Schulwettbewerb

Tüftler des Don Bosco-Gymnasium bundesweit die Nummer eins

Die Sieger: Leon Angermeyer, Jens Mielnik, Lewis Schmidtke, Lehrer Christian Lübbering und Stefan Ciba mit ihrem Modellhäuschen , die sie mit Wasserstoff  als Energieträger versorgen.

Die Sieger: Leon Angermeyer, Jens Mielnik, Lewis Schmidtke, Lehrer Christian Lübbering und Stefan Ciba mit ihrem Modellhäuschen , die sie mit Wasserstoff als Energieträger versorgen.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Bochold.   Technik ist am Don Bosco-Gymnasium ein vergleichsweise junges Fach. Bei Schulwettbewerben sind die jungen Tüftler aber fast „alte Hasen“.

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Schülerinnen und Schüler des Don Bosco-Gymnasiums können seit etwas mehr als drei Jahren das Fach Technik belegen. Unterrichtsinhalte sind beispielsweise die Planung eines Elektroautos, die Wirkung von Brennstoffzellen, der Entwurf einer Ampelschaltung oder einer Webseite. Theorie und Praxis halten sich die Waage. Die handfesten Ergebnisse können sich sehen lassen. Allein in 2018 landeten Technik-Schüler dreimal bei Wettbewerben unter den Top Ten. Die „Power-to-Gas-Anlage“ der Oberstufenschüler Leon Angermeyer, Stefan Ciba, Jens Mielnik und Lewis Schmidtke gewann den Schulwettbewerb „3malE“, den Innogy zum elften Mal ausgeschrieben hat. 120 Schulen nahmen bundesweit teil. „Ich bin begeistert von den kreativen Ideen der Essener Schülerinnen und Schüler“, freute sich Petra Kox, Kommunalbetreuerin bei Innogy, mit.

Wasserstoff wird durch Brennstoffzellen zu Strom

„Bei der Wahl des Themas hatten wir freie Hand. Ich habe es angeregt. Die Schüler waren allerdings schnell überzeugt und haben es weiterentwickelt“, sagt Christian Lübbering, der neben Patric Scholz und Nils Weinert das Fach Technik unterrichtet. Das Thema Energie, speziell regenerative (= unerschöpfliche) Quellen, ist aktueller denn je. Die Idee der Don Bosco-Schüler in einfachen Worten: Wasser wird in seine Elemente Wasser- und Sauerstoff aufgespalten. Der Wasserstoff wird in Gasform gespeichert und durch Brennstoffzellen in Strom umgewandelt.

Schüler lernen, sich zu organisieren

Das Team investierte neben den 2,25 Wochenstunden in seinem Technik-Grundkurs auch so manchen Samstag. Zwei Probleme galt es zu lösen: Die Speicherung der Energie und die Netzstabilität. Beides löste das Schüler-Quartett und überzeugte die Jury beim Praxistest, für die Modellhäuschen ähnlich wie bei der Modelleisenbahn mit Strom versorgt wurden.

Der Erfolg ist für Christian Lübbering nur eine Seite der Medaille. Aus Sicht des Pädagogen sei es nicht zu unterschätzen, dass die Schüler bei solchen Wettbewerben quasi nebenbei lernen, sich zu organisieren. Eine Fähigkeit, die später in Studium und Beruf hilfreich sein kann.

Technik kann auch als Abiturfach gewählt werden

Daraus, dass man im Siegerteam vergeblich ein Mädchen sucht, dürfe man keineswegs schließen, dass das weibliche Geschlecht keinen Zugang zur Technik habe, sagt Christian Lübbering. „Ich habe einen Technik-Grundkurs in der 11. Klasse, da ist das Verhältnis etwa 50:50.“ Neben den Grundkursen gibt es auch Technik-Leistungskurse (3,75 Wochenstunden). Und selbst als Abitur-Fach kann der Bereich Technik gewählt werden.

Mit der Siegprämie von 1000 Euro stocken die vier Schüler übrigens nicht ihr Taschengeld auf. Das Geld geht an die Schule, die so von dem Forschergeist der Teenager auch profitiert.

>>> Platz zwei für Helmholtz- und Wächtler-Gymnasium

Energie sinnvoll nutzen – heutzutage ein großes Ziel für alle. Die Schüler des Helmholtz-Gymnasiums stellten sich in Kooperation mit dem Maria-Wächtler-Gymnasium auch dieser Herausforderung und nutzten die Abwärme eines Kühlschrankes zum Erwärmen von Wasser.

Das wurde mit Platz zwei und 500 Euro honoriert.

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