Handel & Kultur

Eine Einladung zum Bummeln über die Kunstmeile „Rü Art“

Die „Rü Art“: Angelika Hinkelmann (l.) stellt bei Stefanie Brecklinghaus aus, daneben die Organisatoren Lore Klar und Rolf Krane vom Organisationsteam

Die „Rü Art“: Angelika Hinkelmann (l.) stellt bei Stefanie Brecklinghaus aus, daneben die Organisatoren Lore Klar und Rolf Krane vom Organisationsteam

Foto: Klaus Micke

Essen-Rüttenscheid.   Vom 28. Juni bis 15. Juli präsentieren über 100 Künstler ihre Werke in Geschäften an der Rüttenscheider Straße. Was das an Organisation bedeutet.

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Vom 28. Juni an bis zum 15. Juli hat Bummeln über die Rü einen zusätzlichen Reiz: Rund 70 lokale Künstler präsentieren sich und ihre Werke in den Schaufenstern von Läden und Cafés. Ferner zeigen acht im Stadtteil ansässige Galerien die Exponate von rund 40 Künstlern. Es ist die vierte Auflage der „Rüttenscheider Kunstmeile“.

Veranstaltet wird die „Rü Art“ von der Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR) in Kooperation mit dem Forum Kunst und Architektur. „Für uns ist es das dritte Mal, dass wir das gemeinsam auf die Beine stellen“, berichtet Lore Klar, Vorsitzende des Forums Kunst und Architektur.

„Schön ist, dass wir über die Jahre ein Konzept entwickelt haben, das wir nun ohne großen Diskussionsbedarf umsetzen können. Das erleichtert vieles.“ Denn, so Lore Klar, die meisten Reibungspunkte entstünden dort, wo Kunst auf Kommerz treffe. „Welcher Künstler passt zu welchem Geschäft, ist jedes Jahr die spannende Frage.“

Enge Abstimmung mit den Läden

Denn nicht überall ist es so eindeutig wie im Second-Hand-Laden von Stefanie Brecklinghaus. Dort stellt die Mülheimer Künstlerin Angelika Hinkelmann ihre Bilder aus. „Wir verstehen uns sehr gut“, erzählt die Inhaberin. „Mode und Kunst, das passt sehr gut zusammen und wir sind beide sehr bunte Typen“, so Brecklinghaus.

Vor drei Jahren hat der Zufall sie bei der Kunstmeile zusammengebracht, inzwischen ist Angelika Hinkelmann auch außerhalb der Kunstaktion gern zu Gast im Laden. In diesem Jahr stellt die Mülheimerin 15 Gemälde aus der aktuellen Produktion aus, „sie sind abstrakt und informativ-abstrakt“, wie die Malerin sagt. Die Bilder sind zumeist in Acryl- und Lackfarben bzw. Mischtechniken ausgeführt.

Formate sollen zur Geltung kommen

Zu sehen sind die Objekte in den Räumen wie auch den Schaufenstern. Lore Klar: „Die Formate müssen schon richtig zur Geltung kommen. Daher ist eine enge Abstimmung von Künstlern und Geschäftsleuten wichtig.“ Nur in wenigen Ausnahmen hätten die Organisatoren vermitteln müssen bzw. zu volle Schaufenster kritisiert, merkt Rolf Krane, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Rüttenscheid, an. Die Präsentation von Gemälden, Fotografien und Skulpturen in den Geschäften, Banken und Cafés entlang der Rü soll Menschen miteinander ins Gespräch bringen und den Künstlern ein Forum bieten.

Krane: „Wir haben in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen damit gemacht. Die Händler zeigen ihr Engagement für das Viertel und profitieren durch die interessierte Kundschaft, die Kunstschaffenden ebenso.“ Die Bilder werden übrigens nicht nur zum Kauf, sondern zum Teil auch zum Leihen angeboten. „Auf unserer Homepage sind die Künstler mit ihren Kontaktdaten zu finden – auch nach dem Ende der Kunstmeile.“

>> Diskussionsrunde mit Oliver Scheytt

Die Kunstmeile läuft vom 28. Juni bis 15. Juli. Am Sonntag, 1. Juli, findet die Diskussionsrunde „Kunstszene Essen – Was gibt es Neues?“ statt. Prof. Dr. Oliver Scheytt moderiert sie mit Experten aus der Kunstszene ab 11 Uhr im KaBü, Annastraße 51.

Weitere Infos zur Rü Art gibt es auf www.ruettenscheid.de/igr-events/kunstmeile/

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