Der KSV Witten 07 musste in dieser Woche Abschied nehmen von seinem Ehrenmitglied Edmund Oldenburg, der am Mittwoch im Alter von 91 Jahren verstarb. „Ede“, wie er nur genannt wurde, war ein Urgestein des KSV. Seit 1947 gehörte er dem Verein an, erlebte Höhen und Tiefen seines KSV, war anfangs als aktiver Ringer dabei, später immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.

„Ede“ gehörte nach dem Krieg zur aufstrebenden jungen KSV-Generation, die unter Trainerlegende Karl Brockhoff u .a. mit Klaus Rost, den Gebrüdern Schudlich und Krings auf der Matte stand, war Mitglied der damaligen Oberligamannschaft der Wittener. Nach seiner aktiven Zeit machte er sich in verschiedenen Vereinstätigkeiten verdient – ein Tausendsassa mit vielen Talenten, er stellte sich immer wieder in den Dienst des Vereins.

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Wittener Oberliga-Ringer und erfolgreich als Autor von vier Büchern

So half er u. a. bei den Vorbereitungen der Feiern zum 100. Geburtstag des KSV Witten im Jahr 2007: Er arbeitete sich durch Archive, suchte Belege und Fotos aus den Anfangsjahren des Vereins, war ein wertvoller Interviewpartner für Ralf Piorr, den Herausgeber des Jubiläumsbuches „100 Jahre KSV Witten – kernig, kunstvoll, kraftvoll, kühn“. Zahlreiche Geschichten aus 60 Jahren Vereinsmitgliedschaft konnte er damals beisteuern. 

Seit einigen Jahren war er nicht mehr bei bester Gesundheit, trotzdem weiterhin rege und aktiv. So als Autor, er veröffentlichte vier Bücher, u. a. „Kriegskind Edmund erzählt“. Noch zu seinem 90. Geburtstag besuchten ihn der KSV-Ehrenbeauftragte Frank Bartel und Vorsitzender Detlef Englich. In der Saison 2023 war „Ede“ dann nochmal in der Husemannhalle zu Gast, verfolgte einen Bundesligakampf.

Ringen - KSV Witten 07
Zu seinem 90. Geburstag im vorigen Jahr bekam Edmund Oldenburg (re.) Besuch vom KSV-Vorsitzenden Detlef Englich sowie von Ehrenbeauftragten Frank Bartel.© KSV Witten 07 | KSV Witten 07

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Beisetzung erfolgt am 19. Mai auf Evangelischem Friedhof

2024 feierte Oldenburg die „Gnadenhochzeit“ (70 Jahre) mit Ehefrau Marga; fünf Kinder, fünf Enkelkinder und fünf Urenkel begleiteten das seltene Jubiläum. Der KSV Witten trauert um „Ede“, zahlreiche Vereinsmitglieder waren persönlich mit ihm bekannt und befreundet. Der Verein wird ihn ehrenvoll in Erinnerung halten. Die Beisetzung erfolgt am Montag, 19. Mai (14.30 Uhr), auf dem Evangelischen Friedhof an der Pferdebachstraße 48.