23. Stadtteilfest

Altenessener Straße wird zu einer Händlermeile

Gut besucht war die Händlermeile beim 22. Stadtteilfest im vergangenen Jahr.

Gut besucht war die Händlermeile beim 22. Stadtteilfest im vergangenen Jahr.

Foto: Ulrich von Born

 Essen-Altenessen.   Einmal im Jahr feiert Altenessen ein Stadtteilfest. Kirmes, Händler, Musik und Leckereien locken dann Tausende in den Essener Norden.

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Mit 44 000 Einwohnern ist Altenessen der bevölkerungsreichste Essener Stadtteil. Zum Stadtteilfest, das traditionell im September stattfindet, kommen meist soviel Gäste wie Altenessen Einwohner hat. „Wir liegen meist so zwischen 30 000 und 40 000“, sagt Peter-Arndt Wülfing, der Vorsitzende der IG Altenessen, die das dreitägige Fest in diesem Jahr vom 14. bis zum 16. September organisiert. Die Stadt spricht in einer Einschätzung des Festes sogar von 40 000 bis 50 000 Besucher, die es bei schönem Wetter auf die Altenessener Straße sowie den Markt- und den Karlsplatz zieht.

Kirmes auf dem Markplatz hat Tradition

Dass das Stadtteilfest die Altenessener Feierlichkeit des Jahres ist, steht für Peter-Arndt Wülfing außer Zweifel. Daran ändert auch nichts, dass von Beginn ein verkaufsoffener Sonntag mit dem Fest verbunden ist. Was zieht die Menschen mehr, das Fest oder die geöffneten Geschäfte? Die Frage führte vor Jahren dazu, dass die Gewerkschaft Verdi den verkaufsoffenen Sonntag untersagen ließ. Bei der jährlichen Beantragung muss Wülfing die Kombination stets wieder begründen.

„Man muss sich doch nur einmal die zeitlichen Relationen anschauen“, sagt der IG-Vorsitzende. Während das Fest an drei Tagen mit seinen Attraktionen lockt, dauere der verkaufsoffene Sonntag fünf Stunden. Und wenn das Allee-Center auf 10 000 Besucher komme, sei das viel, aber gesamt gesehen nur etwa ein Viertel der Besucher. Die Stadt selbst wollte es im vergangenen Jahr auch wissen, und ließ eine Haushaltsbefragung machen. Das Ergebnis: Die Mehrheit gab dem Stadtteilfest den Vorzug. „Damit haben sich die Zweifel hoffentlich erst einmal erledigt“, sagt Peter-Arndt Wülfing, der nicht nur Gäste aus Altenessen, Vogelheim und Katernberg, sondern auch aus anderen Stadtteilen und sogar Gelsenkirchen-Horst erwartet. Ein Pfund, mit dem die Altenessener wuchern können, ist die Kirmes auf dem Marktplatz. „Wir haben neben Dellwig die einzige Traditionskirmes in den Stadtteilen“, erklärt Wülfing.

Sperrung zwischen Alte Badeanstalt und Karlsplatz

Der Rummel auf dem Markt ist aber nur ein Teil des Festes. Die Altenessener Straße, die zwischen Alter Badeanstalt und Karlsplatz gesperrt sein wird, wird sich in eine Händlermeile verwandeln. Die Organisation hat die IG Altenessen an einen Veranstalter übergeben. „Überwiegend sind das etablierte Händler, die teilweise schon ein Jahr im Voraus buchen“, weiß Wülfing zu berichten.

Eine Sparte, die vor Jahren mal dabei war und von den Besuchern oft wieder gewünscht wurden, seien Marktschreier. In diesem Jahr werden zwei von ihnen ihre Waren wieder lautstark, originell und im Zusammenspiel mit den Besuchern feilbieten: Wurst und Blumen.

>>> Ökumenischer Abendsegen in der Alten Kirche

Traditionell wird das Stadtteilfest mit einem Ökumenischen Abendsegen in der Alten Kirche, Altenessener Straße 423, eröffnet. Während der drei Tage wird der Platz vor der Kirche auch in den Festgeschehen einbezogen. Dort werden sich unter anderen die Gemeinden präsentieren.

Auf zwei Bühnen wird während des dreitägigen Festes Livemusik erklingen – eine davon steht am Karlsplatz.

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