Die Feier ist vertagt. Die Handballer des Tusem Essen müssen weiter um den Klassenerhalt kämpfen, denn sie haben bei den Eulen Ludwigshafen den ersten Matchball vergeben. Im Zweitliga-Auswärtsspiel am Dienstagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Daniel Haase dem Tabellenvorletzten mit 24:29 (12:16).
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Es war ein sehr fehlerbehaftetes Duell beider Mannschaften. Der Tusem fand kaum zu seinem Spiel und wann immer die Möglichkeit in der zweiten Halbzeit da war, um das Spiel zu drehen, scheiterten die Essener an sich selbst oder der körperlich überlegenen Abwehr der Hausherren. Zudem konnten die Gäste vor allem Sebastian Trost nicht halten und mussten zusehen, wie der Rückraumspieler auf satte zwölf Treffer kam.
Tusem Essen: Keinen Zugriff auf Sebastian Trost
„Wir haben erst ein gutes Spiel gemacht, dann aber einen 2:8-Lauf kassiert. Nils Homscheid musste kurz aus gesundheitlichen Gründen raus, was uns ein paar Probleme bereitet hat. Wir hatten keinen Zugriff auf Sebastian Trost, der mit seinen Toren der überragende Spieler war“, rsümierte Tusem-Trainer Daniel Haase. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nochmal alles versucht, aber am Ende war es ein verdienter Sieg für die Eulen. Wir hatten viel zu gewinnen, haben die Chance aber auch am nächsten Sonntag wieder.“
Die Essener waren nur dann gefährlich, wenn sie das Spiel schnell machten. Dies gelang jedoch zu selten, auch weil die Abwehr dieses Mal nicht so stabil stand wie gewohnt und somit kaum Ballgewinne produzierte. Mit der Unterstützung der über 2000 Zuschauer in der Friedrich-Ebert-Halle war es somit für die Eulen etwas einfacher Schwung unter die Flügel zu bekommen und dem Tusem davonzueilen. „Die Eulen sind konsequent aufs Tor gegangen, voller Überzeugung. Das war für uns schwierig zu verteidigen und deswegen ist das Ergebnis gerecht. Wir haben dumme Fehler gemacht und waren insgesamt nicht reif und cool genug“, sagte Tusems Rückraumspieler Max Neuhaus.
Für die Essener könnte damit das kommende Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau entscheidend sein. Sollten sie diesen Abstiegskracher (17 Uhr, „Am Hallo“) gegen den direkten Konkurrenten gewinnen, ist der Klassenerhalt endgültig perfekt.
Tusem Essen bei den Eulen Ludwigshafen: der Liveticker zum Nachlesen
- +++ ENDSTAND 29:24 +++
Das Spiel ist aus und der Tusem verliert verdient. Zu viele Fehler rauben die Chance auf den Auswärtssieg und damit auf den vorzeitigen Klassenerhalt. Es war über weite Strecken ein Rückfall in alte Muster, also durchaus ein Rückschlag. Währenddessen dürfen die Eulen weiter auf den Klassenerhalt hoffen und halten den Abstiegskampf spannend. - 59. Minute
Auch Eulen-Trainer Wohlrab nimmt noch eine Auszeit. Er will hier nichts mehr anbrennen lassen, wobei der Sieg im Prinzip schon sicher ist. In der Halle tönt schon das Partylied „Sweet Caroline“ aus den Lautsprechern. - 59. Minute
Ludwigshafen lässt sich natürlich nun bei eigenem Ballbesitz etwas Zeit und versucht möglichst viele Freiwürfe für sich zu generieren. Dies gelingt ganz gut, was für den Tusem natürlich zermürbend ist. 27:23. - 57. Minute
Haase nimmt die letzte Auszeit für den Tusem. Es gilt fünf Tore aufzuholen, um etwas Zählbares aus Rheinland-Pfalz mitzunehmen. Im Moment deutet allerdings nicht viel darauf hin. - 56. Minute
Die Eulen kommen zu leicht zum Abschluss und dadurch zu wichtigen Treffern. Der Tusem tut sich dagegen weiterhin schwer und schafft es nicht das Spiel an sich zu reißen. Theo Straub trifft aus spitzem Winkel zum 27:22. - 54. Minute
Der Tusem hat Glück, dass die Gastgeber ihre Chancen gerade nicht nutzen können. Sonst wäre die Vorentscheidung wohl schon gefallen. Die Essener haben nun vier Fehler in Folge im Angriff gemacht. Dennis Szczesny erlöst sein Team und verkürzt auf 24:22. Auszeit Ludwigshafen. - 51. Minute
Kämpfen kann der Tusem - das hat er in dieser Saison schon mehrfach unter Beweis gestellt. Und in dieser Phase haben die Eulen ein paar Probleme und wirken dadurch etwas verunsichert. Allerdings: zweimal hatten die Essener nun die Chance zum Anschluss, zweimal leisten sie sich wieder einfache Fehler. So erhöht Ludwigshafen auf 24:21. - 49. Minute
...Tim Mast holt direkt einen Siebenmeter für die Essener heraus, den Homscheid zum 23:21 verwandelt. - 48. Minute
2250 Zuschauer sind hier und sehen ein heiß umkämpftes Match im Abstiegskampf. Tusem-Trainer Daniel Haase nimmt beim Stand von 23:20 die nächste Auszeit... - 47. Minute
Man merkt, dass es für beide Teams noch um wichtige Punkte geht. Nun muss Göttler mit einer Zeitstrafe vom Feld und legt sich noch kurz mit seinem Gegenspieler an. Kurz vor dem Start der Schlussphase kocht die Stimmung noch einmal hoch. Eisel mit dem 22:19. - 46. Minute
Essens Torwart Dominik Plaue konnte in der zweiten Halbzeit ein paar Paraden verzeichnen und verhindert dadurch, dass sein Team noch deutlicher zurückliegt. Zudem sieht Ludwigshafens Mihailo Ilic nach einem zu harten Einsteigen die rote Karte. Homscheid verwandelt einen weiteren Siebenmeter zum 21:19. - 43. Minute
Kuriose Szene: Buschhaus wirft den Ball ins Tor, dieser fliegt aber etwas merkwürdig sofort wieder raus. Die Schiedsrichterinnen waren sich kurz unsicher, ob der Ball drin war oder nicht. Eulen-Torwart Ziga Urbic zeigt sich aber als fairer Sportsmann und bestätigt den Treffer. Dafür gibt ihm Essens Trainer Daniel Haase die Hand. 21:17. - 39. Minute
Der Tusem ist heute immer dann gut, wenn er in sein Tempospiel kommt. Das ist bislang jedoch zu selten der Fall, auch weil die Abwehr nur wenige Bälle abfängt, um dann schnell auf Angriff umzuschalten. Im stehenden Angriff bleiben die Essener zu oft hängen. Immerhin: Luis Buschhaus verkürzt, es steht 19:16. - 37. Minute
Es bleibt dabei: die Zahl der technischen Fehler bei den Gästen ist zu hoch, um Ludwigshafen wirklich unter Druck setzen zu können. Die Eulen machen hier auch nicht das beste Spiel, doch aktuell reicht es für eine noch recht komfortable Führung. 19:14 durch Haider. - 34. Minute
Noch ist keine deutliche Leistungssteigerung beim Tusem zu erkennen. Es bleibt eine schwierige Angelegenheit in Ludwigshafen. Zumal die Eulen aktuell durchaus selbstbewusst auftreten. Falk mit dem 18:13. - 31. Minute
Es geht weiter! Kann der Tusem das Spiel noch drehen und den Klassenerhalt heute schaffen? Erstmal erhöhen aber die Gastgeber auf 17:12.
- +++ HALBZEITSTAND 16:12 +++
Die erste Hälfte ist rum. Das ist ein hartes Stück Arbeit für die Essener, die noch nicht wirklich ins Spiel gefunden haben. Die Abwehr lässt noch zu viel zu und hat Glück, dass die Eulen selbst Fehler machen. Auf der anderen Seite ist der Tusem zu harmlos und hat Probleme mit der Körperlichkeit der gegnerischen Abwehr. Die Führung für den Tabellenvorletzten ist verdient. - 29. Minute
Zu oft prallt der Tusem an der jetzt gut stehenden Abwehr ab. Die Angriffsleistung ist noch zu schwach, um dem Tabellenvorletzten gefährlich zu werden. 65 Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit nimmt Eulen-Trainer Johannes Wohlrab seine erste Auszeit. Es steht 16:12. - 28. Minute
Es bleibt dabei: der Tusem tut sich noch schwer. Ludwigshafen hat derweil einen kleinen Lauf und zündet somit die Halle an. 15:12. - 26. Minute
Der Tusem muss zwei Minuten in Unterzahl auskommen. Finn Wolfram packt zu beherzt zu und muss von der Platte. Zudem erhöht Finn Leun für Ludwigshafen auf 14:12. - 24. Minute
Verlass ist jedoch einmal mehr auf Nils Homscheid. Vor allem vom Siebenmeterstrich bleibt der Essener sicher und bringt die erneute Führung. Da allerdings heute Führungen nicht allzu viel bedeuten, ist diese auch schnell wieder weg. Sebastian Trost bringt die Eulen mit 13:12 in Front. - 22. Minute
Es bleibt dabei: das Spiel ist bestimmt durch Fehler. Da sich beide Teams ausreichend davon leisten, steht es zurecht Unentschieden: 11:11. - 18. Minute
Binnen weniger Sekunden nach der Auszeit dreht der Tusem die Begegnung. Ein schneller Angriff und ein Ballgewinn sichern das 9:10 durch Tim Mast. - 17. Minute
Nun nimmt Essens Trainer Daniel Haase die erste Auszeit. Vor allem mit der Offensivleistung dürfte er nicht zufrieden sein. Insgesamt ist der Tusem aber nicht allzu weit davon entfernt die Partie auf seine Seite zu ziehen. Es steht 9:8. - 15. Minute
Es sind durchaus Emotionen im Spiel. Essens Dennis Szczesny freut sich sehr über eine gelungene Abwehraktion und weiß, dass jede Kleinigkeit am Ende entscheidend sein kann. Allerdings stockt der Motor der Gäste noch im Angriff. Kian Schwarzer trifft zum 9:8 für die Eulen. - 12. Minute
Beide Teams sind jetzt etwas wild unterwegs und leisten sich mehr Fehler als Tore. Eine Auszeit nimmt jedoch noch keiner der beiden Trainer. Die Eulen erhöhen auf 8:6. - 9. Minute
Es ist eine ausgeglichene Anfangsphase. Die Eulen sind kämpferisch, der Tusem teilweise noch nicht stabil genug in der Abwehr und im Angriff noch zu ungenau. So kann Ludwigshafen das Spiel wieder drehen: Max Haider trifft zum 6:5. - 6. Minute
Ludwigshafens Alex Falk muss mit einer Zeitstrafe vom Feld. Er war gegen Göttler zu hart in den Zweikampf gegangen. Den fälligen Siebenmeter verwandelt Nils Homscheid eiskalt. Es steht 4:5. - 4. Minute
Felix Göttler besorgt die erste Führung für den Tusem, nachdem sich die Eulen einen technischen Fehler erlaubt haben. 2:3. - 3. Minute
Aus dem ersten Angriff kann der Tusem nichts Zählbares machen, denn ein Pass landet im Aus. Robin Eisel bringt im Gegenzug die Führung für die Gastgeber, doch Nils Homscheid gleicht schnell aus. 1:1. - 1.Minute
Das Spiel läuft! Die Schiedsrichterinnen Katharina Heinz und Sonja Lenhardt aus dem Bundesliga-Kader haben es angepfiffen und der Tusem hat den ersten Ballbesitz.
- Die Fans begrüßen ihre Mannschaft mit roten und weißen Fahnen, eine kleine Choreo. Die Stimmung ist gut, die Partie kann beginnen.
- Gleich geht es los! Die Friedrich-Ebert-Halle ist gut gefüllt, natürlich in erster Linie mit Heim-Fans. Sie wissen, wie wichtig dieses Spiel für ihre Eulen ist.
- Auf Seiten der Essener kehrt Max Neuhaus nach überstandener Muskelverletzung in das Team zurück. Dafür muss Lev Szuharev seinen Platz im Kader abtreten - nicht zum ersten Mal in dieser Saison.
- Kurz vor der Abfahrt nach Rheinland-Pfalz konnte der Tusem noch eine positive Nachricht vermelden: Kreisläufer Finn Wolfram hat seinen Vertrag bis 2027 verlängert. Der 22-Jährige kam vor drei Jahren vom TSV Bayer Dormagen auf die Margarethenhöhe und fühlt sich dort offenbar wohl: „Die letzten drei Jahre haben mir viel Spaß gemacht. Wir haben als Team noch einiges an Entwicklungspotenzial und deshalb freue ich mich, die nächsten zwei Jahre weiter mit allen an unseren Zielen zu arbeiten.“
- Für ein bisschen Heim-Atmosphäre sorgen rund 50 Tusem-Fans, die sich gemeinsam in einem Bus auf die Reise nach Ludwigshafen begeben haben.
- Gastgeber Ludwigshafen steht indes unter noch höherem Druck – die Eulen brauchen als Vorletzter unbedingt zwei Punkte.
- Zuletzt verloren die Essener zu Hause gegen die HSG Nordhorn-Lingen mit 33:36. Ansonsten war der Tag aber gelungen: Der Tusem feierte den Gewinn des EHF-Pokals vor 20 Jahren und hatte zu diesem Anlass viele Akteure von damals nach Essen eingeladen.
- Kann heute in der Ferne der Klassenerhalt gefeiert werden? Es ist der erste Matchball für den Tusem.
- Willkommen zum Liveticker der Partie Tusem Essen bei den Eulen Ludwigshafen.

Tusem-Kapitän Dennis Szczesny weiß um die große Chance, die sich dem Team bietet: ,,Uns erwartet eine hoch motivierte Mannschaft, die versuchen wird die Halle anzuzünden. Wir wollen unsere Serie in der Fremde fortführen. Dafür ist es wichtig, dass wir unsere Abwehr wieder stabilisieren. Mit einem Sieg können wir auch den letzten Zweifel beseitigen und den Klassenerhalt feiern. Dies ist uns übrigens in der letzten Saison an gleicher Stelle gelungen.‘‘


