Online-Petition

Sicherheit auf der Byfanger Straße: Online-Petition endet

Im Oktober 2018 zeugten auf der Byfanger Straße die Markierungen der Polizei von dem tragischen Unfall, bei dem eine Fußgängerin lebensgefährlich verletzt worden ist.

Im Oktober 2018 zeugten auf der Byfanger Straße die Markierungen der Polizei von dem tragischen Unfall, bei dem eine Fußgängerin lebensgefährlich verletzt worden ist.

Foto: Christof Köpsel

Essen-Kupferdreh.   Endspurt für die Online-Petition: Anwohner der Byfanger Straße sammeln nach schwerem Unfall Unterschriften für mehr Verkehrssicherheit.

Noch zwei Tage läuft die Online-Petition, bei der die Bürger für mehr Verkehrssicherheit auf der Byfanger Straße stimmen können. Es geht um den Abschnitt zwischen Hinsbecker Berg und Engelssiepen, wo im Oktober eine Fußgängerin von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt worden ist. Danach starteten die Anwohner die Unterschriftenaktion im Internet. Auf die Gefahrensituation aber weisen die Nachbarn seit Jahren hin. Unterstützung erhalten sie von der Politik. Dass die Stadt keine Handlungsoptionen sieht, wollen Bürger und Bezirksvertreter nicht hinnehmen.

An dem Abschnitt der Byfanger Straße wohnen zahlreiche Familien mit Kindern und auch Senioren, die von zu schnell fahrenden Autos berichten. Zudem sei die Straße wegen der Bäume und auch der parkenden Fahrzeuge nicht gut überschaubar, so dass ein Fußgänger leicht übersehen werden könnte. Daher halten Betroffene die bislang zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h für überhöht, erhoffen sich von Tempo 30 mehr Sicherheit. Weitere Vorschläge lauten Zebrastreifen oder zumindest die Wiedereinführung der Rechts-vor-links-Regelung, die die Autos etwas ausbremsen würde.

620 Unterstützer haben sich bislang beteiligt

620 Unterstützer haben die Anwohner mit ihrer Petition bislang gefunden. Dass das für einen Bürgerentscheid nicht reichen wird, ist ihnen durchaus bewusst. Dennoch finden sie die Anzahl durchaus beeindruckend und wollen die Unterschriften an Oberbürgermeister Thomas Kufen übergeben. Bislang lehnte die Stadt die Vorschläge zur Verkehrsberuhigung ab. Die letzte Überprüfung der Situation im Frühjahr 2018 hatte ergeben, dass eine Temporeduzierung geltendem Recht widerspreche. „Der Abschnitt ist keine Unfallhäufungsstelle“, stellte die Stadt fest. Die Gefahrenlage übersteige das allgemeine Risiko nicht, so dass es schon allein an einer rechtlichen Grundlage fehle, um die Höchstgeschwindigkeit herabzusetzen, lautete die Erklärung aus dem Rathaus.

Diese Argumente können nicht alle Anwohner nachvollziehen, haben sie doch die Straße täglich vor Augen und mitunter auch brenzlige Situationen. Viele sorgen sich vor allem um die Sicherheit der Kinder. Und diese Sorgen sind nach dem Unfall noch gewachsen. Geschah doch genau das, was viele längst befürchtet haben.

Unterstützung erfahren die Anwohner von den zuständigen Bezirksvertretern, die ihrerseits ebenfalls seit geraumer Zeit schon auf die Gefahren hinweisen. Politiker wie Rolf Reithmayer (SPD) haben schon so manchen Ortstermin an der Byfanger Straße mitgemacht, haben eine Begrenzung der Geschwindigkeit gefordert und auf mehr Kontrollen gepocht. „Die Stadt hat stets alle Vorschläge abgelehnt“, erinnert sich CDU-Ratsherr und Bezirksvertreter Dirk Kalweit.

Einigkeit in der Politik

Doch auch die Bezirksvertreter wollen nun nicht nachgeben, sagt er. Es herrsche interfraktionell und überparteilich Einigkeit im Stadtteilparlament, dass durchaus Handlungsbedarf bestehe. Und so hätten sie in der vergangenen Sitzung darauf gedrängt, dass die Stadt die Verkehrslage nochmals prüfen solle, sagt Kalweit. Das sei schon ob der besonderen Situation nach dem schweren Unfall erforderlich. Politiker und Bürger sind sich einig: „Es muss zeitnah endlich etwas passieren.“

>>ONLINE-PETITION

Die Situation aus Sicht der Anwohner an der Byfanger Straße und auch zahlreiche Kommentare von Unterzeichnern sind auf der Internet-Seite der Online-Petition nachzulesen.

Dieser Petition können sich Unterstützer noch zwei Tage lang anschließen unter: www.openpetition.de

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