Nach sieben Siegen in Folge musste Rot-Weiss Essen in Cottbus am vergangenen Wochenende eine bittere Niederlage schlucken. 3:1 führten die Essener in Cottbus, verloren am Ende aber mit 3:5. Ein Dämpfer im Aufstiegsrennen, der RWE nicht aufhalten soll. Das Team von Trainer Uwe Koschinat steht immer noch auf Rang zwei, hat aber nur einen Punkt Vorsprung auf Cottbus und Duisburg.

Wöchentlich
Rot-Weiss Essen-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Spielberichte, Transfergerüchte, Analysen, Interviews: Das Wichtigste zu RWE.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Am Sonntag (16:30/MagentaSport) treffen die Essener zu Hause auf Kellerkind 1. FC Saarbrücken. Eine gute Gelegenheit also, um wieder in die Spur zu kommen. Allerdings werden auch die Gäste motiviert sein. Mit einem Sieg in Essen würde Saarbrücken ein ganz großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gelingen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel ging Koschinat noch einmal auf das vergangene Wochenende und auf die kommende Partie ein.
Lesen Sie auch
RWE-Coach Koschinat spricht noch einmal über die bittere Niederlage in Cottbus
„Wir haben das Spiel in Cottbus sehr gut aufgearbeitet. Es ist sehr ärgerlich, dass wir das Spitzenspiel nicht gewinnen konnten.“ Er habe dem Team vor Augen geführt, wie viel es in dieser Saison richtig gemacht hat, aber auch darüber gesprochen, wo es Verbesserungen gibt. „Ich war vor allem nicht mit der Höhe der Abwehrkette zufrieden. Wir haben zu viel Luft an die Stürmer gelassen.“
Genau das sei auch gegen Saarbrücken wichtig: „Sie verfügen über eine sehr gute individuelle Qualität. Die Spieler sind vor allem im offensiven Eins-gegen-eins sehr stark und unberechenbar. Da müssen wir eine Schippe drauflegen.“ Dennoch sei das Team sehr sicher, dass es die richtigen Schlüsse aus dem Cottbus-Spiel gezogen hat: „Die Mannschaft war gefestigter als ihr Trainer. Im Nachgang stellst du dir die Frage, ob es Maßnahmen gegeben hätte, sodass wir zumindest einen Punkt mitnehmen.“
Koschinat über Saarbrückens Tabellenplatz: „Kann man kaum glauben“
Aus Sicht des RWE-Trainers steht Saarbrücken überraschend so weit unten in der Tabelle: „Das kann man kaum glauben, wenn man die Qualität der Spieler durchgeht.“ Er lobte den Gegner sehr. Deshalb müsse man sich maximal konzentriert und mit viel Respekt vorbereiten. Aber klar sei auch: „Der 1. FC Saarbrücken hat eine sehr enttäuschende Saison hinter sich, hinter den Kulissen ist alles andere als Ruhe. Das wollen wir in unser Spiel transportieren.“ Ziel sei ganz klar der nächste Sieg.

Immerhin: Gegen Saarbrücken steht wieder der volle Kader zur Verfügung. Was dabei besonders vielversprechend ist: RWE-Leistungsträger Lucas Brumme ist wieder dabei. Der Linksaußen war gegen Cottbus gelbgesperrt und verfolgte das Spiel im Block bei den Fans. „Wenn ich selbst spiele, bin ich gar nicht aufgeregt. Aber da hatte ich schon eine Stunde vorher richtiges Bauchkribbeln“, sagt Brumme im Gespräch mit dieser Redaktion.
RWE-Profi Lucas Brumme nach Gelbsperre wieder dabei
Der 26-Jährige überzeugt in dieser Drittligasaison. Und bekannte sich nun auch zu RWE – trotz anderer Angebote von Zweitligisten, etwa dem SC Paderborn: „Ich will nicht einfach nur höher spielen, sondern mit dem Verein aufsteigen.“ Auch Koschinat weiß um Brummes Qualitäten: „Mit der Rückkehr von Lucas Brumme haben wir ein extremes Tempoelement. Das ist ein elementarer Vorteil für dieses Spiel. Seine Special-Skills helfen uns auch bei ruhenden Bällen und Einwürfen.“
Dass Rot-Weiss Essen am Wochenende erst am Sonntag spielt und im Vergleich zur Konkurrenz nachziehen muss, macht Koschinat keine Sorgen: „Das hat zuletzt hervorragend funktioniert. Wenn wir in der Drucksituation waren, haben wir das hervorragend gemeistert.“ Er erinnerte besonders an das Spiel gegen Viktoria Köln, als RWE zum ersten Mal auf einen Aufstiegsplatz springen konnte: „Das hat die Mannschaft hervorragend hinbekommen.“








