Dubois-Arena

Theater an der Niebuhrg zeigt Interesse an der Dubois-Arena

Mitten im Grünen: die Dubois-Arena (rechts) mit dem Arenateich (links).

Mitten im Grünen: die Dubois-Arena (rechts) mit dem Arenateich (links).

Foto: Hans Blossey

Essen-Borbeck/Oberhausen.   Die Dubois-Arena inmitten des Parks ist ein Juwel. Zurzeit wird ein Partner gesucht. Theater-Geschäftsführer Holger Hagemeyer hat Interesse.

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Der Förderkreis Schloß Borbeck – Förderkreis für Schloss, Arena und Park – kündigte zum 31. Juli 2017 den Überlassungsvertrag, den er 1998 mit der Stadt für die Dubois-Arena geschlossen hatte, einvernehmlich. Seitdem wird nach Möglichkeiten für die Zukunft gesucht.

„Uns fehlte am Ende einfach die Manpower“

Franz Josef Gründges, Vorsitzender des Förderkreises, betonte, dass man sich nicht im Streit getrennt habe. „Uns fehlte am Ende einfach die Manpower, um der Dubois-Arena die erforderliche Aufmerksamkeit widmen zu können.“

Einen möglichen Nachfolger brachte er selbst ins Spiel: Holger Hagemeyer. Der Geschäftsführer des Theaters an der Niebuhrg in Oberhausen ist in der Dubois-Arena alles andere als ein Unbekannter. Ensembles aus Oberhausen haben sie schon vielfach mit Stücken wie „Sommer der Liebe“ oder „Schlager lügen nicht“ bespielt. „Es ist eine sehr schöne Arena“, sagt Holger Hagemeyer, der ein Interesse nicht verhehlt.

Selbst eine Eisbahn im Winter ist denkbar

„Eine Reihe von Vorstellungen in der Arena zu spielen, ist das eine. Die Gesamtverantwortung zu haben, das andere.“ Als freies Theater – so Hagemeyer – müsse man die Kosten im Blick haben. Ein Engagement in Borbeck dürfe auf keinen Fall das gefährden, was er seit 1995 in Oberhausen aufgebaut hat. Möglicherweise werde ein Verein gegründet. Ideen, wie die Arena neben Vorstellungen des Niebuhrg-Ensembles genutzt werden kann, hat Hagemeyer. Das Schönebecker Jugendblasorchester könnte Konzerte geben. Es hat nicht nur sein Domizil, die Notenkiste, nur einen Steinwurf entfernt, sondern ist auch mit der Geschichte der Arena verbunden. Selbst im Winter, außerhalb der von April bis Oktober dauernden Freiluftsaison, müsse die Arena nicht brach liegen. Ein Wintermarkt ist eine Idee. „Wenn es kalt genug ist, ist sogar eine Natureisbahn in dem Rund möglich“, so Hagemeyer. Was das Finanzielle betrifft, sei ein „Umsatz-Mieter“ eine Option: Die Abgabe ist an die Höhe des Umsatzes gekoppelt.

Verhandlungen laufen

Im Dezember fand ein Gespräch zwischen Mitgliedern des Fördervereins, Hagemeyer und der Stadt statt. „Dabei wurde seitens des Theaters Interesse an der zukünftigen Nutzung der Dubois-Arena signalisiert. Grundsätzlich bestehen seitens der Immobilienwirtschaft keine Bedenken gegen eine Überlassung der Arena an das Theater Niebuhrg“, erklärt Stadtsprecherin Jeanette van Lanken. Die Vertragsverhandlungen dauerten an, das Ergebnis bleibe abzuwarten.

Sehr lange warten, erklärte Holger Hagemeyer, könne man aber nicht mehr. „Bis Ende Januar sollten wir schon klar Schiff haben. Egal, ob wir am Ende Vertragspartner werden oder nicht. Die Termine für das Jahr 2018 müssen ja auch noch geplant werden.“

>>> 25 000 Zuschauer kamen zum Boxen

Die Dubois-Arena, die offiziell am 2. August 1950 eröffnet wurde, war in den 1950er-Jahren eine Boxkampfstätte. Sie trägt den Namen des Gründers und ersten Präsidenten des Bundes Deutscher Berufsboxer, Ernst Dubois.

Bis zu 25 000 Zuschauer sahen die Amateur- und Profikämpfe. Höhepunkt war 1957 der Kampf des Weltmeisters im Halbschwergewicht, Archie Moore (USA), gegen den Deutschen Meister Hans Kalbfell.

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