Kleiner Polizeieinsatz, großer Diskussionsbedarf: Nach der harschen Kritik von Protestlern in Steele, bei einer Flyer-Aktion gegen Rechts am Donnerstag von der Polizei angeblich drangsaliert und durch Platzverweise auf eine Stufe mit den „Steeler Jungs“ gestellt worden zu sein, hat die Behörde die Vorwürfe am Montag weit von sich gewiesen: „Sie sind vollkommen aus der Luft gegriffen“, sagte Polizeisprecher Ulrich Faßbender auf Nachfrage. Natürlich stimme es nicht, dass die Polizei politische Aufklärungsarbeit in Verruf gebracht und protestierende Bürger eingeschüchtert habe, statt sie zu schützen, wie es das Bündnis „Mut machen - Steele bleibt bunt“ am Sonntag drei Tage nach dem inkriminierten Zwischenfall formuliert hatte.
Dabei ist es für den Polizeisprecher weniger wichtig, dass die beiden involvierten Polizisten beide einen Migrationshintergrund haben, auf der Innenstadtwache arbeiten und alleine schon deshalb keine persönlichen Bekanntschaften zu Mitgliedern der selbst ernannten Bürgerwehr im Stadtteil pflegen, wie es Max Adelmann vom Bündnis „Essen stellt sich quer“ glaubt.


