchtige Stunde“ gelingt das gleich doppelt: in St. Mariae Rosenkranz und in der Dorfkirche Saarn.

Für Ruhrorter ist es Programm, Theater mit Geflüchteten an ungewöhnlichen Orten wie etwa dem ehemaligen Frauengefängnis zu machen. In der mit dem Ruhrpreis der Stadt ausgezeichneten Initiative, die am Theater an der Ruhr angesiedelt ist, geht es allerdings nicht darum, Flüchtlingsgeschichten auf die Bühne zu bringen. In der jüngsten Arbeit geht es, wie Köstereli erzählt, um Verwandlungen, und das in mehreren Beziehungen. Zum einen bezieht sich das Stück, das gerade in Styrum entwickelt wird und den letzten Teil einer Literaturtrilogie darstellt, auf die Metamorphosen des Ovid.