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SuS Haarzopf spielt jetzt auf Kunstrasen

Vor neun Jahren begann sich Ulrich Ostermann, Leiter der Fußballabteilung im SuS Haarzopf, für die Modernisierung der Haarzopfer Sportanlage stark zu machen. Jetzt, Anfang 2018, ist der Kunstrasenplatz endlich da.

Foto: Alexandra Roth

Vor neun Jahren begann sich Ulrich Ostermann, Leiter der Fußballabteilung im SuS Haarzopf, für die Modernisierung der Haarzopfer Sportanlage stark zu machen. Jetzt, Anfang 2018, ist der Kunstrasenplatz endlich da. Foto: Alexandra Roth

Essen-Haarzopf.   Die Kicker sind auf den Platz am Föhrenweg zurückgekehrt. Am Samstag weiht OB Kufen die Anlage in Haarzopf offiziell ein. Es war ein langer Weg.

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Wenn am Samstag, 10. Februar, Oberbürgermeister Thomas Kufen den Platz offiziell seiner Bestimmung übergibt, wird Ulrich Ostermann endlich erleichtert aufatmen. Der Leiter der Fußballabteilung von SuS Haarzopf hat viele Jahre für die Modernisierung der Sportanlage gekämpft – und glaubte fast schon nicht mehr daran. Doch es hat alles geklappt.

Pünktlich kurz vor Weihnachten hatten die Arbeiter ihre Baumaschinen am Föhrenweg eingepackt; am 9. Januar testete schon die Kicker-Jugend das künstliche Grün. Seither sind die acht Jugend- und vier Seniorenmannschaften, die während der dreimonatigen Bauphase Unterschlupf u.a. bei Tusem und TuS 81 gefunden hatten, an den Standort Haarzopf zurückgekehrt.

Nach dem Frost standen die Kicker knietief im Matsch

Ein tolles Gefühl sei es auf dem Platz, sagt Ostermann lächelnd und wippt mit den Füßen auf dem satten Grün. Vorbei die Zeiten, als die Kicker nach einer Frostphase knietief im Matsch versanken. Vorbei die Zeiten, als die Zuschauer am Spielfeld im Sommer von einer Ascheschicht eingenebelt wurden. „Die Nachbarn freuen sich bestimmt auch, dass sie beim Essen draußen keinen Staub mehr kauen müssen.“

Die „Halme“ des Kunstrasens sind gekräuselt und nicht glatt – „das neueste Produkt auf dem Markt“, sagt Ulrich Ostermann ein wenig stolz. Bisher hatte er immer besorgt auf jene Vereine im Stadtgebiet geschaut, die schon Kunstrasen haben, „denn die waren gerade für die Jugendlichen und ihre Eltern attraktiver“. Weniger Dreck, weniger Verletzungsgefahr. Das machte sich bemerkbar: Die Zahl der Jugendmannschaften sank von 2009 bis 2013 von 14 auf drei. Viele Kinder trainierten halt woanders.

Förderverein sammelte 60 000 Euro

Während die Kunstrasenplätze anderer Vereine nun bald in die Jahre kommen (der älteste liegt in Frintrop) und renoviert werden müssen, beginnt für den SuS Haarzopf jetzt ein neues Zeitalter. Der Weg zum Kunstrasenplatz war allerdings ein steiniger.

Lange hatten Ulrich Ostermann und seine Mitstreiter für den Kunstrasen gekämpft. Vom Konjunkturpaket II konnte der Verein damals nicht profitieren. In den Folgejahren stand die Maßnahme am Föhrenweg auch stets ganz unten auf der Prioritätenliste. Deshalb wurde 2013 der Förderverein gegründet. Drei Jahre wurde die Werbetrommel für Spender und Sponsoren gerührt. 2016 dann das Signal, dass die Haarzopfer 2017 mit ihrem Projekt an die Reihe kommen. 60 000 Euro steuerte der Förderverein zu den gut 600 000 Euro Gesamtkosten bei.

Die Leichtathleten und die Haarzopfer Grundschule profitieren ebenfalls: Es gibt eine 100-Meter-Bahn sowie Kugelstoß- und Weitsprunganlagen. Ein Kleinfeldplatz ergänzt das Ganze. Im Juli möchte der Verein den neuen Platz dann mit einem großen Jugendfußballturnier einweihen.

>> Ein Vorhaben der Sport- und Bäderbetriebe

Auf dem Haarzopfer Sportplatz ist nun ein weiteres von zwölf Kunstrasenspielfeldern, deren Bau die Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE) 2017 in Angriff genommen haben, fertig.

Weitere Sportplätze mit Kunstrasen sind u.a.: BSA Am Krausen Bäumchen (zwei Plätze), Sportanlage Fibelweg, BSA Hubertusburg sowie das Uhlenkrug-Stadion (Hockey-Platz).

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