Rund 350 Demonstranten brachten die „Steeler Jungs“ aus Anlass des Bahn-Mordes von Frankfurt auf die Beine, selbst für den demofreudigen Essener Osten ist das eine neue Dimension. Und neben unauffälligen Bürgern gab es auch Verstärkung aus einer sehr unappetitlichen Neonazi-Szene. Das beständige Aufschaukeln der politischen Fronten scheint also weiter ungute Früchte zu tragen. Verantwortlich dafür dürfte nicht nur die Mobilisierungsmacht der rechts angesiedelten Steeler Jungs sein, auch die Gegenseite hat hier ihren Anteil. Demo- und Anti-Demo-Rituale sind anscheinend unwiderstehlich. Sie schwächen allerdings selten die jeweils andere Seite, ganz im Gegenteil. Das hat der Donnerstag Abend leider gezeigt.
Steeler Jungs
Politische Radikalisierung in Essen-Steele schreitet fort
Essen. Die Steeler Jungs haben anlässlich des Bahn-Mords auch Nazi-Verstärkung gewinnen können. Das politische Theater im Stadtteil eskaliert so weiter.

Ein Kommentar von Frank Stenglein, Redaktionsleiter der WAZ Essen.© WAZ
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