Sanierung des Friedhofsportals

Das Portal des Ostfriedhofs kann weiter saniert werden

Der historische Haupteingang des Ostfriedhofes an der Saarbrücker Straße soll weiter restauriert werden. Jetzt wurden dafür neue Finanzmittel genehmigt.

Der historische Haupteingang des Ostfriedhofes an der Saarbrücker Straße soll weiter restauriert werden. Jetzt wurden dafür neue Finanzmittel genehmigt.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen-Huttrop/Südostviertel.   Die Restaurierung des historischen Portals am Ostfriedhof begann 2017. Jetzt gibt es neue Gelder, um die Innenräume der Säulen zu verputzen.

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Das historische Portal des Ostfriedhofs an der Saarbrücker/Schinkelstraße kann weiter saniert werden. Die Arbeiten hatten im August letzten Jahres begonnen und waren zum Jahresende erst einmal abgeschlossen worden. Aus den Erträgen der „Stiftung zur Verschönerung der Stadt Essen“ stehen in diesem Jahr weitere 6000 Euro für Arbeiten am Friedhofsportal bereit.

Im vergangenen Jahr hatte sich Hans-Joachim Hüser, bei der Stadt als Abteilungsleiter für die Friedhöfe zuständig, gewünscht, noch weitere Dinge am Friedhofseingang erneuern zu können. Aus Kostengründen war das jedoch nicht möglich. Jetzt steht fest: Zusätzlich zu den Stiftungsgeldern in Höhe von 20 000 Euro, die im vergangenen Jahr verbaut wurden, gibt es jetzt weitere 6000 Euro von der Stiftung für die Restaurierung des denkmalwürdigen Portals.

Für Hans-Joachim Hüser ist das ein Grund zur Freude. „Jetzt können Teile der Außenfassade neu verfugt und die Innenräume der Säulen verputzt werden“, sagt er. Er hoffe, dass man in drei bis vier Monaten das Projekt in Angriff nehmen und die Arbeiten ausschreiben könne.

Gerade die kleinen Räume in den rund fünf Meter hohen Steinsäulen, die das Portal begrenzen, könne man in Zukunft gut nutzen. Die habe man im Zuge der Sanierungsarbeiten bereits abtrocknen lassen. Durch die neu eingebauten Fenster und Türen könnten sie jetzt gut durchlüftet werden. „Wenn sie verputzt sind, kann man sie als Abstellräume verwenden“, erklärt Hüser. Ursprünglich gab es dort kleine Büros, die von der Friedhofsverwaltung genutzt wurden. Dort konnten die Bürger ihre Formalitäten erledigen und die Bestattungsgebühren begleichen. In einem der Räume sei damals der Sargwagen untergebracht gewesen, mit dem die Särge zu den Gräbern transportiert wurden. „Als Büro sind die Räume natürlich heute nicht mehr nutzbar“, so Hüser.

Das Dach ist bereits im letzten Jahr erneuert worden

Während 2017 bereits das Dach, Fenster, Türen und der Außenanstrich erneuert und Graffiti am Toilettenhäuschen weiß übermalt wurden, sollen jetzt die Innenarbeiten im Mittelpunkt stehen. Laut Vorlage für den Umweltausschuss, der der Vergabe der Gelder im Juni zugestimmt hatte, geht es dabei um die Erneuerung des abblätternden Putzes sowie um die Beseitigung von Moos und Schimmel, die der Bausubstanz sichtbar zusetzten.

Für Hüser sind Friedhöfe nicht nur Orte des Gedenkens, sondern auch Orte, an denen Stadtgeschichte spürbar ist. Der Ostfriedhof an der Saarbrücker Straße wurde 1893 angelegt. Seine Besonderheit: eine eigene Trauerhalle. Die wurde allerdings im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1957 in moderner Form wieder aufgebaut. Der älteste kommunale Friedhof in Essen mit 1250 Grabstellen liegt mitten im dicht bebauten Wohngebiet. Er hat eine Fläche von 8,5 Hektar, ist nicht erweiterbar.

Architekt Edmund Körner hatte das Portal entworfen

Die alte Trauerhalle und das Hauptportal wurden 1910 von dem bekannten Architekten Edmund Körner entworfen, der auch die Alte Synagoge gestaltete. Beide Bauwerke waren als Ensemble gedacht. Das im Krieg beschädigte Portal wurde in einfacher Form beibehalten.

Neben dem Hauptportal hat der Ostfriedhof vier weitere Eingänge. Auf dem Friedhof befinden sich die Grabmale von Essener Persönlichkeiten, die 1954/55 bei der Aufgabe des Friedhofs am Kettwiger Tor verlegt wurden, z.B. von Oberbürgermeister Erich Zweigert und der Verleger-Familie Baedeker.

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