Schlossquellelauf

Zum 65. Mal drehen Läufer im Schlosspark ihre Runden

Zieleinlauf in Schwarz-Weiß aus den 1970er-Jahren.

Zieleinlauf in Schwarz-Weiß aus den 1970er-Jahren.

Foto: Rüdiger Hagenbucher

Essen-Borbeck.   Der Schlosspark Borbeck ist nicht nur ein Ort der Erholung und Entschleunigung, sondern auch des sportlichen Wettstreits. Und das zum 65. Mal.

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Ob es ihm als Borbecker Pennäler am GymBo passiert ist, ist nicht überliefert. Doch als gestandener Ex-Oberbürgermeister Essens ist es Wolfgang Reiniger tatsächlich widerfahren: Er hat eine Ehrenrunde gedreht – aber nur beim Schlossparklauf. Dort hatte vor Jahren jemand die Übersicht verloren und den Mittelstreckler noch eine Runde mehr als vorgesehen drehen lassen.

Turngemeinde Borbeck organisierte den ersten Lauf

Es sind solche Anekdoten, die den Charme des Schlossparklaufs ausmachen. Er ist ein volkstümlicher Lauf für alle Altersklassen, der Sportler über die Stadtgrenzen Essens anlockt. In diesem Jahr wird er zum 65. Mal ausgetragen.

1954 wurden erstmals Läufer auf die Rundstrecke geschickt, damals organisiert von der Turngemeinde Borbeck. In ihr war nicht nur Wolfgang Reiniger Mitglied, sondern auch Klaus Diekmann, heute Vorsitzender des Sportausschusses. Vor Jahrzehnten waren die beiden 74-Jährigen sogar Rekordhalter unter Essens Sportlern. „Ja, gemeinsam mit Hans-Willi ,Männlein’ Schneider haben wir den Rekord über 3 mal 1000 Meter gehalten. Allerdings nur eine Woche lang, dann war der Rekord wieder futsch“, erinnert sich Diekmann. Heute organisiert der TuS 84/10 mit über 40 Helfern den Schlossparklauf, kräftig unterstützt vom Sponsor Schloss-Quelle Mellis.

800 bis 1000 Sportler werden erwartet

Am Samstag, 29. September, geht es nun ab 11.30 Uhr wieder durch den Schlosspark. 800 bis 1000 Sportler – vom Bambini bis zu Läuferinnen und Läufern über 70 – werden dazu erwartet. Ihnen steht wieder eine hervorragend vorbereitete Laufstrecke durch den Park zur Verfügung. „Seit der Renovierung des Parks sind die Wege viel freundlicher und offener“, zollt Klaus Diekmann Grün und Gruga viel Lob für die Herrichtung der Laufstrecke. Die auch ihre Schwierigkeiten hat. Die Fürst-Äbtissin-Steig hat es in sich, besonders wenn man sie beim Lauf über 10 000 Meter sechs Mal bewältigen muss.

Wolfgang Reiniger lässt sich davon nicht abschrecken. Er möchte wieder an den Start gehen: „Wenn die Knie mitmachen . . .“

>>> 16 Klassen vom Bambini bis zum Senior

Die Laufveranstaltung beginnt am 29. September um 11.30 Uhr mit dem Walking über 4000 m. Die Bambinis M7/W7 und jünger folgen um 12.30 Uhr über 500 m.

Anschließend starten weitere Jugendklassen, bis um 14.30 Uhr auch die Erwachsenen an den Start gehen dürfen. Männer und Frauen (ohne AK-Wertung) machen sich gemeinsam mit U 18- und U 20-Jugendliche auf die 5000-m-Strecke.

Start des Allbau-Hauptlaufs über 10 000 m, also über sechs Runden durch den Park, ist schließlich um 15.30 Uhr. 1. Bürgermeister Rudolf Jelinek gibt den Start frei.

Die Läufer gehen in 16 verschiedenen Altersklassen in die Rennen. Die Anmeldung läuft bereits auf der Seite www.schlossquellelauf.de. Anmeldeschluss ist Mittwoch, 19. September. Nachmeldungen können bis eine Stunde vor jeder Disziplin abgegeben werden.

Die Sieger in allen ausgeschriebenen Klassen erhalten Getränkegutscheine, die beiden Gesamtsieger des Hauptlaufs erhalten je ein Präsent oder Getränkegutschein.

Erstmals gibt es einen Preis für die Schule mit den meisten Startern. 250 Euro lobt der Sponsor Schloss-Quelle aus.

Seit dem 60. Schlossquelle-Lauf sind Start und Ziel wieder in der Nähe des Schlosses. Es hat sich gezeigt, dass die malerische Kulisse noch mehr Läufer anlockt als der Parkplatz oben an der Aktienstraße.

Für die medizinische Versorgung sorgen das Ärztenetz Nord-Ost sowie das DRK Borbeck-Bochold.

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