Der Schlagabtausch um die richtige politische Reaktion auf das bürgerwehrähnliche Auftreten der „Steeler Jungs“ und angemessene Gegenaktionen im Stadtteil ist seit den polizeilichen Platzverweisen gegen vier Aktivisten von „Aufstehen gegen Rassismus“ und ein Mitglied der rechten Gruppierung heftiger geworden. Die FDP-Fraktion befürchtet inzwischen sogar eine Eskalation im Stadtteil, während sich das „Essener Bürger Bündnis - Freie Wähler (EBB-FW)“ gegen weitere Provokationen ausspricht und nach den jüngsten Ereignissen vom Donnerstag überzeugt ist: „Die Essener Polizei hat mit Platzverweisen richtig gehandelt.“
Damit wollten die Beamten „Ruhe zwischen die Fronten bringen“, hatte Polizeisprecher Ulrich Faßbender das behördliche Handeln am Montag begründet, nachdem es am Steeler Bahnhof zu einem gegenseitigen Aufwiegeln gekommen sei: zwischen vier Aktiven, die Flyer verteilten und einem Mitglied der „Steeler Jungs“, von dem sich die Gruppe verfolgt fühlte.


