Gut sechs Minuten lang sprach Schalke-Trainer Kees van Wonderen über das 2:2 gegen den Hamburger SV, die Rote Karte gegen Kapitän Kenan Karaman, die kämpferische Leistung seiner Mannschaft.
Schalke-Trainer Kees van Wonderen auf Abschiedstour
Doch von der einen auf die andere Sekunde rückte all das, was der 56-Jährige über eine Stunde nach Abpfiff in den Katakomben der Arena erzählt hatte, in den Hintergrund. Denn dann wurde van Wonderens Zukunft zum Thema. Und der Niederländer verblüffte mit offenen Worten: Er erklärte, dass die Zeichen beim niederländischen Coach und Revierklub ganz klar auf Trennung stehen!
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„Ich muss die Spiele, die noch kommen, genießen“, meinte van Wonderen. Das klang nach Abschied - und das war auch so gemeint. Ein konkretes Gespräch mit der Vereinsführung habe zwar noch nicht stattgefunden. „Aber für mich sind alle Signale da, dass ich nach der Saison nicht mehr hier bin“, sagte van Wonderen. „Denn wenn man auf demselben Weg ist, tauscht man sich mehr und besser aus.“
Schalke-Trainer van Wonderen: „Das ist für niemanden gut“
Der Niederländer, der im Herbst in Gelsenkirchen übernommen hatte und dessen Vertrag bis 2026 läuft, wolle zwar weiter für Schalke arbeiten. „Aber nur, wenn wir auf derselben Linie sind. Es muss nicht alles perfekt sein. Aber man muss hinter dem Weg stehen - und nicht nach ein paar Spielen nach links gehen, dann wieder nach rechts. Das geht nicht. Dann ist es besser, dass es jemand anderes macht.“

Damit übte van Wonderen deutliche Kritik an der Vereinsführung. Wen genaue er meine, wurde van Wonderen gefragt. Den Vorstandsvorsitzenden Matthias Tillmann? „Zum Beispiel“, antwortete van Wonderen und führte im Rückblick auf die 0:2-Blamage bei Jahn Regensburg vor einer Woche aus: „Normal wäre, dass er (Tillmann, Anm. d. Red.) neben dir steht und sagt: ‚Das passiert manchmal. Aber wir gehen weiter, weil unser Weg klar ist.‘ Stattdessen hört man nichts und es heißt hinter den Kulissen, dass es Zweifel gibt. Das finde ich enttäuschend und nicht gut. Das ist schade.“
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Van Wonderen weiter: „Ich möchte mit aller Liebe und harter Arbeit hier sein. Ich kann auch umgehen mit Kritik. Aber wenn du zweifelst, kannst du lieber jemand anderen nehmen.“ In einem Klub von der Größe von Schalke müsse man eng zusammenstehen und kommunizieren. „Wenn nicht, dann ist das für niemanden gut. Und sicher nicht für den Verein.“

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Schon seit Wochen wurde über die Zukunft von van Wonderen spekuliert. Nun dürfte Gewissheit herrschen, dass sich die Wege spätestens am Saisonende trennen werden...





