Sie haben es geschafft! Und die A-Jugendlichen des Tusem Essen waren nach dem Kraftakt der vergangenen beiden Wochenenden auch eben dies: völlig geschafft. Der Tusem-Nachwuchs spielt auch kommende Saison in der A-Jugend-Bundesliga gegen die Beletage des deutschen Handballs. Beim Qualifikations-Turnier in Solingen holte das Team von Trainer Florian Buddenborg am vergangenen Wochenende den zweiten Platz und feierte den erfolgreichen Abschluss seiner Mission. Buddenborg war erleichtert: „Das war echt eine verrückte Quali!“

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Denn bis zum Ende musste der Nachwuchs von der Margarethenhöhe ganz schön zittern. Nachdem das Erstliga-Ticket am vorangegangenen Wochenende in der ersten Qualifikationsrunde verpasst wurde, mussten die Essener in der zweiten Runde drei der fünf teilnehmenden Teams hinter sich lassen. Fünf Mannschaften, zwei Tickets - und am Samstag waren die Essener noch guter Dinge. Zwar setzte es gegen Eintracht Hagen eine 16:20-Niederlage (Buddenborg: „Da haben wir anfangs schlecht gespielt“), aber im Folgespiel gegen den VfL Gummersbach gab es einen 20:13-Erfolg. Am Sonntag konnte der Tusem dann gegen den Bergischen HC schon für die Vorentscheidung sorgen, „wir hatten es mit einem Sieg selbst in der Hand“, so Buddenborg. Doch über ein enttäuschendes 19:19 kam der Tusem nicht hinaus. Buddenborg: „Der BHC war einfach nicht kaputt zu kriegen, das Team hat eine tolle Mentalität und einen guten Torhüter.“

Tusem Essens A-Jugend um Luis Bennet Igel (Mitte).
Tusem Essens A-Jugend um Luis Bennet Igel (Mitte).© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

Tusem Essen: „Noch nie so große Hagen-Fans“

Im letzten ihrer vier Spiele mussten die Essener also siegen - und danach auf Schützenhilfe hoffen. „Das war unglaublich intensiv, ein wahres Wechselbad der Gefühle“, so der Trainer. Die DJK SF Budenheim wurde 22:19 geschlagen, doch das reichte noch nicht für den zweiten Platz. Gummersbach konnte im letzten Spiel mit einem Sieg gegen Hagen noch am Tusem vorbeiziehen. „Wir waren noch nie so große Hagen-Fans“, sagte Buddenborg lachend. So saß er mit seinem Team in der Sporthalle Klingenhagen und feuerte Hagen an. Und tatsächlich: Die Eintracht siegte 18:17. Buddenborg: „20 Sekunden vor Ende stand es noch Unentschieden - und Gummerbach hatte den Ball. Unglaublich!“

Tusem Essens A-Jugendtrainer Florian Buddenborg.
Tusem Essens A-Jugendtrainer Florian Buddenborg.© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

Am Ende ging alles gut aus für den Tusem und die Essener freuen sich nun, weiterhin, in einer von zwei 10er-Bundesligagruppen gegen die Besten des Landes zu spielen. Eine Auszeichnung für die Jugendarbeit des Klubs, aber auch ein wichtiger Baustein für das Herren-Team in der 2. Bundesliga.

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Einen oder mehrere Spieler wollte der Trainer übrigens nicht hervorheben: „Das waren 160 Spielminuten an diesem und 160 Minuten am vorangegangenen Wochenenende. Das spielt man nicht mit sieben Leuten, da braucht es den kompletten Kader. Alle haben das toll gemacht!“ Zumal nur drei Spieler dem älteren A-Jugend-Jahrgang (2007) angehören und sogar einige B-Jugendliche mithalfen. „Wir haben eine starke A- und eine starke B-Jugend“, so Buddenborg stolz. Und ja: Am Ende haben sie es alle gemeinsam geschafft.