Beim Gastspiel in Rostock reichte es für den Herner EV am Sonntag mit einer 3:4 (1:1, 2:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung nur zu einem Punkt. Den zweiten verschenkten die Miners in der Overtime durch zwei ausgelassene Großchancen und einem groben Defensiv-Patzer.
Mit kurzer Bank hatte sich der HEV auf den langen Weg an die Ostsee gemacht. Lenny Schmitz, gerade erst in den Kader zurückgekehrt, hatte sich am Freitag gegen Herford eine neue Blessur zugezogen und auch Kapitän Justus Meyl schrieb seine lange Verletzungsgeschichte weiter. Auch Leon Tettenborn hatte die Reise nicht antreten können. HEV-Trainer Dirk Schmitz blieben 14 Feldspieler, aber die erwischten vor 1108 Zuschauern an der Schillingallee einen guten Start.
Herner EV: Matteo Stöhr vollendet blitzsaubere Kombination zur Führung
Als das erste Anrennen der Gastgeber überstanden war, zauberte die offensive Notbesetzung der Miners eine blitzsaubere Kombination aus dem Hut und Matteo Stöhr vollendete zum 0:1. Ansonsten hielt sich der Herner Angriffsdrang in Grenzen und Rostock machte seine Ambitionen als Heimteam deutlich.
Vor allem einen Piranha bekamen die Gysenberger nicht in den Griff. Rostock musste zwar auf die Leistungsträger Connor Hannon und Michael Burns verzichten, doch mit Jesper Öhrvall hatten die Gastgeber immer noch einen Unterschiedsspieler in ihren Reihen. Beim 1:1 zog der Schwede unwiderstehlich vor das Herner Tor und auch beim 2:1 hatte der Rostocker Topscorer in der Herner Zone zu viel Platz.

Aber die dezimierten Miners hielten respektabel dagegen und hatten noch vor der zweiten Pause ihre Antworten. Die erste durch Nick Ford, der mit einem sehenswerten Solo zum 2:2 ausglich, bevor Marc Hofmann nur 31 Sekunden später zum 2:3 abstaubte.
Wie bekommt man diesen knappen Vorsprung über die Zeit? HEV-Verteidiger Raik Rennert, der ehemalige Rostocker, wusste es: „Konzentriert bleiben und die Scheibe vom eigenen Tor fernhalten.“
HEV-Trainer Dirk Schmitz ist mit Punktgewinn nicht ganz unzufrieden
Kein schlechtes Rezept, doch der Rostocker Schlussoffensive hielt die Herner Abwehr nicht ganz stand. Es ging in die Verlängerung mit den beiden Großchancen für die Miners, doch Rostocks Goalie Sebastian Albrecht blieb im Eins-gegen-Eins zweimal Sieger. Sekunden später unterlief dem HEV dann der entscheidende Puckverlust.
„Es war ein ausgeglichenes Spiel zweier angeschlagener Mannschaften. Am Ende haben wir den einen Fehler mehr gemacht“, erklärte Dirk Schmitz anschließend. Angesichts der knappen Personallage war der HEV-Coach auch mit dem einen Zähler nicht ganz unzufrieden, zumal die wirklich harten Wochen erst noch bevorstehen.
Es war ein ausgeglichenes Spiel zweier angeschlagener Mannschaften. Am Ende haben wir den einen Fehler mehr gemacht.
Dirk Schmitz, Trainer des Herner EV
Am nächsten Freitag geht es zum Spitzenreiter Hannover Indians (20 Uhr), bevor am Sonntag um 18.30 Uhr der Tabellennachbar Black Dragons Erfurt im direkten Duell um Platz acht in der Hannibal-Arena zu Gast ist.
Mit dem Heimspiel gegen Hamm am 23., dem Gastspiel in Leipzig am 26., der Heimpartie gegen die Hannover Scorpions am 28. und der Fahrt nach Tilburg am 30. Dezember stehen vor der Jahreswende noch vier weitere Spiele auf dem Programm. Das neue Sportjahr beginnt für den HEV am 2. Januar mit dem kleinen Derby gegen die Duisburger Füchse.
- Tore: 0:1 (4:17) Stöhr (Herbold/Hofmann), 1:1 (13:03), 2:1 (30:31), 2:2 (36:25) Ford (Snetsinger/Grunewald), 2:3 (37:06) Hofmann (Palka/Stöhr), 3:3 (53:29), 4:3 (62:47).
- Strafminuten: Rostock 2 – Herne 4.



