Auch bei den Icefighters Leipzig musste der Herner EV gegen einen direkten Konkurrenten um den achten Playoff-Platz eine Niederlage hinnehmen. Mit 1:9 (0:2, 1:3, 0:4) gingen die Miners am zweiten Weihnachtsfeiertag im Icedome regelrecht unter.
1631 Zuschauer sahen ein zerfahrenes erstes Drittel. Beide Mannschaften hatten zwar mit jeweils vier Blöcken keine Probleme in Sachen Quantität, doch gefährlich wurde es vor beiden Toren meist nur nach Fehlern der gegnerischen Defensivabteilung. Masse ist eben nicht zwangsläufig gleich Klasse und das wurde vor allem auf Herner Seite im Verlauf des Anfangsdrittels immer deutlicher.
Debakel in Leipzig: Herner EV hat nach Rückstand den Ausgleich auf dem Schläger
Die Miners machten mehr Fehler als die Hausherren und auch die gravierenderen. Vor dem Leipziger 1:0 war ein Wechsel völlig verpatzt worden und das 2:0 fiel bei angezeigter Strafe – eine selbstverschuldet gefährlich gewordene Situation konnte im letzten Moment nur noch durch ein Foul entschärft werden.

Direkt nach dem 0:1 hatte Nick Ford den Herner Ausgleich auf dem Schläger, aber auch in Sachen Chancenverwertung hatten die Icefighters jetzt Vorteile. Dabei hatten auch die Gastgeber weiterhin eine hohe Fehlerquote, kamen aber besser aus der Kabine. Eine Unterzahl überstand der HEV noch, nahm es dann aber mit dem Backchecking nicht so genau und Lukas Schulte war nach einem schnellen Gegenangriff wieder geschlagen.
Das 3:1 durch Fabian Nifosis ersten Saisontreffer machte den HEV-Fans nur kurz Hoffnung auf eine Wende. Die Miners waren in der eigenen Zone einfach nicht griffig genug und kassierten noch vor der zweiten Pause die Entscheidung.
Drei Gegentore in 62 Sekunden: Herner EV blamiert sich bei den Icefighters Leipzig
Der Schlussabschnitt bewegte sich dann aus Herner Sicht hart an der Grenze zur Peinlichkeit. Mit drei Toren in 62 Sekunden schraubten die Icefighters das Ergebnis auf 8:1 und der HEV konnte am Ende nur knapp ein zweistelliges Debakel vermeiden.
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„Eigentlich sind wir ganz gut ins Spiel gekommen, aber im zweiten Drittel wollten wir dann zu viel. Wir haben wieder zu viele individuelle Fehler gemacht. Nach dem 5:1 gingen die Köpfe dann nach unten“, erklärte HEV-Trainer Dirk Schmitz hinterher.
Einfacher werden die Aufgaben für die Grün-Weiß-Roten zum Jahresende nicht – eher im Gegenteil. Am Sonntag empfangen die Gysenberger um 18.30 Uhr die Hannover Scorpions, bevor am Dienstag um 20 Uhr die Tilburg Trappers Gastgeber der Miners sind.
Icefighters Leipzig gegen Herner EV: Die Statistik zur Oberliga-Begegnung
- Tore: 1:0 (16:12), 2:0 (17:54), 3:0 (22:39), 3:1 (27:14) Nifosi (Ford), 4:1 (29:55), 5:1 (39:59), 6:1 (41:52), 7:1 (42:39), 8:1 (42:54), 9:1 (49:02).
- Strafminuten: Leipzig 10 – Herne 8.





