An der Unterstützung der Tusem-Fans lässt sich die 24:29-Niederlage in Ludwigshafen jedenfalls nicht festmachen. Knapp 100 Anhänger waren angereist, um die Essener in der ausverkauften Friedrich-Ebert-Halle anzufeuern. Einige reisten auf eigenem Wege aus Essen an.
Der Großteil der Essener Fans reiste aber gemeinsam an. In Kooperation mit Hauptsponsor Westenergie stellte der Tusem einen Fanbus zur Verfügung. Die Kosten für die Fahrt und die Eintrittskarten wurden dabei komplett von Westenergie übernommen. Rund 50 Fans versammelten sich also gegen 13:45 Uhr auf der Margarethenhöhe, um die etwa dreistündige Fahrt Richtung Rheinland-Pfalz gemeinsam anzutreten.
Tusem Essen: 50 Fans fahren im offiziellen Tusem-Bus nach Ludwigshafen
Linnea Wesselmann, Social Media Chefin beim TUSEM, ist dankbar für die wertvolle Zusammenarbeit: „Ohne unsere großartigen Sponsoren, vor allem unserem Hauptsponsor Westenergie, könnten wir solche Aktionen überhaupt nicht durchführen. Wir freuen uns, dass wir unsere Mannschaft mit so vielen Fans vor Ort unterstützen können.“

Was bei der Ankunft des Busses auffiel: Die Fans fahren im offiziellen TUSEM-Bus nach Ludwigshafen. Die Mannschaft ist mit dem Bus der SGS Essen gen Süden gereist. Das Teilnehmerfeld ist derweil bunt gemischt: Eine Mutter ist mit ihrer Tochter im jungen Teenageralter dabei. Rentner Wolfgang, der in dieser Saison zu jedem Auswärtsspiel der Essener gefahren ist, darf natürlich auch nicht fehlen. Und selbstredend sind auch Rainer Schick und Stefanie Peters mit von der Partie, die mit ihren Trommeln bei jedem Tusem-Heimspiel für Stimmung sorgen.
Der Bus kommt trotz des Feierabendverkehrs gut durch. Und der Tusem hat sich für die Fahrt richtig was einfallen lassen: Vier Mitarbeiter der Geschäftsstelle fahren ebenfalls mit und haben ein Quiz über Ludwigshafen vorbereitet. 20 Fragen müssen die Fans beantworten, wer die meisten richtig hat, kann einen Tusem-Schal gewinnen.
2. Handball-Bundesliga: Tusem Essen muss weiter um Klassenerhalt kämpfen
Gegen 18 Uhr erreicht der Bus dann sein Ziel und kommt an der Friedrich-Ebert-Halle an. Vor Ort ist die Freude über die anderen Tusem-Fans groß, die gemeinsame Unterstützung außergewöhnlich gut. Dass Rainer Schick und Stefanie Peters mit ihren Trommeln wegen der Hallenordnung nicht in den Block dürfen, trübt die Stimmung nur kurz. So wird sich dann aus der Ferne verständigt, mit welchem Schlachtruf die Mannschaft angefeuert wird.
Auch interessant
Dass aufgrund des Ergebnisses alle enttäuscht sind, versteht sich von selbst. Nur zu gern hätte man auf der Rückfahrt auf den Klassenerhalt angestoßen. Auf der Rückfahrt entwickelt sich jedoch schnell eine „Jetzt-erst-recht“-Mentalität, da ein Sieg am Sonntag gegen Lübeck auch zum Ligaverbleib reicht. Gegen 01:40 Uhr ist der Tross dann wieder in Essen.
Der Tusem Essen muss in der zweiten Handball-Bundesliga dann in den letzten beiden Spielen endgültig für Hochstimmung bei seinen Fans sorgen. Mit einem Heimsieg gegen den VfL Lübeck-Schwartau (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle am Hallo in Essen) können sich die Essener aller Abstiegssorgen entledigen. Verliert der Tusem allerdings und Hamm gewinnt Tags zuvor in Großwallstadt, steht am letzten Spieltag bei eben jenen Hammern ein richtiges Endspiel auf dem Programm.



