Nach dem 1:7-Debakel beim Spitzenreiter Hannover Indians am Freitag ging der Herner EV auch gegen die TecArt Black Dragons Erfurt leer aus. Die Miners verloren am Sonntag das wichtige direkte Duell um Platz acht auf eigenem Eis mit 3:5 (1:1, 1:2, 1:2) und waren dabei im Abschluss nicht effektiv genug. Durch die Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten wuchs der Rückstand auf Rang acht, den letzten Playoff-Platz, auf fünf Punkte an.

35:23 lautete das Schussverhältnis zugunsten der Miners, das hätte im Normalfall für einen Heimsieg gegen den Tabellennachbarn reichen sollen. Tat es aber nicht, weil die Gäste aus Thüringen die Fehler der Herner Defensive konsequent nutzten und mit Routinier Patrick Glatzel auch den besseren Torwart zwischen den Pfosten hatten.

Herner EV: Früher Rückstand zerstört guten Eindruck in der Anfangsphase

Den besten Eindruck hinterließen die Gysenberger noch in der Anfangsphase. Der frühe Rückstand zerstörte den passablen Eindruck aber schnell und baute stattdessen den Gegner auf.

Drachen-Neuzugang Chris Seto
Der Ex-Herner Chris Seto - hier noch im Trikot der onesto Tigers Bayreuth - war beim 5:3-Sieg am Gysenberg einer der Aktivposten bei den TecArt Black Dragons Erfurt.© Karo Vögel | Karo Vögel

Zwar trug HEV-Keeper Dean Döge keine direkte Schuld an den Gegentoren, wurde aber zu oft von seinen Teamkollegen allein gelassen. Gegen den Zwei-Tore-Rückstand kämpften die Miners schließlich vergeblich an, weil die Thüringer ihr Tor sehr aufmerksam verteidigten. Die Miners gaben vor 988 Zuschauern nicht auf, konnten aber auch mit einem Feldspieler mehr nicht mehr aufschließen.

Einer der Aktivposten beim Gegner war der ehemalige Herner Chris Seto, den die Dragons als Ersatz für den verletzten Harrison Reed verpflichtet hatten.

HEV-Trainer Schmitz nach Heimpleite: „Glücklicheres Team hat gewonnen“

„Wir sind gut gestartet und haben viele Chancen kreiert. Das glücklichere Team hat gewonnen“, meinte HEV-Trainer Dirk Schmitz hinterher, wobei die Grenzen zwischen Pech und Unvermögen an diesem Abend allerdings fließend waren. Ein einziges Mal gingen die Miners am Sonntag in Führung, doch das zwischenzeitliche 2:1 gab den Grün-Weiß-Roten keine Sicherheit. Schon am Dienstag kann es die Mannschaft von Dirk Schmitz ab 20 Uhr besser machen, wenn die Hammer Eisbären am Gysenberg zu Gast sind. 

Lesen Sie auch

Weitere Gegner bis zum Jahresende im dichtgedrängten Programm sind die Icefighters Leipzig (A, 26.12. um 20 Uhr), die Hannover Scorpions (H, 28.12. um 18.30 Uhr) und die Tilburg Trappers (A, 30.12. um 20 Uhr). Auch am 2., 4. und 6. Januar stehen für den HEV Punktspiele auf dem Zettel.

  • Tore: 0:1 (3:22), 1:1 (10:02) Rennert, 2:1 (23:43) Stöhr (Snetsinger/Palka), 2:2 (28:21, 5-4), 2:3 (33:38), 2:4 (53:38), 3:4 (55:00) Hofmann (Ford/Munichiello), 3:5 (59:30, 5-6).
  • Strafminuten: Herne 4 – Erfurt 8.