- In der 3. Liga trifft Rot-Weiss Essen am viertletzten Spieltag auf den 1. FC Saarbrücken. Anstoß am Sonntag ist um 16:30 Uhr, der Heimbereich ist längst ausverkauft.
- Die Gäste aus dem Saarland kommen mit großen Sorgen an die Essener Hafenstraße. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt nur noch vier Punkt, in Essen steht die Mannschaft unter Zugzwang.
- Den 1. FC Saarbrücken begleitet sehr viel Unruhe durch die laufende Saison. Es gibt zahlreiche Personalwechsel, nicht nur auf der Trainerbank. In dieser Woche wurde der Pressesprecherin fristlos gekündigt.

Als vor der laufenden Drittliga-Saison über die potentiellen Aufstiegskandidaten spekuliert wurde, tauchte nicht auf wenigen Experten-Listen der 1. FC Saarbrücken auf. Schließlich sind die Saarländer mit einem namhaften Kader angetreten, der diese Einschätzung gerechtfertigt hat. Im ersten Viertel der Saison gingen diese Prognosen auf, Saarbrücken stand nach dem neunten Spieltag auf dem zweiten Tabellenplatz. Was danach folgte, war ein trauriger sportlicher Absturz, begleitet von ständigen Unruhen und personellen Wechseln.
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In dieser Saison hat Saarbrücken bereits zwei Trainer verschlissen: Auf Alois Schwartz folgte zunächst der eigentliche Sportchef Jürgen Luginger, ehe im Februar mit Argirios Giannikis bereits der dritte Coach übernahm. Auch auf anderen Ebenen wird fleißig durchgetauscht. Im Februar wurde Markus Thiele (44) als neuer Sportvorstand vorgestellt. Seitdem hat es zahlreiche Änderungen innerhalb des Klubs gegeben, die jüngste in dieser Woche vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (16:30 Uhr) beim Tabellenzweiten Rot-Weiss Essen.
Vor Spiel bei Rot-Weiss Essen: 1. FC Saarbrücken trennt sich von seiner Pressesprecherin
Der Traditionsklub aus dem Saarland hat sich von seiner Pressesprecherin Katharina Essigkrug (35) getrennt, die Medienchefin wurde mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben entbunden. Gegenüber Journalisten wurden keine konkreten Angaben zu den Gründen für die überraschende Trennung gemacht. Das bietet reichlich Raum für Spekulationen. Förderlich für den sportlichen Erfolg in einer sehr kritischen Saisonphase dürfte eine solche Nachricht nicht sein. „Unruhe statt Fokus“ titelt die „Saarbrücker Zeitung“ am Donnerstag zum Thema Essigkrug.

Sportlich steckt der 1. FC Saarbrücken vor dem schweren Spiel an der Essener Hafenstraße unter enormem Druck. Der SSV Ulm 1846 ist vier Spieltage vor dem Saisonende bis auf sechs Punkte an die auch unter Giannikis erfolglosen Saarbrücker herangerückt. In den letzten fünf Spielen gelang nur ein Sieg, im Abstiegskampf könnte es deshalb noch einmal eng werden, sollten die Ulmer noch eine letzte Serie starten.
1. FC Saarbrücken: „Keine echte Mannschaft“, finanzielle Sorgen
Woran es bei den Saarländern hapert, kann der ehemalige Sportchef und Trainer Jürgen Luginger gut einschätzen. Gegenüber dieser Redaktion sagte er zu Wochenbeginn: „Saarbrücken hat einen guten Kader. Leider wurde daraus in dieser Saison keine echte Mannschaft. In vielen Spielen hat auch das Glück gefehlt.“
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Sorgen macht sich der Klub darüber hinaus über die Finanzen. Wie in den letzten Jahren hängt vieles an Ex-Präsident und Hauptsponsor Hartmut Ostermann (74) mit dem Unternehmen Victor‘s. Der Klub tut sich schwer, andere Sponsoren für den 1. FC Saarbrücken zu gewinnen. Sollte Ostermann sein finanzielles Engagement künftig nicht in einer ähnlichen Größenordnung fortführen, drohen dem Klub existenzielle Probleme.





