Schon am Rande seiner Vorstellung, machte Miron Muslic deutlich, was die Profis des FC Schalke 04 in den kommenden Wochen erwarten wird – viel harte Arbeit. Denn der 42 Jahre alte Trainer hat das Ziel, dass seine Mannschaft in den laufintensiven Statistiken wie Sprints oder intensiven Läufen zu den Top-Teams Europas zählen soll. Bei seinem Ex-Klub Cercle Brügge in Belgien war Muslic das gelungen und auch Plymouth Argyle schnupperte dank der guten physischen Werte in der vergangenen Saison zumindest noch am Klassenerhalt in der englischen Championship (2. Liga).

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Nach einem Show-Training für rund 3000 anwesende Fans am Samstag, legte Muslic mit den S04-Profis am Montagvormittag dann so richtig los mit der Vorbereitung. Schon da ging es sehr intensiv zu. Nach Lauf- und Koordinationsübungen ließ der neue Coach knapp 45 Minuten mit elf gegen elf auf einem kleinen Feld spielen. Dabei galt: Der ballführende Spieler musste zu jedem Zeitpunkt von den Gegnern attackiert werden – in vollem Tempo. Es war ein erster Vorgeschmack auf den Pressing-Fußball, den Muslic künftig von den Schalkern sehen will.
Schalke-Sorgen um Innenverteidiger Tomas Kalas
Einige Spieler, die zur vermeintlichen Top-Elf der Schalker zählen würden, fehlten zu Wochenbeginn allerdings im Training – allen voran Kenan Karaman, der sich eine Meniskusverletzung zugezogen hat und bis auf Weiteres ausfallen wird. Doch auch wichtige Spieler wie Tomas Kalas, Emil Höjlund und Torwart Loris Karius können noch nicht voll beziehungsweise derzeit gar nicht trainieren.
Das derzeit größte Sorgenkind dieses Trios ist Innenverteidiger Tomas Kalas. Beim 32-Jährigen droht sogar ein längerer Ausfall. „Es ist schon ein bisschen ernsthafter“, sagte Sportdirektor Youri Mulder zuletzt. „Bei Tomas müssen wir vorsichtig sein, eine gute Diagnose machen und dann schauen, was passiert.“ Eine genaue Diagnose wollte Mulder nicht verraten – auch aus Respekt gegenüber der Privatsphäre des Spielers. Schon in der Vorsaison musste Kalas wegen Problemen an der Patellasehne mehrfach kürzertreten.

Schalke: Loris Karius soll im Trainingslager voll wieder einsteigen
Deutlich näher dran am Mannschaftstraining ist hingegen Loris Karius. Der 31 Jahre alte Torwart, der kürzlich seinen Vertrag verlängert hat, laboriert zwar noch immer an den Folgen seiner schwerwiegenden Wadenverletzung, doch kann zumindest wieder individuell trainieren. „Bei Loris wird es noch ein paar Wochen dauern, aber es geht gut voran. Trotzdem wollen wir natürlich vorsichtig sein“, so Mulder. Denn klar ist: Zum Saisonstart am ersten August-Wochenende soll Karius im Schalker Tor stehen. Die Hoffnung der Schalker ist, dass Loris Karius zum Start des Trainingslagers am 7. Juli wieder mit der Mannschaft trainieren kann.
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In Emil Höjlund konnte zum Trainingsauftakt am Samstag ein weiterer potenziell wichtiger Spieler für den Fußball des neuen Trainers Miron Muslic nicht voll trainieren. Auch der 20 Jahre alte Stürmer arbeitete nur individuell auf dem Nebenplatz – laut Mulder sei dies jedoch eher eine Vorsichtsmaßnahme. Nachdem das Top-Talent in der Saison 2024/25 gleich zweimal längerfristig ausgefallen war, soll Höjlund nun besser gesteuert werden. „Emil ist sehr gut aus dem Urlaub zurückgekommen“, lobt der Sportdirektor. „Aber wir wissen doch alle: Wenn du von 0 auf 100 startest, ist es nie gut. Wir wollen bei Emil etwas moderieren.“




